Im luxuriösen Wohnsitz der Rockstar-Tochter Mia Shortcut auf Ibiza ereignet sich ein rätselhafter Mord. Als die Ermittlungen sich festfahren und Mia in Verdacht gerät, an einem Komplott beteiligt zu sein, engagiert die Prominente einen Späthippie namens Ibiza-Jacques. Der ehemalige Steuerfahnder gilt als Geheimtipp mit exquisiter Spürnase. Sein eigenwilliges Auftreten stellt Mia auf eine harte Probe. Aber auch der Hippie-Detektiv wird bis an seine Grenzen gefordert, denn hinter dem Mord verbirgt sich ein düsteres Geheimnis.
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Herrlich schräger Krimi
Anett H. aus Brandenburg am 05.09.2018
Bewertungsnummer: 1130752
Bewertet: eBook (ePUB)
„Ibiza-Jacques und der Tote im Kräutergarten“ von Thomas Fitzner vom Verlag Edel Elements hat 267 ebook-Seiten, die in 28 Kapitel eingeteilt sind.
Der Schweizer Steuerfahnder Jakob Reinhauser wandert aus und lebt seit vielen Jahren unter dem Namen Ibiza-Jacques mit seinen drei Töchtern, dem Hahn Landvogt Gessler und einem Esel in einer Finca auf Ibiza. Er ist alleinerziehend und hat es nicht immer leicht, seinen ökologischen Lebensstil zu realisieren.
In Rockstar-Tochter Mia Shortcut‘s Kräutergarten findet der Gärtner eine Leiche. Da Jacques vor einiger Zeit einen Diebstahl aufgeklärt hatte, hat Mia ihn engagiert, um den Fall aufzuklären. Da Mia des Mordes verdächtigt wird und die seriösen Ermittler nicht weiter kommen, soll Jacques jetzt in diesem Umfeld recherchieren. Mit steuerfahnderischem Spürsinn geht der die Sache an. Und mit der Hilfe seiner Töchter, die IT-technisch sehr viel versierter sind als er selbst, findet er auch noch mehr heraus.
Als er seinem Uralt Hippie-Freund Sigi Mommsen von den gefundenen Symbolen auf dem Grundstück erzählt, macht dieser sich gleich auf dem Weg, um sie selbst zu sehen. Er warnt Jacques vor dem Teufelskult und vor einer großen Gefahr. Hat Mia etwas damit zu tun? War sie mit dem Toten zusammen in solch einer Sekte?
Bei seinen Recherchen begibt sich Jacques auch selbst in Gefahr. Nachdem er sich etwas umgehört hat, schmiedet er zusammen mit der Polizei einen Plan, um den Mörder zu stellen. Durch seinen unkonventionellen Ermittlungsstil und dem Talent, „falsche“ Fragen zu stellen, kann er den Fall lösen.
Am Ende ist alles „Friede und Fladenbrot“. Wobei ich bis dahin keine Ahnung hatte, wer der Mörder sein könnte. Und eigentlich war mir die Person auch sehr sympathisch.
Ich mag Jacques, wie er etwas abgelegen der konsumorientierten Zivilisation seinen Öko-Traum leben will. Was mit seinen drei Töchtern und einem alten Benzin-VW-Bus nicht immer einfach ist. Er kann sich wunderbar gewählt herablassend ausdrücken.
Herrlich, wie er sich Gedanken über seine Bekleidung macht, um seine Selbstverwirklichungs-Mode darzustellen. Und dem unnahbare Kollegen Alcasser aus der Detektei ist es sichtlich unangenehm, mit Jacques arbeiten zu müssen und gesehen zu werden.
Zwischendurch erfährt man auch ein bisschen über seine Frau und was passiert ist.
Sigi Mommsen ist noch einen Zacken schärfer als Jacques. Man hat den Eindruck, dass er ständig bekifft ist, was er vielleicht auch ist. Und seine Ausdrucksweise deutet auch darauf hin. Da muss man manchmal raten, was er eigentlich sagen will.
