Produktbild: Der Metropolist
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Der Metropolist Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

08.07.2019

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

1944 KB

Originaltitel

The Municipalist

Übersetzt von

Astrid Finke

Sprache

Deutsch

EAN

9783641241759

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

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Erscheinungsdatum

08.07.2019

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

1944 KB

Originaltitel

The Municipalist

Übersetzt von

Astrid Finke

Sprache

Deutsch

EAN

9783641241759

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Super Mischung aus Sci-Fi, Humor und Gesellschaftskritik - sehr unterhaltsam

Schnick aus Arcisses am 07.08.2019

Bewertungsnummer: 1235445

Bewertet: eBook (ePUB)

"Typisch. Der erste Kollege, mit dem ich mich anfreundete, und es war ein trinkender Supercomputer." "Der Metropolist" hat mich vor allem angesprochen, weil der Protagonist "Henry" heißt, was mich spontan an Tom Sharpes "Henry Wilt" denken ließ. Dass Henry ein pflichtbewusster, leicht neurotischer Beamter einer amerikanischen Verkehrsbehörde ist, dem eine künstliche Intelligenz zur Seite gestellt wird, um einen Angriff auf ebenjene Behörde aufzuklären, ließ mich gute Unterhaltung und einigen Witz erwarten. Ich wurde im Großen und Ganzen nicht enttäuscht. "Der Metropolist" spielt in nicht allzu ferner Zukunft in den USA und kommt schnell zur Sache. Der Ableger der Verkehrsbehörde in Suitland wird angegriffen und Henry auserkoren, gemeinsam mit OWEN, einer künstlichen Intelligenz, die Hintermänner in Metropolis ausfindig zu machen. OWEN ist ein eigenwilliges Programm, eitel, rauchend, saufend... und beim Anblick von Blut in Ohnmacht fallend. Mir hat die Prämisse des Romans gefallen und Seth Fried hat einen sehr angenehmen Schreibstil, den ich als sehr natürlich empfunden habe. Er hat den Roman aus der Ich-Perspektive geschrieben, was zwar in einigen Szenen die Spannung etwas herausnimmt, weil offensichtlich ist, dass Henry da schon irgendwie rauskommen wird, andererseits ist immer wieder spannend, WIE er aus manchen Situationen herauskommt. Da die Geschichte aus Henrys Perspektive erzählt wird, wird - ganz dem Charakter entsprechend - eher trocken erzählt, was der Geschichte aber zuträglich ist. Was genau "Der Metropolist" ist, lässt sich schwer sagen: Fried liefert eine herrliche Mischung aus Science-Fiction, Utopie bzw. Dystopie (je nachdem, wie man zu Städten wie Metropolis steht. :-D), Abenteuerroman und Gesellschaftskritik. Bei all der Unterhaltung, all dem Witz, den Fried immer wieder präsentiert, ist doch unterschwellig die Frage, wie wir eine "perfekte Welt" verstehen, wie wir sie sehen. Dabei ist interessant, dass Henry, obgleich stets korrekt und regelkonform - also ein Langweiler und Pedant vor dem Herrn -, trotzdem alles in allem positiv rüberkommt. Vielleicht liegt das daran, dass die Welt, in der er lebt, so überspitzt ist, dass einer wie er ein Anker ist, vielleicht liegt es aber auch schlicht daran, dass er "nur" eine Romanfigur ist und wir dank seiner Erzählungen auch wissen, worauf sein Verhalten und sein Denken zurückzuführen ist. Apropos "Welt, in der er lebt": Mein einziger nennenswerter Kritikpunkt ist tatsächlich, dass Seth Fried den Roman so kurz gehalten hat, dass die Welt der Zukunft nur am Rande beschrieben wird. Eine echte Vorstellung davon, wie dieses zukünftige Amerika aussieht, bekommen wir nicht. Das ist ein bisschen schade. Die Leser*innen bekommen letztlich so wenig Anhaltspunkte geliefert, dass es schwer ist, die Leerstellen mit Phantasie zu überbrücken. Gleichzeitig bedeutet dieser Verzicht auf ausführliche Beschreibungen aber auch, dass der Roman sehr straff erzählt ist, und an keiner Stelle in langatmige Beschreibungen ausartet. Dennoch wäre etwas mehr Detailfreudigkeit schön gewesen. Insgesamt hat mich "Der Metropolist" blendend unterhalten. Seth Fried ist ein humorvoller und intelligenter Roman gelungen, der den Spagat zwischen Witz und Gesellschaftskritik hält. "Seine Erklärung enthielt die ganze saubere Kausalität echter Logik - Politik war immer politisch, und mit Hilfe für die Armen verlor man Wahlen. Aber das hätte auch bedeutet, dass unsere Arbeit nichts veränderte, nur verstärkte, was bereits da war."

