Schon zur Zeit Jesu gab es viele, die "an ihn glaubten", kurz darauf aber "Steine aufhoben, um auf ihn zu werfen" (siehe z.B. Joh 8,30.59) Sie verließen ihn und forderten später sogar, dass er gekreuzigt werde.
Arthur W. Pink hat die Bibel ausführlich studiert, um den wichtigsten Unterschied der Welt aufzuspüren - den Unterschied zwischen dem fatalen Irrtum, man sei gläubig, und wahrem rettenden Glauben. Das Katastrophale ist, dass dieser Analyse zufolge ein Großteil der heutigen Christenheit in falscher Zuversicht auf das Verderben zusteuert.
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Welcher Glaube bringt mich in…
Sonnenwind aus Schwabenland am 30.07.2015
Bewertungsnummer: 2699859
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Welcher Glaube bringt mich in den Himmel? Weil so viele über das Cover schreiben (bei mir ist das eher untergeordnet): Jesus sagt, er kommt wie ein Dieb in der Nacht. Genau das scheint mir dieses Bild ausdrücken zu wollen. So wie ein Blitz, ganz plötzlich und unerwartet, wird die Gnadenzeit zu Ende sein. Dann ist das Urteil gefallen, Gott hat seine Kinder zu sich genommen. Diejenigen, die zurückbleiben, haben die Latte gerissen, sich zu wenig um ihre Zukunft gekümmert, Gott und seinen Anspruch auf die Seite gesetzt und ihre eigene Persönlichkeit ausgelebt. "Fun" bringt aber nicht in den Himmel, Fun ist der breite Weg, auf dem viele wandeln und der ins Verderben führt. Natürlich sagt auch Pink, daß jeder jederzeit das Steuer herumreißen und auf den schmalen Weg wechseln kann - nur wird das natürlich im Lauf der Zeit immer schwieriger. Deshalb ist es sinnvoll, sich rechtzeitig Gedanken darum zu machen: Wo stehe ich? Wohin bin ich unterwegs? - und nicht zuletzt: Erfülle ich die Bedingungen, um begründet annehmen zu können, ich werde eines Tages im Himmel sein? Viele glauben ja, ihnen ist der Himmel gewiß. Bei manchen ist es nur das Bewußtsein, daß Gott gut ist. Das stimmt auch, aber das ist nur die eine Seite seiner Persönlichkeit. Gott ist auch gerecht. Und er ist vollkommen wahrhaftig, er kann nicht lügen. Wenn er also in seinem Wort sagt, daß nur derjenige den Himmel sehen wird, der von neuem geboren ist, wird das auch so sein. Und die neue Geburt ist mehr als ein gedankenlos nachgeplappertes Übergabegebet. Gott läßt nur diejenigen in Ewigkeit in seiner Nähe wohnen, die sich schon auf der Erde für ihn entschieden und dafür gekämpft haben, dem Bild ähnlich zu werden, das Gott von ihnen hat. Und darum geht es in diesem Buch. Welchen Glauben, welche Einstellung und welche Handlungen erwartet Gott von denjenigen, die einmal bei ihm im Himmel wohnen wollen? Arthur W. Pink geht in diesem Buch, das erstmalig in den Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erschienen ist, diesen Fragestellungen fundiert und unmißverständlich nach. Wer sicher sein will, einmal in den Himmel zu kommen, sollte sich diesen Fragen stellen. Ein hervorragendes Buch, das mich sehr bereichert hat!
WOW! - Wahrhaft Offen und Weise!
LeMiMaNa am 13.07.2015
Bewertungsnummer: 884071
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Arthur Pink kennen zu lernen war eine Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte. Schon lange habe ich Gottes Wort nicht mehr so klar in einem Buch lesen dürfen (abgesehen von der Bibel selbst und den Veröffentlichungen meiner Gemeinde) wie hier bei vorliegendem von Arthur Pink. Was mich dabei besonders verwundert ist, dass besagter Autor bereits seit mehreren Jahrzehnten tot ist. Möchte man doch meinen, alles was hier präsentiert wird, gehört bereits der Vergangenheit an. Doch weit gefehlt. Der Inhalt ist präsenter denn je, kein Wunder liegt hier doch das Buch der Bücher zugrunde! Arthur Pink weiß wovon und von wem er spricht und kann mit seinem Buch definitiv jedem Christenleben Zündstoff zum Nachdenken bieten.
