Sie ist eine ausgebildete Kämpferin. Beinahe jedenfalls. Er war zu Lebzeiten ein mächtiger Zauberer. Behauptet er.
Daena und ihr knochiger Gefährte schlagen sich mit schlecht bezahlten Aufträgen durchs Leben, als sie in etwas verwickelt werden, das alles bisher Dagewesene übertrifft und sie mit den Schrecken der eigenen Vergangenheit konfrontiert. Ihr neuer Auftrag lautet Krieg - und der Sold ist das Überleben der menschlichen Rasse.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
aus Wernberg
5/5
13.07.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Action, Humor & ganz viel Fantasy
Herz des Winters von Madeleine Puljic – ein Buch über eine Kämpferin, die gegen einen scheinbar unbezwingbaren Feind in den Kampf zieht und das nur mit einem totem oder auch nicht so totem Weggefährten. Die Story erzählt nicht nur von Menschen und Magiern, sondern auch von bösen Einhörnern, umgänglichen Untoten und Schuhen, Stinktieren und Gefallen die als Waffen eingesetzt werden. Alles in allem ein ziemlich verrücktes und wahnsinnig unterhaltsames Buch.
Die Geschichte rund um die Kämpferin Daena und ihrem Begleiter Berekh punktet mit viel Action und Vielfalt. Die zwei Hauptcharaktere machen sich gemeinsam auf den Weg um gegen die Bedrohung durch die Morochai anzugehen. Auf ihrer Reise passiert so einiges – man erfährt viel über das Leben und die Gefühlslage der jungen Kämpferin und auch über ihren nicht ganz so lebendigen Freund Berekh. Diese tiefen Einblicke lassen einen die Personen im Laufe des Lesens wirklich ans Herz wachsen. Die ganze Story ist zudem noch mit viel Humor gewürzt und auch ein wenig Romantik fehlt natürlich nicht. Es gibt auch einige Kampfszenen, die zwar kurz gehalten sind (wahrscheinlich durch die Kürze des Buches), aber dafür umso bildhafter beschrieben werden.
Das Buch hat zwar nicht einmal 200 Seiten, man fühlt sich danach aber als hätte man eine ganze Trilogie inhaliert. Es passiert so unglaublich viel und trotzdem lässt sich das Buch durch den flüssigen Schreibstil leicht lesen. Einzig schade ist, dass durch die knappe Seitenanzahl vieles nur oberflächlich behandelt werden konnte. Ich hätte mir an manchen Stellen gerne etwas mehr Info und Tiefe gewünscht.
Ein gelungener Reihenauftakt, den ich allen High Fantasy Fans und Freunden von mythischen Wesen nur empfehlen kann.
Galladan
aus Niederrhein
5/5
06.07.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ungewöhnliche Konstellation von Charakteren
Herz des Winters (Band 1 von Daena und Berekh) von Madeleine Puljic, erschienen im Greenlight Press Verlag am 23. April 2018.
Daena ist eine Kämpferin ohne Abschluss. Sie zieht mit Berekh, einem belebten Totenschädel, durch die Gegend und ist quasi ein Mietschwert. In der Welt von Daena gibt es all die Wesen aus unseren Sagen und Märchen wirklich und einen Feind der die Menschen und ihre lebenden Märchenwesen versklaven und töten. Daena und Berekh rufen die Gilden zum Widerstand auf und ziehen in einen Krieg, der das Schicksal der Menschen festlegen wird.
Die Autorin hat mit Daena und Berekh ein seltsames Paar geschaffen, welches zwar Kampfkraft und Magie vereint, wo die Protagonisten aber ihr Eigenleben führen. Im Laufe der Geschichte entwickeln sich die Charaktere sehr schnall weiter und sie überrascht den Leser, mit einer zügig fortschreitenden Geschichte, in der die Protagonisten sich schneller entwickeln und wo nicht gezögert wird Entscheidungen zu treffen. Es ist also ein temporeicher erster Band, der Lust auf mehr macht, aber einen auch schon mit ungewöhnlich viel Informationen für einen ersten Band ausstattet, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Ich bin schon richtig gespannt, wie die Geschichte weiter geht. Klare Leseempfehlung.
Bewertung
aus Freystadt
5/5
03.07.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kurzweilige, leichte Kost mit viel Humor für Zwischendurch
“Herz des Winters“ gehört zu den Büchern, die man sehr gut zur leichten Unterhaltung zwischendurch lesen kann. Es gelingt leicht sich in die Geschichte einzufinden und der großzügig verteilte Humor lädt zum Schmunzeln und manchmal auch direkt zum mitlachen ein.
Die Charaktere sind sehr sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinfühlen. Vor allem mit Daena konnte ich mich gut identifizieren und fand sie als Hauptcharakter sehr überzeugend. So besticht sie mit, teilweise irrational anmutenden, aber doch irgendwie nur zu gut verständlichen, Ängsten, Gedanken der Eifersucht, Freude und viel Mut. Doch auch Berekh ist sehr vielschichtig und interessant geschrieben, sodass auch er keine Langeweile aufkommen lässt!
