Produktbild: Räuber

Räuber Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

08.03.2021

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

544 (Printausgabe)

Dateigröße

1551 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641267100

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
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Erscheinungsdatum

08.03.2021

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

544 (Printausgabe)

Dateigröße

1551 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641267100

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  • Lesendes Federvieh

    aus München

    5/5

    09.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Moderne Ganovengeschichte

    Boomende Immobilienpreise und steigende Mieten sind im heiß umkämpften Berliner Wohnungsmarkt längst keine Ausnahme mehr, sondern die Regel. Dass die soziale Säuberung im Rahmen der Gentrifizierung jedoch zahlreiche Familien ihres Zuhauses beraubt, die in heruntergekommene Wohnungen an den Rand der Stadt gedrängt werden, wird billigend in Kauf genommen. Eva Ladipo verleiht in "Räuber" denjenigen eine Stimme, die ihrer so lange beraubt wurden: den Verdrängten. In Gestalt des für seinen Job viel zu intelligenten jungen Bauarbeiters Olli Leber, seiner verhärmten, vom Leben gezeichneten Mutter sowie seines Cousins Mark, der seine kriminelle Vergangenheit für einen eigenen Frisörsalon hinter sich gelassen hat und den Mietern der Nummer 9 taucht man in den bitteren Kampf um Stolz, Würde und Wohnraum ein. Unterstützung in seinem Bestreben die Sozialwohnung seiner Mutter vor dem Abriss zu bewahren, findet Olli unverhofft in Person der bekannten Journalistin Amelie Warlimont, die unter der Enge ihrer Ehe leidet und obendrein alte Rechnungen mit der Stadt zu begleichen hat. Spielerisch, geradezu fließend wechseln die Erzählperspektiven, denn oftmals verweilt man in der gleichen Szenerie, während sich lediglich der Fokus ändert. Jedoch hat dieser minimale Schwenk der Aufmerksamkeit große Wirkung, da man hierdurch zwischen gänzlich unterschiedlichen Lebenssituationen, Einkommensstufen sowie Herkunftsklassen changiert und das innerhalb eines Wimpernschlages. Mit journalistischer Präzision gelingt es Eva Ladipo die tief verwurzelten Fäden der Gentrifizierung am Beispiel des Berliner Wohnungsmarktes aufzudröseln und sie eingebettet in eine moderne Ganovengeschichte inklusive romantischer Liason im Stile von Bonnie und Clyde verständlich zugänglich zu machen. Denn soziale Ungerechtigkeit ist kein Problem der Unterschicht, sondern eines unserer Gesellschaft, das es anzugehen gilt.

  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    5/5

    29.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die eigenen 4 Wände müssen bezahlbar bleiben!

    Als ich die letzte Seite gelesen habe und mir innerlich schon ein sehr gutes Urteil über den Roman zurechtfrikelte, da kam auch Verwunderung hoch. Denn, der Roman ist im März erschienen und hat noch keine Lawine ausgelöst! Warum nicht? Eva Ladipo hat mit „Räuber“ einen so aktuellen und packenden Roman geschrieben, dass sucht momentan in der deutschen Literatur seinesgleichen aus meiner Sicht! Wer über das russische Steuersystem promovieren kann, ist scheinbar hochqualifiziert ein so komplexes Thema wie das Recht auf Wohnen in einen unterhaltsamen, spannenden, gar lustigen Roman zu packen. Die Geschichte spielt mitten in Berlin und zeigt die Miesere auf, die viele umtreibt: der vernachlässigte Sozialbau und die Gentrifizierung, durch die viele weniger Gutverdienende aus ihren eigenen Stadtvierteln vertrieben werden. In „Räuber“ treffen wir auf Olli Leber von Beruf Bauarbeiter und nun auch noch bald verstoßen aus den eigenen 4 Wänden. Dieser tut sich mit der Journalistin Amelie Warlimont zusammen, die diesen Ausverkauf der Menschlichkeit schon länger als Thema umtreibt und auch als Mutter zweier Kinder hier einen anderen Blickwinkel hat. Außerdem mischt Falk Hagen mit, der alternde Finanzsenator Berlins. Diese drei Wege kreuzen sich wegen des Verkaufs von sozialem Wohnraum an einen europäischen Immobilienkonzern und entwickelt sich zu einem richtigen Krimi! Die Charaktere sind rund ausgestaltet und besonders überzeugt hat mich, dass es keine Schwarz-Weiß-Figuren gibt. Nicht die Immobilienbranche auf der einen und die armen Mittellosen auf der anderen Seite. Die Protagonisten sind gut gewählt und geben dem Stoff eine fiktive, aber sehr lebendige Bühne um das Thema der Wohnungsnot plastisch zu machen. Wer mit dem etwas dickeren Werk hadert, keine Sorge! Die über 500 Seiten lesen sich schnell weg und als Lesende:r sollte man froh sein, dass Eva Ladipo nicht weniger kluge und unterhaltsame Seiten zu Papier gebracht hat! Natürlich ist Berlin hier ein zentrales Thema, deshalb spricht das Buch sicher die Berliner und die, die es werden wollen besonders an, aber auch allen anderen Großstädtern sei dieses Buch ans Herz gelegt. Denn Berlin steht hier exemplarisch für alle großen Städte in Deutschland, das Problem ist ein bundesweites. Eva Ladipo ist eine Autorin, der ich einen riesigen Erfolg mit diesem Werk wünsche und die ich im Auge behalte. Mögen noch viele tolle Bücher aus ihrer Feder folgen.

