Produktbild: Mann im Mond

Mann im Mond Erzählungen

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

25.01.2023

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

5756 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Rebekka Zeinzinger

Sprache

Deutsch

EAN

9783104916019

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

25.01.2023

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

5756 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Rebekka Zeinzinger

Sprache

Deutsch

EAN

9783104916019

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Einfühlsam erzählte Geschichten über Heranwachsende, die nachhallen

Ingrid aus Erkelenz am 29.01.2023

Bewertungsnummer: 1869405

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Buch „Mann im Mond“ von Lana Bastašić vereinen sich zwölf Erzählungen, die einzig durch ihr Eigentümlichkeit und dem kindlichen Alter ihrer ProtagonistInnen verbunden sind. Es sind Geschichten rund um Furcht und Angst in ihrer vielfältigen Form und zeigen die Reaktionen des betroffenen Kinds, manche männlich, aber meist weiblich. Die Handlungen siedelt die Autorin zu verschiedenen Zeiten an ohne eine genaue Einordnung vorzunehmen. Beispielsweise spielt die titelgebende „Mann im Mond“-Erzählung zur Zeit der ersten Mondlandung Ender der 1960er und „Papa kommt heim“ vermutlich im Dezember 1995 als der Bosnienkrieg beendet war. Social Media oder auch nur ein Handy sind keine Themen im Buch. Mich erinnerten die Geschichten an meine eigene Kindheit und die Unsicherheiten, die ich damals empfunden habe. Jedoch treibt Lana Bastašić die Situation immer wieder auf die Spitze, übertreibt und lässt sie abstrus enden. Aber vorher erleben die Kinder Sorge und Beklemmung. Sie leben mit einem Vater, der gewalttätig wird, an sich selbst Hand anlegt oder provoziert. Andere erfahren eine alkoholisierte Mutter oder eine bei der das Kind für andere zurückstehen muss. Die Kinder stellen sich solche Fragen wie zum Beispiel, was die Folge sein wird, wenn das oder jenes passiert oder wenn es selbst das oder jenes tut. Wird darüber jemand böse sein und es bestrafen? Ob solches, was es selbst beobachtet, alltäglich ist oder einmalig? Ihre Fragen stellen sie niemandem, sie bleiben unbeantwortet, denn das Kind kann nicht ermessen, ob die Frage selbst Ärger auslösen wird. Aus den Geschichten liest sich heraus, dass es besser zu sein scheint, sich so zu verhalten wie allgemein angemessen. Aber wie kann ein Kind wissen, was angebracht ist? Die Unsicherheit, das Nichtwissen verbunden mit Unerfahrenheit sammelt sich zu einer Mischung, die einige Male explodiert und zu Reaktionen führt, die beängstigen und dem Lesenden nicht nur die Absurdität vor Augen führen, sondern auch zu rufen scheinen: nehmt uns Kinder wahr, erklärt uns die Welt und sorgt für unser geistiges und körperliches Wohl. Die Erzählungen im Band „Mann im Mond“ von Lana Bastašić bestechen durch die ungewöhnlichen Handlungen, die die kindlichen Hauptfiguren als Reaktion auf ihr Umfeld zeigen. Sie brachten mich zum Nachdenken über soziale Gerechtigkeit, Erziehungsstile und unsere Verantwortung gegenüber Schwächeren. Es sind Geschichten, die nachhallen und daher empfehle ich sie gerne weiter.

Einfühlsam erzählte Geschichten über Heranwachsende, die nachhallen

Ingrid aus Erkelenz am 29.01.2023
Bewertungsnummer: 1869405
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Buch „Mann im Mond“ von Lana Bastašić vereinen sich zwölf Erzählungen, die einzig durch ihr Eigentümlichkeit und dem kindlichen Alter ihrer ProtagonistInnen verbunden sind. Es sind Geschichten rund um Furcht und Angst in ihrer vielfältigen Form und zeigen die Reaktionen des betroffenen Kinds, manche männlich, aber meist weiblich. Die Handlungen siedelt die Autorin zu verschiedenen Zeiten an ohne eine genaue Einordnung vorzunehmen. Beispielsweise spielt die titelgebende „Mann im Mond“-Erzählung zur Zeit der ersten Mondlandung Ender der 1960er und „Papa kommt heim“ vermutlich im Dezember 1995 als der Bosnienkrieg beendet war. Social Media oder auch nur ein Handy sind keine Themen im Buch. Mich erinnerten die Geschichten an meine eigene Kindheit und die Unsicherheiten, die ich damals empfunden habe. Jedoch treibt Lana Bastašić die Situation immer wieder auf die Spitze, übertreibt und lässt sie abstrus enden. Aber vorher erleben die Kinder Sorge und Beklemmung. Sie leben mit einem Vater, der gewalttätig wird, an sich selbst Hand anlegt oder provoziert. Andere erfahren eine alkoholisierte Mutter oder eine bei der das Kind für andere zurückstehen muss. Die Kinder stellen sich solche Fragen wie zum Beispiel, was die Folge sein wird, wenn das oder jenes passiert oder wenn es selbst das oder jenes tut. Wird darüber jemand böse sein und es bestrafen? Ob solches, was es selbst beobachtet, alltäglich ist oder einmalig? Ihre Fragen stellen sie niemandem, sie bleiben unbeantwortet, denn das Kind kann nicht ermessen, ob die Frage selbst Ärger auslösen wird. Aus den Geschichten liest sich heraus, dass es besser zu sein scheint, sich so zu verhalten wie allgemein angemessen. Aber wie kann ein Kind wissen, was angebracht ist? Die Unsicherheit, das Nichtwissen verbunden mit Unerfahrenheit sammelt sich zu einer Mischung, die einige Male explodiert und zu Reaktionen führt, die beängstigen und dem Lesenden nicht nur die Absurdität vor Augen führen, sondern auch zu rufen scheinen: nehmt uns Kinder wahr, erklärt uns die Welt und sorgt für unser geistiges und körperliches Wohl. Die Erzählungen im Band „Mann im Mond“ von Lana Bastašić bestechen durch die ungewöhnlichen Handlungen, die die kindlichen Hauptfiguren als Reaktion auf ihr Umfeld zeigen. Sie brachten mich zum Nachdenken über soziale Gerechtigkeit, Erziehungsstile und unsere Verantwortung gegenüber Schwächeren. Es sind Geschichten, die nachhallen und daher empfehle ich sie gerne weiter.

