Zehn Jahre. Zehn Städte. Eine Frage, die alles verändert. Was wäre, wenn es keinen Krieg mehr gäbe? Keinen Hunger? Keine Gefängnisse? Klingt wie ein Traum - ist aber der Alltag von Anna Zaugg, dreißig, Außenministerin der Schweiz, Mutter von drei Kindern und chronisch übermüdet. Einmal im Jahr trifft sie sich mit Frauen aus aller Welt - in Dubai, Genf, Kapstadt, Rio, Bali. Sie reden über die Zukunft, streiten über die Vergangenheit und sitzen in Saunen, die viel zu heiß sind. Dabei entsteht etwas, das größer ist als Politik: Freundschaft. Familie. Und die Erkenntnis, dass Frieden kein Zustand ist, sondern eine Entscheidung, die jeden Morgen neu getroffen wird. Weltfrieden erzählt von einer Welt, die anders ist als unsere - und fragt, ob sie vielleicht besser sein könnte. Eine Geschichte über Frauen, die nicht aufhören. Und über Pfannkuchen, die am besten schmecken, wenn alle am Tisch sitzen.
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Noxoxas
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08.07.2026
eBook (ePUB)
Weltfrieden als Gedankenexperiment
Auch nach dem Zuklappen von Weltfrieden gingen mir die Fragen des Buches noch lange durch den Kopf.
Die Grundidee wirkt zunächst fast utopisch und zugleich erschreckend: Eine Welt, in der nach einer globalen Katastrophe nur noch wenige Männer leben und Frauen die Geschicke der Menschheit lenken. Doch je weiter ich gelesen habe, desto weniger ging es für mich um die Frage, ob dieses Szenario realistisch ist. Viel spannender wurde die Frage, welche Gedanken es in mir auslöst.
Das Buch hat mich immer wieder eingeladen, meine eigenen Überzeugungen zu hinterfragen. Entsteht Frieden dadurch, dass sich die Machtverhältnisse ändern? Oder beginnt er viel früher – im Menschen selbst? Wie viel Vielfalt braucht eine Gesellschaft, um lebendig zu bleiben? Und kann eine friedliche Welt überhaupt ohne Reibung existieren?
Besonders gefallen hat mir, dass ich mich auf dieses Gedankenexperiment immer mehr einlassen konnte. Die Figuren gewannen an Tiefe, die Welt wurde greifbarer, und aus einer ungewöhnlichen Idee entwickelte sich eine Geschichte, die weit über ihre eigentliche Handlung hinausreicht.
Dabei musste ich nicht jeder Sichtweise zustimmen. Im Gegenteil. Gerade dort, wo ich innerlich widersprochen habe, begann ich über meine eigenen Werte nachzudenken. Für mich ist das eine der schönsten Eigenschaften, die ein Buch haben kann: Es liefert keine fertigen Antworten, sondern öffnet einen Raum für Fragen.
Ich habe Weltfrieden nicht mit dem Gefühl beendet, die perfekte Welt kennengelernt zu haben. Aber ich habe das Buch mit vielen neuen Gedanken über Menschen, Frieden und das Zusammenleben aus der Hand gelegt.
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