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Sprache:Deutsch
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Altersempfehlung
ab 12 Jahr(e)
Erscheinungsdatum
03.05.2026
Verlag
SonnenwindSeitenzahl
391 (Printausgabe)
Dateigröße
1865 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783695630547
Wie anders, das müssen Lisa, Felix, Maja und ihr Rektor schmerzlich feststellen,
als sie völlig unvorbereitet aus ihrer Schule in eine fremde Welt katapultiert werden.
Hier herrschen Wesen, von deren Existenz sie nicht die leiseste Ahnung hatten.
Am Ende muss Lisa erkennen, dass es alles andere als harmlos ist, von einem Stich in den Finger zu träumen,
denn es könnte zu einer schicksalhaften Begegnung führen ...
Leseprobe
Nachdem die beiden Lehrer das Geschenk auf dem Boden abgestellt hatten, befreite es der Rektor vom Papier und musterte mit gerunzelter Stirn den Inhalt: Das Gemälde im dicken Holzrahmen zeigte einen in helles Blau getauchten Brunnen, umgeben von Tropfsteinen. Leuchtende Wellen und Malereien von fantastisch anmutenden Wesen zierten die Szene.
»Äußerst absonderlich«, bemerkte Herr Mayer.
»Ich hoffe, wir haben ihren Geschmack getroffen.« Frau Kassandra streifte eine Haarsträhne hinters Ohr und lächelte unsicher. »Die Kollegen wissen ja von ihrer Begeisterung für historische Gemälde und dieses hier konnte ich zufällig auf dem Flohmarkt erstehen. Das Motiv hat mich sofort gefangengenommen. Darin lebt so etwas absolut Besonderes, Magisches, nicht wahr?«
Doktor Mayer rückte seine Brille zurecht und betrachtete das Bild eingehender.
»Nun, sehr absonderlich«, wiederholte er stirnrunzelnd.
»Sieht aus wie ein Fantasy-Cover«, bemerkte Felix, wofür er einen vernichtenden Blick des Rektors erntete.
»Fantasy«, grunzte er abfällig. »Derartiger Schund wird an unserer Schule nicht gelesen. Als Mann des Realismus erachte ich nur das als exixtent, was sich empirisch beweisen lässt. Das solltest du dir merken, junger Mann!«
»Ähm, ich störe dann mal nicht weiter ...« Frau Kassandra hob entschuldigend die Schultern. Sie blinzelte gekränkt. Offenbar hatte sie mit ihrem Geschenk danebengelegen, daher verließ sie eilig den Raum, bevor der Rektor weitere Kritik äußern konnte.
Herr Mayer wandte sich erneut seinen Schülern zu: »Nun, wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, ...«
Im selben Atemzug zeigte sich das Gemälde von seiner absonderlichsten Seite: Plötzlich begannen sich die Wesen darin zu bewegen. Die Wellen wogten lebendig und vier echsenartige Tiere mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen krabbelten heraus, um als geisterhafte Lichterscheinungen durch den Raum zu schweben.
Herr Mayer wischte sich über die Stirn, dann nahm er seine Brille ab.
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