Super Mischung aus Sci-Fi, Humor und Gesellschaftskritik - sehr unterhaltsam

Schnick aus Arcisses am 07.08.2019
Bewertungsnummer: 1235445
Bewertet: eBook (ePUB)

"Typisch. Der erste Kollege, mit dem ich mich anfreundete, und es war ein trinkender Supercomputer." "Der Metropolist" hat mich vor allem angesprochen, weil der Protagonist "Henry" heißt, was mich spontan an Tom Sharpes "Henry Wilt" denken ließ. Dass Henry ein pflichtbewusster, leicht neurotischer Beamter einer amerikanischen Verkehrsbehörde ist, dem eine künstliche Intelligenz zur Seite gestellt wird, um einen Angriff auf ebenjene Behörde aufzuklären, ließ mich gute Unterhaltung und einigen Witz erwarten. Ich wurde im Großen und Ganzen nicht enttäuscht. "Der Metropolist" spielt in nicht allzu ferner Zukunft in den USA und kommt schnell zur Sache. Der Ableger der Verkehrsbehörde in Suitland wird angegriffen und Henry auserkoren, gemeinsam mit OWEN, einer künstlichen Intelligenz, die Hintermänner in Metropolis ausfindig zu machen. OWEN ist ein eigenwilliges Programm, eitel, rauchend, saufend... und beim Anblick von Blut in Ohnmacht fallend. Mir hat die Prämisse des Romans gefallen und Seth Fried hat einen sehr angenehmen Schreibstil, den ich als sehr natürlich empfunden habe. Er hat den Roman aus der Ich-Perspektive geschrieben, was zwar in einigen Szenen die Spannung etwas herausnimmt, weil offensichtlich ist, dass Henry da schon irgendwie rauskommen wird, andererseits ist immer wieder spannend, WIE er aus manchen Situationen herauskommt. Da die Geschichte aus Henrys Perspektive erzählt wird, wird - ganz dem Charakter entsprechend - eher trocken erzählt, was der Geschichte aber zuträglich ist. Was genau "Der Metropolist" ist, lässt sich schwer sagen: Fried liefert eine herrliche Mischung aus Science-Fiction, Utopie bzw. Dystopie (je nachdem, wie man zu Städten wie Metropolis steht. :-D), Abenteuerroman und Gesellschaftskritik. Bei all der Unterhaltung, all dem Witz, den Fried immer wieder präsentiert, ist doch unterschwellig die Frage, wie wir eine "perfekte Welt" verstehen, wie wir sie sehen. Dabei ist interessant, dass Henry, obgleich stets korrekt und regelkonform - also ein Langweiler und Pedant vor dem Herrn -, trotzdem alles in allem positiv rüberkommt. Vielleicht liegt das daran, dass die Welt, in der er lebt, so überspitzt ist, dass einer wie er ein Anker ist, vielleicht liegt es aber auch schlicht daran, dass er "nur" eine Romanfigur ist und wir dank seiner Erzählungen auch wissen, worauf sein Verhalten und sein Denken zurückzuführen ist. Apropos "Welt, in der er lebt": Mein einziger nennenswerter Kritikpunkt ist tatsächlich, dass Seth Fried den Roman so kurz gehalten hat, dass die Welt der Zukunft nur am Rande beschrieben wird. Eine echte Vorstellung davon, wie dieses zukünftige Amerika aussieht, bekommen wir nicht. Das ist ein bisschen schade. Die Leser*innen bekommen letztlich so wenig Anhaltspunkte geliefert, dass es schwer ist, die Leerstellen mit Phantasie zu überbrücken. Gleichzeitig bedeutet dieser Verzicht auf ausführliche Beschreibungen aber auch, dass der Roman sehr straff erzählt ist, und an keiner Stelle in langatmige Beschreibungen ausartet. Dennoch wäre etwas mehr Detailfreudigkeit schön gewesen. Insgesamt hat mich "Der Metropolist" blendend unterhalten. Seth Fried ist ein humorvoller und intelligenter Roman gelungen, der den Spagat zwischen Witz und Gesellschaftskritik hält. "Seine Erklärung enthielt die ganze saubere Kausalität echter Logik - Politik war immer politisch, und mit Hilfe für die Armen verlor man Wahlen. Aber das hätte auch bedeutet, dass unsere Arbeit nichts veränderte, nur verstärkte, was bereits da war."

Ein „Klemmi“ auf Abwegen

FrauSchafski am 15.09.2019

Bewertungsnummer: 1247456

Bewertet: eBook (ePUB)