Auch die Promi-Familie ist nicht so abgehoben und weltfremd, was sich auch am Schluss des Buches zeigt.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es war eine schöne schräge und spannende Geschichte, mit unterschiedlichen Charakteren, die gut beschrieben waren. Auch etwas Geschichtliches über die Insel und über Rituale und Symbolik konnte man lernen.
Ein charmanter, intelligenter Krimi am besten zu genießen während eines Urlaubs auf einer balearischen Insel
Bewertung aus Kirchbarkau am 19.07.2018
Bewertungsnummer: 1119242
Bewertet: eBook (ePUB)
Thomas Fitzners Roman „Ibiza-Jacques und der Tote im Kräutergarten“ erschien am 7. Juni 2018 bei Edel Elements. Das erhältliche EBook umfasst 346 Seiten.
Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden durch seinen witzigen, auffallenden Titel sowie das farbenfrohe wegweisende Buchcover, das die Hauptperson des Buches zeigt.
Eigentlich lese ich vor allem Bücher anderer Genres, doch ich habe es sehr genossen vom Wege abgekommen zu sein und mit diesem Buche schöne Lesestunden verbracht zu haben.
Inhalt des Buches:
In dieser Krimigeschichte geht es um den Mord an einem jungen Mann, der im Kräutergarten der luxuriösen Villa von Mia Shortcut gefunden wurde. Die genaueren Umstände seines Todes bis hin wie er hierhergekommen ist, sind unklar. Mia Shortcut ist die Tochter eines bekannten Rockstars. Da sich der Mord trotz Polizei und einer Privatdetektei nicht aufklären lässt und auch klar zu sein scheint, dass der Mörder aus dem Umfeld Mia Shortcuts zu stammen scheint, wird der unkonventionelle Spät-Hippie, der unter den Insulanern nur als Ibiza-Jacques bekannt ist, engagiert. Dieser begibt sich nun, da er selber knapp bei Kasse, alleinerziehender Vater dreier Töchter ist auf die Suche nach dem Mörder, bedient sich dabei ungewöhnlicher Methoden und einiger Hippie-Klischees.
Meine Meinung:
Der Einstieg ins Buch gelang leicht, auch wenn gerade das erste Kapitel eine Rückschau ist, die dem Leser erklärt, wie aus dem Schweizer Steuerfahnder Jakob Reinhauser Ibiza-Jacques wurde. Sehr nett ist, dass zu Beginn jeden Kapitels ein zumeist balearisches Sprichwort, das zum jeweiligen Kapitel passt, zu finden ist. Hier ist anzumerken, dass sich Thomas Fitzner allgemein gut mit den balearischen Inseln und insbesondere Ibiza auskennt, wo ja die Handlung dieses Romans stattfindet. Dieses Inselwissen strahlt durchs Buch, ist jedoch nicht überbordernd. Da gibt es nette Anekdoten über beliebte Orte, Plätze und Eigenarten der Insulaner, zur Geschichte, der Kultur im Allgemeinen, aber auch zum Hippiesein auf Ibiza.
Der Schreibstil vom Autor ist gut zu lesen, intellektuell anspruchsvoll ohne übertrieben zu wirken und wird durch viele klasse humorvolle Dialoge aufgeheitert, die Jacques mit diversen Leuten rund um den Mord führt. Alle im Buch vorkommenden Personen wirken trotz leichter Überzeichnungen authentisch und gerade Jacques und seine Familie sind sehr charmant und liebenswert.
Die Lösung des Falles führt einen über mehrere Umwege zu einer klaren und befriedigenden Lösung des Falles, ohne dass man zu früh ahnt, wer der Mörder/ die Mörderin ist.
Dabei wirkt das Ende des Romans wie auch das Leben aus Sicht des Ermittlers offen.
Fazit:
Ein erfrischend humorvoller Krimiroman, der sich leicht liest und spannend geschrieben ist. Er ist bestens gerade als Urlaubslektüre zu genießen. Ich vergebe gute ***** Sterne.
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