  • Bewertung

    aus Euskirchen

    5/5

    22.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kampf um Gerechtigkeit

    In dem Roman "Räuber" von Eva Lapido spiegelt sich das Wahre Leben wider. Der 25jährige Olli wohnt mit seiner Mutter als Hartz-4 Empfänger in einer Sozialwohnung. Als das Schicksal wieder einmal zuschlägt und beiden der Verlust ihrer Wohnung droht und somit für sie das Wohnen in Berlin unbezahlbar wird, trifft Olli einen Entschluss. Dieses Mal will er nicht kampflos das Feld räumen und findet in der Journalistin Amelie Warlimont eine Mitstreiterin für mehr Gerechtigkeit. Ich konnte mich beim Lesen des Buches immer wieder in die Hauptfiguren hineinversetzen. Wer diesen Roman liest, bekommt vielleicht auch den Mut, um gegen Ungerechtigkeiten im Leben zu kämpfen. Voller Spannung und vielen Überraschungen taucht der Leser in eine Welt, die heute leider Realität ist. Eine Welt, in der der kleine Mann immer mehr zum Verlierer wird und die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander geht. Von der Politik verlassen und der Skupllosigkeit großer Immobilienspekulanten werden Familien an den Rand ihrer Existenz gedrängt. Ich kann dieses Buch jedem Leser empfehlen, der auch einmal auf die andere Seite des Lebens schauen möchte und nicht nur immer in Geschichten eintauchen will , die einem nur den Traum einer schönen Welt vorgaukelt. Einen Traum, der sich für die meisten normalen Menschen nie erfüllen wird.

  • POR

    5/5

    04.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spekulanten

    Berlin. Junger Bauarbeiter kämpft gegen einen Bauspekulanten um seine Wohnsiedlung. Er hat zwei Wochen Zeit mehr Geld aufzutreiben als er jemals verdienen kann. In der Journalistin Amelie Warlimont findet er Unterstützung beim Kampf gegen den Rausschmiss. Immer näher kommen sich Olli Leber und die junge Mutter, sowohl im Kampf als auch persönlich. Ihr Gegenspieler, der ehemalige Bausenator Falk Hagen ahnt nicht, dass die beiden ziemlich rasch in sein Privatleben eindringen werden. Schon das Buchcover gefällt mir. Das Wort Räuber in 3D Blockbuchsstaben stellt eindrucksvoll die Wohnsiedlung dar. In hellem Gelb blinkt das Buch dem Leser entgegen. Leichte schwarze Striche deuten Fenster und Türe an. Zentral steht ein Kleinlastwagen mit offener Tür im Zentrum des Geschehens. Olli Leber ist sofort sympathisch. Sein Kampf gegen die Spekulanten zieht den Leser mit jeder Seite weiter in seinen Bann. Seine Aktionen sind durchdacht, er ist geistreich, hochintelligent und weiß seine Erfahrungen auch einzusetzen. Seine Unterstützerin Amelie will nicht Hausfrau und Mutter bleiben. Sie wird zur Kämpferin gegen die Ungerechtigkeit und überraschend (für sie) auch zur Liebhaberin. Die Geschichte über Bauspekulationen ist nicht neu, aber in diesem Buch stimmig. Die Personen sind wirklichkeitsnah beschrieben und werden einem schnell bekannt. Die Spannung wird stetig aufgebaut und bis zum Schluss aufrecht gehalten. Ich habe das Buch in einer Nacht durchgelesen und kann es wirklich weiterempfehlen.

  • Bewertung

    5/5

    24.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Empathisch

    Was mich dazu brachte dieses Buch aufzuschlagen und was mich am Ende auch von dem Buch überzeugte, ist das für einen Roman doch ungewöhnliche Thema: der großstädtische Immobilienmarkt. In den Nachrichten omnipräsent, ist Eva Ladipo für mich die erste Autorin, die im Berliner Wohnungswahnsinn Potenzial für einen unterhaltsamen Roman erkennt - das Buch zeigt, dass sich ihr Mut lohnt. Dabei ist das Thema nicht nur Kulisse und oberflächlich angeschnitten. Ladipo schreckt nicht davor zurück juristische Fachbegriffe zu verwenden und komplexen, politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen eine wichtige Rolle zu geben. Sie erklärt es nur alles so, dass es verständlich und Grundlage für einen Roman wird, der trotz trockenem, unliebsamen Thema spannend und emotional ist. Das gelingt ihr vor allem durch die Figuren, die sie fein durchdacht und fassettenreich zeigt. Weder sind es die großen Helden, noch die eindeutigen Bösewichte, sondern alltägliche Menschen irgendwo dazwischen. Genau das macht sie nahbar. So kann ich als Leser verstehen, wenn der Bauarbeiter Olli mittellos und von der Gesellschaft abgehängt, bereit ist einen aussichtslosen Kampf für seinen und den Stolz seiner Mutter zu fechten. Ich kann nachempfinden, warum Amelie, Journalistin und zweifache Mutter, sich in diesen Kampf einmischt. Und ich kann dank des empathischen Schreibstils und Ladipos differenzierendem Blick auf das Thema sogar die Perspektive des in dieser Geschichte mutmaßlich bösen Immobilienhais nachvollziehen. Mir bleibt keine andere Wahl als über die stolzen, aber nicht langatmigen 544 Seiten hinweg mitzufühlen und zu fiebern, gespannt darauf, wie dieser vermeintlich bereits im Vornherein entschiedene Kampf von David gegen Goliath am Ende ausgeht. Ich wurde damit von Anfang bis Ende viel besser unterhalten, als ich vorher zu hoffen gewagt hatte. Das Thema macht das Buch keineswegs trocken, sondern wirbt vielmehr für mehr von Vorurteilen befreite Empathie zwischen Menschen aller Gesellschaftsschichten und macht auf seine ganz eigne, unterhaltsame, aber gut recherchierte, tiefgreifende Weise auf das Thema Verdrängung und Wohnungsnot aufmerksam.

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