Im Fall von „Der Metropolist“ dachte sich der Verlag, er weckt bei der Beschreibung seines Buchs Assoziationen zu einem der Kultfilme schlechthin: Pulp Fiction. Das damit die Erwartungen an den Inhalt ins schier Unermessliche steigen, wird in diesem Fall zum Problem. Wenn ich an Pulp Fiction denke, dann habe ich vor allem schräge, aber einprägsame Charaktere im Kopf, knackige, teils ausufernde, aber immer auch witzige Dialoge und nicht zuletzt eine raffiniert aufgebaute und ineinander verschachtelte Story. Allerdings kommt das, was ich in diesem Buch vorgefunden habe, nicht einmal Ansatzweise an den Kultfilm ran. Schon der Einstieg war furchtbar zäh. Der Protagonist Henry ist ein „Klemmi“, wie er treffenderweise bezeichnet wird. Nun ist ein solcher Status tatsächlich die beste Grundlage für eine rasante Weiterentwicklung, das gebe ich gerne zu. Aber es ist wirklich nicht notwendig, diesen Umstand über fast ein Drittel des Buches mit gähnend langweiligen Fachsimpeleien über Stadtplanung, Verwaltungsarbeit und Lokomotiven auszuführen. Als schließlich endlich etwas Bewegung in die Handlung kommt, wird dies mit dem Auftauchen der künstlichen Intelligenz OWEN gefeiert. (Warum dieser Name durchgehend großgeschrieben wird, ist mir ein Rätsel, denn die Abkürzung, für die die Buchstaben potenziell stehen könnten, wird nirgendwo erläutert.) OWEN soll nun Klemmi Henry und seinen total wichtigen Auftrag (rette die Stadt) aufmischen. Allerdings verstehe ich darunter nicht, einen Kalauer an den anderen zu reihen, währenddessen zu saufen und mit möchtegern-komischen Projektionen aufzuwarten. Hinzu kommt, dass dabei eine unlogische Sache auf die nächste folgt, Dinge als gegeben hingenommen werden, die völlig hirnrissig sind, und zugunsten des „Irgendwie müssen wir ja jetzt aus der Sache wieder raus kommen“ die Handlung immer haarsträubender und konstruierter wird. Mehrmals stand ich kurz davor, das Buch abzubrechen, weil es mir schlichtweg zu dämlich wurde. Doch letztlich habe ich dann doch bis zum Ende durchgehalten, was mich nur bedingt versöhnen konnte. Fazit: Der Verweis auf Pulp Fiction hat meine Meinung zum Buch zusätzlich geschmälert. Dadurch konnte ich Handlung und Charaktere nicht mehr neutral betrachten, sondern verglich sie unweigerlich ständig mit dem angeblichen filmischen Äquivalents - und da konnte „Der Metropolist“ quasi nur verlieren. Dieser Marketingkniff ging für mich also völlig in die Hose, weswegen ich nur 2/5 Sternen vergebe.

Ein „Klemmi“ auf Abwegen

FrauSchafski am 15.09.2019
Bewertungsnummer: 1247456
Bewertet: eBook (ePUB)

Im Fall von „Der Metropolist“ dachte sich der Verlag, er weckt bei der Beschreibung seines Buchs Assoziationen zu einem der Kultfilme schlechthin: Pulp Fiction. Das damit die Erwartungen an den Inhalt ins schier Unermessliche steigen, wird in diesem Fall zum Problem. Wenn ich an Pulp Fiction denke, dann habe ich vor allem schräge, aber einprägsame Charaktere im Kopf, knackige, teils ausufernde, aber immer auch witzige Dialoge und nicht zuletzt eine raffiniert aufgebaute und ineinander verschachtelte Story. Allerdings kommt das, was ich in diesem Buch vorgefunden habe, nicht einmal Ansatzweise an den Kultfilm ran. Schon der Einstieg war furchtbar zäh. Der Protagonist Henry ist ein „Klemmi“, wie er treffenderweise bezeichnet wird. Nun ist ein solcher Status tatsächlich die beste Grundlage für eine rasante Weiterentwicklung, das gebe ich gerne zu. Aber es ist wirklich nicht notwendig, diesen Umstand über fast ein Drittel des Buches mit gähnend langweiligen Fachsimpeleien über Stadtplanung, Verwaltungsarbeit und Lokomotiven auszuführen. Als schließlich endlich etwas Bewegung in die Handlung kommt, wird dies mit dem Auftauchen der künstlichen Intelligenz OWEN gefeiert. (Warum dieser Name durchgehend großgeschrieben wird, ist mir ein Rätsel, denn die Abkürzung, für die die Buchstaben potenziell stehen könnten, wird nirgendwo erläutert.) OWEN soll nun Klemmi Henry und seinen total wichtigen Auftrag (rette die Stadt) aufmischen. Allerdings verstehe ich darunter nicht, einen Kalauer an den anderen zu reihen, währenddessen zu saufen und mit möchtegern-komischen Projektionen aufzuwarten. Hinzu kommt, dass dabei eine unlogische Sache auf die nächste folgt, Dinge als gegeben hingenommen werden, die völlig hirnrissig sind, und zugunsten des „Irgendwie müssen wir ja jetzt aus der Sache wieder raus kommen“ die Handlung immer haarsträubender und konstruierter wird. Mehrmals stand ich kurz davor, das Buch abzubrechen, weil es mir schlichtweg zu dämlich wurde. Doch letztlich habe ich dann doch bis zum Ende durchgehalten, was mich nur bedingt versöhnen konnte. Fazit: Der Verweis auf Pulp Fiction hat meine Meinung zum Buch zusätzlich geschmälert. Dadurch konnte ich Handlung und Charaktere nicht mehr neutral betrachten, sondern verglich sie unweigerlich ständig mit dem angeblichen filmischen Äquivalents - und da konnte „Der Metropolist“ quasi nur verlieren. Dieser Marketingkniff ging für mich also völlig in die Hose, weswegen ich nur 2/5 Sternen vergebe.

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Der Metropolist

von Seth Fried

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