Abgründige Kindheitsperspektiven

Bewertung am 25.02.2023

Bewertungsnummer: 1887922

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Abgründige Kindheitsperspektiven sind der Kern von Lana Bastašićs Erzählungen. Die erzählenden Kinder sind unschuldig-naiv, wütend, sie schlängeln sich durch und die Welt, die sie vorfinden, sie ist nicht schön. Angenehme Lektüre ist Mann im Mond nicht und die Schwere brechender Humor ist kaum zu finden. Bastašić entromantisiert die Kindheit als ein heiler Ort. Sie zeichnet in ihren zwölf Kurzgeschichten ein beklemmendes Bild, dessen Hintergründe für die Kinder sowie uns Leser:innen nur in Andeutungen vorkommen. Genauso wie sie, verstehen wir nicht, warum die Erwachsenen in den Geschichten so stumpf sind, so mit sich beschäftigt, dass sie gar nicht merken, wie sie mit ihren Kindern umgehen, was sie ihnen weitergeben und was für Spuren das hinterlassen kann. Die Erwachsenen sind eine wütende Gefahr, sie schämen sich, sie kritisieren, sie überschreiten Grenzen, sie sind gestorben, sie werden sterben oder sie sehen die Kinder einfach nicht. Wir müssen uns hinzudenken, was mit den Erwachsenen los ist, was mit ihnen mal war. Und wir müssen es aushalten, dass ihre Macht nicht in allen Geschichten zu schrumpfen beginnt. Erst die letzte Geschichte macht explizit, was meines Erachtens wesentlich ist. Die Geschichten spielen in Bosnien, viele sind von den Kriegen und der Nachkriegszeit geprägt, auch wenn die beschriebenen Kindheitsperspektiven universeller sind, als uns lieb ist.

Abgründige Kindheitsperspektiven

Bewertung am 25.02.2023
Bewertungsnummer: 1887922
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Abgründige Kindheitsperspektiven sind der Kern von Lana Bastašićs Erzählungen. Die erzählenden Kinder sind unschuldig-naiv, wütend, sie schlängeln sich durch und die Welt, die sie vorfinden, sie ist nicht schön. Angenehme Lektüre ist Mann im Mond nicht und die Schwere brechender Humor ist kaum zu finden. Bastašić entromantisiert die Kindheit als ein heiler Ort. Sie zeichnet in ihren zwölf Kurzgeschichten ein beklemmendes Bild, dessen Hintergründe für die Kinder sowie uns Leser:innen nur in Andeutungen vorkommen. Genauso wie sie, verstehen wir nicht, warum die Erwachsenen in den Geschichten so stumpf sind, so mit sich beschäftigt, dass sie gar nicht merken, wie sie mit ihren Kindern umgehen, was sie ihnen weitergeben und was für Spuren das hinterlassen kann. Die Erwachsenen sind eine wütende Gefahr, sie schämen sich, sie kritisieren, sie überschreiten Grenzen, sie sind gestorben, sie werden sterben oder sie sehen die Kinder einfach nicht. Wir müssen uns hinzudenken, was mit den Erwachsenen los ist, was mit ihnen mal war. Und wir müssen es aushalten, dass ihre Macht nicht in allen Geschichten zu schrumpfen beginnt. Erst die letzte Geschichte macht explizit, was meines Erachtens wesentlich ist. Die Geschichten spielen in Bosnien, viele sind von den Kriegen und der Nachkriegszeit geprägt, auch wenn die beschriebenen Kindheitsperspektiven universeller sind, als uns lieb ist.

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Mann im Mond

von Lana Bastašić

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