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Traditionen verschwanden schneller als neue Werte entstanden
Dieses Buch untersucht die historischen Mechanismen staatlicher Säkularisierung in verschiedenen ostasiatischen Gesellschaften. Religiöse Institutionen verloren Besitzrechte, öffentliche Einflussmöglichkeiten und ihre Rolle innerhalb des Bildungssystems. Neue Gesetzgebungen schränkten spirituelle Praktiken ein und stärkten zugleich ideologisch kontrollierte Formen staatlicher Loyalität.
Besonderes Augenmerk gilt den langfristigen gesellschaftlichen Folgen dieser Entwicklung. Mit dem Rückgang traditioneller Gemeinschaftsstrukturen veränderten sich Familienmodelle, soziale Bindungen und Vorstellungen kollektiver Verantwortung. Sinkende Geburtenraten, wachsende Isolation und psychische Belastungen urbaner Gesellschaften erscheinen dadurch auch als Ergebnis kultureller Entwurzelung.
Die Geschichte der Säkularisierung wird hier nicht als linearer Fortschritt erzählt, sondern als tiefgreifender Umbau sozialer Ordnung mit bis heute spürbaren Konsequenzen.
Buch (Taschenbuch)
29,99€