Was soll das heißen? Hier möchte ich gar nicht in die Tiefe gehen. Ich bin mir sicher, jeder wird Diskussionspunkte und Anregungen zum Nachdenken über sein eigenes Leben mit Jesus, nach der Lektüre des Buches, erhalten haben. Mein Mann und ich haben die ein oder andere Stunde damit verbracht zu diskutieren, nachzuforschen oder einfach nur nachzuhorchen wie es bei uns selbst aussieht. Bin ich nur ein Namenschrist? Folge ich Jesus wirklich? Bin ich überhaupt errettet? Nur einige der Fragen die uns beschäftigt haben. Dieses Buch stülpt dein Inneres nach Außen und lässt keinen kalt, der seine Beziehung zu Jesus prüfen möchte.
Und, sollte man das nicht gelegentlich tun? Ab und an nachchecken, ob die Verbindung zu Gott noch stark genug ist? Hinterfragen ob man Jesus wirklich nachfolgt? Ehrlich mit sich selbst sein, ob der Gang zur Kirche am Sonntag allein schon ausreicht um den eigenen Glauben zu leben?
Wenn man den Titel liest, wird man zuallererst neugierig. Rettender Glaube? Was ist das? Muss ich darüber etwas lesen, ich bin doch schon errettet? Ich habe doch Jesus schon mein Jawort gegeben, warum Zeit investieren?
Im zweiten Kapitel, nachdem A. Pink eine zeitliche Prognose über Christen im allgemeinen und besonderen gegeben hat, die aktueller nicht sein könnte, geht der Autor auf den Titel rettender Glaube ein. Hier ist es wichtig erst einmal zu verstehen, was der Grund für solch ein Thema ist. Da kann einem schon mulmig werden und die eigenen Gedanken stehen ziemlich schnell in Hab-Acht Stellung und befinden sich auf Konfrontationskurs. Ich habe mich mehr als einmal ertappt gefühlt. Eine sehr persönliche Prüfung, die ein hübsches kleines Gefühlschaos anrichtet. Gerade o.g. Fragen haben mich hier stark beschäftigt. Gut, dass es in Kapitel 3 doch den einen oder anderen Lösungsansatz gibt;)
Kapitel 4 beschäftigt sich mit dem Thema der Heilsgewissheit. Ein Thema, das mich persönlich immer mal wieder beschäftigt. Gerade das Kapitel wie sie bewahrt wird war für mich besonders spannend. Da dies sicher eines der wichtigsten Themen für einen Christen ist, findet man im Anhang noch einige Dialoge hierzu, die vielleicht doch nochmal einige Aha Erlebnisse bieten können. Mir ging es zumindest so:)
Fazit:
Was für ein unglaubliches Buch. Was für ein Schatz für jeden Christen, der seine Beziehung zu Jesus nicht nur als Nebensache sieht. Denn ganz gemäß dem Ausspruch drum prüfe wer sich ewig bindet, geht man nach dieser Prüfung sicher wieder eine ganze Spur stärker hervor. Diese Ehrlichkeit hat mich sehr beeindruckt, Arthur Pink redet mir aus dem Herzen! Hier darf man Gott spüren, denn Arthur Pink predigt mitnichten ein Wohlstandsevangelium. Mir tat es unglaublich gut, diese Worte zu lesen auch wenn der Inhalt letztlich schon über 2000 Jahre alt ist und mir eigentlich täglich begegnet;) Aber so aufbereitet: ehrlich, offen und präzise, trifft er genau ins Herz und wird zur Prüfung unseres Glaubens!
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