Alles in allem ein Buch, dass ich sofort weiterempfehlen würde!
chuckipop
aus Bünde
4/5
10.08.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Verzaubernde Fantasygeschichte mit tollen Protagonisten und einer großen Prise Humor
"Das Herz des Winters" von Madeleine Puljic ist als Hardcover mit 204 Seiten bei Greenlight Press erschienen.
Daena, ihres Zeichens Kämpferin, zieht mit Berekh durch die Lande, der in Gestalt eines sprechenden Totenschädels daherkommt.
Diese beiden Protagonisten gehen auf eine herzerfrischend selbstironische Art miteinander um und liefern sich den ein oder anderen erheiternden Schlagabtausch.
Daena kämpf gegen die Morochai, was gleich zu Beginn Action und Spannung in die Story bringt. Auch das weitere Geschehen ist tempo- und abwechslungsreich und Madeleine Puljic verstehtr es, ihre Leser zu fesseln.
Das Tempo war hoch, das Buch mit 204 Seiten eher dünn - mir hätte es noch besser gefallen, die unterschiedlichen Charkatere, die noch auftreten, intensiver kennenzulernen. Auch die schöne Weiterentwicklung von Daena hätte sich sicherlich noch ein wenig facettenreicher auskosten lassen.
Insgesamt ein tolles, rasantes Fantasyabenteuer mit Humor, super!
Bewertung
aus Grolsheim
4/5
03.07.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Handlung fehlt es an Tiefe
Heldin dieses High-Fantasy-Romans ist die junge Daena, eine ausgebildete Kämpferin – na ja, fast. Der Leser erfährt, dass sie mit einem sprechenden Totenkopf in ihrem Beutel umherzieht, dessen Name Berekh ist. Das weckt sofort das Interesse am Weiterlesen, wenngleich die Autorin dem Leser einiges an Konzentration abverlangt. Manche Sätze bleiben zunächst unklar, erst später erfährt man, worum es dabei geht.
Die Sprache zu Beginn ist humorvoll-ironisch, dennoch spürt man eine drohende Gefahr: Die Morochai, scheinbar unbesiegbare und in Massen auftretende Echsenwesen, unterjochen die Menschen und zwingen sie zu gefährlichen Arbeiten in den Minen. Daena selbst war jahrelang dort als Sklavin gefangen, bis ihr die Flucht gelang. Sie erfährt von einem geplanten Aufstand gegen die Tyrannen. Berekh drängt sie zu einem Besuch bei einer Nekromantin, mit deren Hilfe er seine menschliche Gestalt zurückerhält und wieder zu dem großen Magier wird, der er einst war.
Er und Daena statten der Gilde der Magier sowie der Akademie der KämpferInnen einen Besuch ab und bitten um Hilfe bei dem bevorstehenden Kampf auf Leben und Tod. Beide Parteien halten sich zunächst bedeckt – was kümmern sie die Menschen? Aber am Ende stößt die heranrückende Armee der Morochai auf eine ebenbürtige Allianz von geflohenen Menschen, Trollen, Tatzelwürmern und anderen faszinierenden Gestalten. Die Autorin zieht alle Register der Fantasy, ein farbenfrohes Bild entsteht vor dem geistigen Auge des Lesers. Und dann beginnt der mörderische Kampf.
Dieses Buch ist das Richtige für eingefleischte Freunde der High Fantasy, wenngleich die Charaktere von Daena und Berekh nebulös bleiben. Von Daena erfährt man lediglich, dass sie entweder vor Angst zittert oder sehr zornig ist – letzteres kann man als Leser nicht immer nachvollziehen. Das ist schade, denn es sind ja im Grunde die Figuren, die einen in die Handlung hineinziehen und bei der Stange halten. Oder nicht.
Die Kampfhandlungen am Ende sind vorhersehbar flach geschildert, ebenso wie alles andere. Es fehlen tiefergehende Emotionen der beiden Protagonisten, Spannung baut sich – eigentlich – gar nicht auf. Das ganze Buch besteht aus einer Aneinanderreihung von Episoden, denen es an Tiefe fehlt. Dem Leser bleibt verborgen, um welche menschlichen Tragödien es hinter allem geht, warum dieser Kampf unvermeidlich ist.
Erzähler ist in den allermeisten Fällen Daena, manchmal auch Berekh; in einem Abschnitt (Seite 105) erzählt erst Daena, dann, von einer Zeile auf die andere, plötzlich Berekh. Das sollte nicht passieren.
Die Sprache ist fast durchgehend mittelalterlich, also korrekt für High Fantasy, vereinzelt jedoch tauchen – zum Beispiel in Dialogen mit Berekh – neuzeitliche Wörter auf, was dem Ganzen wohl einen humorvollen Touch geben soll, aber nicht so ganz passt.
Mein persönliches Fazit: Lesenswert, aber kein wirklicher Knaller.
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