Jake De Long (Martin McCann), einer der besten Hacker der Welt, und seine Gruppe befinden sich auf einer Lebensmission: die Entführung von vier global einflussreichen Persönlichkeiten. Das Ziel ist es, sie dazu zu bringen, ihre Umweltsünden und die Ausbeutung des Planeten zu gestehen, während sie live über Jakes Website im Internet übertragen werden. Die Zuschauer sollen entscheiden – schuldig oder nicht…
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Review: „Dark Justice – Du entscheidest! [Bluray]“
Bewertung aus Kottgeisering am 06.01.2021
Bewertungsnummer: 1423206
Bewertet: BluRay (Blu-ray)
Titel: Dark Justice – Du entscheidest!
Format: Bluray
Release: 14.01.2021
FSK: 12
Bild: 2,38:1 (HD 1080/24p)
Audio: dt., engl.: 5.1 DTS-HD MA
Lauflänge: 87min.
Cast: Martin McCann, Pascale Bussières, Astrid Roos, Danny Ashok, Julian Black Antelope, Désirée Nosbusch, Philippe Duclos, Mai Duong Kieu, Jonathan Harden, Tara Klassen, Elisabet Johannesdottir, Julian Nest
Regie: Pol Cruchten
Extras: Trailer
Publisher: EuroVideo Medien GmbH
IMDB: -
OFDB: -
Fazit Film:
Netter Film, der leider komplett inkonsequent ist.
Die Idee, des 2019 verstorbenen Regisseurs Pol Cruchten, der Gesellschaft, den Medien und den Konzernen aufzuzeigen, wie fahrlässig mit der Umwelt, dem ganzen Planeten und dessen Bewohnern zu Gunsten des Profits und der Gier umgegangen wird ist nicht neu, aber immer gern gesehenes, da doch sehr wichtiges Thema.
So ist der Anfang doch auch recht interessant: es werden beispielhaft 4 verantwortliche Personen entführt und in einem (wie sich später herausstellt gar nicht so) geheimen Raum verschleppt, in welchem sie sich Videokameras gegenüber verantworten und erklären sollen. Die Umwelt-Hack-tivisten zeigen allerlei Bildmaterial und kopierte Mailkorrespondenzen auf den Bildschirmen und damit gleichzeitig der ganzen Internetwelt, deren User darüber urteilen sollen, ob die anwesenden Personen (mit-)schuldig am weltweiten Umweltdilemma sind oder nicht.
Parallel versucht die Polizei, nebst privatem Eingriff-Trupp, die Situation in den Griff zu bekommen. Im Verlaufe der Geschichte erfährt der Zuschauer dann aber, neben einigen Wirrungen, dass die Privatsöldner die ganze Zeit längst zum Versteck hätten gehen können und das eine der „gefangenen“ Personen mit den Entführern zusammenarbeitet. Schlussendlich werden die Geiseln einfach freigelassen und der vermeintlich verhaftete Anführer entkommt doch noch, um weiterhin sein rechtes Unwesen zu treiben.
Der Film hat so seine Momente, aber im grossen und ganzen möchte er mehr, als er liefert.
So sind die großspurigen Entführer und Verteidiger der Umwelt zwar offenkundig guten Willens, aber am Ende doch nur halbherzig dabei, denn es gibt keinerlei Konsequenzen für die „Bösen“. Wenn auch am Ende des Films eingebettete Nachrichten verkünden, dass die betroffenen Konzerne Milliarden verloren haben sollen und Köpfe, business-wise, rollten, hat der Zuschauer ein unbefriedigendes Gefühl ab ungefähr der Hälfte des Films, weil zwar viel Trara gemacht wird, aber ausser einem dubiosen Zähler auf Bildschirmen im Hintergrund, der die Meinung der, den dramatischen Streaming verfolgenden, User wiederspiegeln soll, wird nie ersichtlich, was denn nun mit den Verantwortlichen wirklich passieren soll. Schliesslich gab es diese ausgeklügelte Entführung, die Vorbereitung des Verstecks, das ganze technische Hickhack, usw. und dann sitzen sie alle in zwei getrennten Räumen nur rum und reden mehr oder weniger schlau daher.
Der Zuschauer erfährt zwar ein wenig über die Umweltkatastrophen, diese sind aber jedem halbwegs informierten Menschen eh schon bekannt – nichts desto trotz sollte auf diese immer wieder aufmerksam gemacht werden, schon richtig, aber hier wirkt es so aufgesetzt. Davon ab wirkt die schauspielerische Leistung aller Beteiligten leider sehr mäßig. Ein K.O.-Schlag wirkt wie im Laienschauspieltheater: Schlag, 2 Sekunden später reagiert das Opfer („oh, ich muss ja umkippen“), Unterhaltungen wirken, als wenn jemand hinter der Kamera jedesmal ein Stichwort vorgibt, usw.
Ein wohlgemeinter Film, der aber leider Gottes nicht wirklich das transportiert, was sich die Beteiligten wohl erhofft hatten.
Fazit Technik:
Technisch ist die Bluray recht gut umgesetzt. Ein meist gutes Bild begleitet den Zuseher düster durch’s Geschehen und der Soundtrack untermalt das Bildgeschehen durchweg passend. Extras sind ausser Trailern leider keine vorhanden. PC-Guckern wird evtl. die Ansicht erschwert, da die Bluray region-locked ist (Region B).
Der Publisher macht mit der Produktion (Pressung, Cover, Artwork, Trailer-Schnitt, etc.) an sich alles richtig.
Wertung: 3.5 von 6
Screenshots: -
Trailer: -
genutzte Hardware:
– TV: Samsung TV UE32K5579SUXZG (32 Zoll, Full HD), Bluray-Player SONY BDP-s1700 Smart icos
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