Eine Leiche? Keine Anhaltspunkte? Keine Zeugen? Max, ein Afghanistan-Veteran, macht sich auf die Suche nach seinem Freund und entdeckt, dass Björn nicht der einzige Obdachlose ist, der spurlos verschwand. Die Nachforschungen führen Max in ein baufälliges Krankenhaus, am Rande der Stadt. Er ist perfiden Machenschaften auf der Spur, deren Ausmaße sich zu einem realistischen Albtraum entwickeln, aus dem es kein Entkommen gibt. EXITUS: Die Vergessenen, nichts ist so, wie es scheint. Tatsachen, die uns alle betreffen.
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„Es war still, so still, dass sie ihren Puls in den Schläfen hämmern hörte“.
ginnykatze am 01.04.2023
Bewertungsnummer: 1912823
Bewertet: eBook (ePUB)
Max ist obdachlos, warum das so ist, ist ein lange Geschichte. Als Bundeswehrsoldat im Einsatz in Afghanistan hat er Dinge erlebt, die kein Mensch wirklich genau wissen möchte. Nachdem ihn noch ein erneuter Schicksalsschlag traf, beschloss er, sich auszugrenzen. Aber das Leben als Obdachloser ist ja nicht immer nur schlecht. So hat Max einen ganz tollen Hund an seiner Seite, Whiskey ist sein treuer Begleiter. Auch Björn ist obdachlos und ein guter Freund geworden. Aber Björn erzählt viel wenn der Tag lang ist und als er von verschwundenen Berbern erzählt, die nach seiner Meinung entführt wurden, glaubt ihm Niemand. Doch dann verschwindet Björn selbst. Max, der sich heftige Vorwürfe macht, kann ihn nicht finden. Aber zur Polizei will er auch nicht gehen, glauben die doch seinesgleichen kein Wort.
Cora ist Mutter aus Leidenschaft und nun muss sie plötzlich allein für ihren Lebensunterhalt aufkommen. Ihre Freundin Sina verhilft ihr zu einem Job im Krankenhaus. Aber es ist kein Krankenhaus, jedenfalls nicht in dem Sinne, wie wir es kennen. Cora ist begeistert, kann sie doch in ihrem erlernten Beruf arbeiten. Krankenschwester ist ihre Berufung. So fängt sie ihren Job an und der erste Tag ist gespickt mit Vorkommnissen, die sie so nicht versteht. Sie ist völlig am Boden zerstört, als sie einen Patienten vorfindet, der in ihren Augen tot ist. Aber ist das auch so? Sie geht zu Dr. Steinmann, der so gar nicht begeistert ist und sofort einen Verweis in ihre Akte schreiben will. Alles ist so anders, ist sie doch schon zu lange aus ihrem Beruf heraus, fragt sich Cora?
Dann ist da noch Johanna, sie erzählt uns aus ihrem Leben, aber ist es ihr Leben? Sie ist vergesslich und sie weiß überhaupt nicht, wo sie ist. Die Tür ist verschlossen und so verfällt sie immer wieder in Tagträume, oder ist es die Wahrheit?
Fazit: Die Autorin Lena Sander nimmt uns in ihrem Thriller mit in die Tiefen der Psyche. Sehr geschickt und genau erfahren wir, was der Wahrheit entspricht und was nur Träume sind. Nichts ist so, wie es zu sein scheint. Aber immer wieder passiert Unvorhersehbares, was mich als Leser mitbangen und zittern lässt. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren. Der Schreibstil ist toll und lässt sich sehr flüssig lesen. Die Spannung, die sich ganz langsam aufbaut, hält das ganze Buch über. Jedes noch so kleinste Detail wird haargenau erklärt. Jeder lose Faden wird fein säuberlich aufgewickelt. Das gefällt mir sehr gut. Allen Protagonisten verleiht die Autorin ein eigenes Gesicht. Ich habe sie alle vor mir. Mein Liebling ist hier eindeutig Johanna, die fand ich ganz toll herausgearbeitet. Auch Cora, Max und Tweet, alle haben sie ihre Eigenständigkeit und gefallen mir. Wir dürfen teilhaben an dem, was sie gerade fühlen und durchmachen. Gänsehaut lief mir bei manchen Szenen über den Rücken.
Ein sehr guter Thriller, den ich mit Begeisterung gelesen habe, daher kommen hier von mir fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Hinter jedem Thriller steckt ein Fünkchen Realität...
Pimpysbücherwelt aus Gaggenau am 20.06.2022
Bewertungsnummer: 1733576
Bewertet: eBook (ePUB)
Ich liebe (Psycho-)Thriller, bei denen ich schier das Atmen vergesse, ich mich frage: ist das alles noch Fiktion oder schon Realität? So ging es mir auch bei "Exitus" von Lena Sander, das mir zeitweise den Atem geraubt hat und bei dessen Nachwort mir die Spucke wegblieb, als ich gelesen hab, auf was Lena bei ihren Recherchen gestoßen ist.
In ihrem Thriller „Exitus“ geht es um Max, einen Afghanistan-Veteran, der sich auf die Suche nach seinem obdachlosen Kumpel Björn macht, der spurlos verschwunden ist. Und er ist nicht der Einzige, der wie vom Erdboden verschluckt ist. Bei seiner Suche stößt Max am Stadtrand auf ein verlassenes Krankenhaus und es scheint, als sei es der Schlüssel zu den Vermissten. Er ist Machenschaften auf der Spur, die lieber unentdeckt bleiben sollen…
Ich lese ja wirklich viel und vielseitig und man könnte meinen, dadurch haut einen so schnell nichts mehr um. Aber die liebe Lena Sander schafft es immer wieder, mir mit ihren Plots, genialen Ideen und irren Wendungen einen derartigen Nervenkitzel zu verpassen, dass ich mehr als sprachlos zurückbleibe. Auch „Exitus“ hat in mir einen Leserausch entfacht und ich habe regelrecht mit den Protagonisten mitgefiebert. Das Buch beinhaltet interessante Charaktere und ist spannungsgeladen, sodass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin, denn der Lesespaß ist hier garantiert. Das Buch erhält von mir volle Sternezahl und eine unbedingte Leseempfehlung für alle Thrillerfans!
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