Ziehen sich Gegensätze an? Oder gesellt sich lieber gleich zu gleich? Im Falle von Stephanie Wagner und Norbert Dömling eindeutig Ersteres. Die Kombination von voluminösem, tieftönenden Bass und fragil luftig leichter Flöte mag zunächst merkwürdig erscheinen und ist zumindest ungewöhnlich. Sie funktioniert in den 11 Eigenkompositionen der beiden Musiker aber bestens. Die Stücke vereinen Elemente aus Jazz, Klassik oder Folklore, sind nicht alle neu, sondern teilweise schon vor Jahren für andere Formationen geschrieben worden und wurden nun für das Duo umarrangiert. Sicherlich lässt sich auch der bisherige musikalische Werdegang von Wagner und Dömling (nachzulesen auf https://flute-and-bass.doemling.com/) ein Stückweit heraushören und das ist gut so. Die CD bietet dem Hörer entspannte, aber auch spannende Musik, die nicht eindeutig in eine bestimmte Schublade passt und man so vielleicht noch nie gehört hat.
Ich empfehle „Traces“ gerne jedem neugierigen Hörer mit offenen Ohren!
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