Produktbild: Der wiedergefundene Freund
Band 23101

Der wiedergefundene Freund Erzählung. Vorw. v. Arthur Koestler

Aus der Reihe detebe
8

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

41899

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.11.1998

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

18/11,4/1,7 cm

Gewicht

142 g

Farbe

Elfenbein / Dunkelbraun

Auflage

30

Originaltitel

Reunion

Übersetzt von

Felix Berner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-23101-4

Beschreibung

Rezension

"1971 erschien in London eine kleine Erzählung mit dem Titel Reunion und wurde ein sensationeller Erfolg. Arthur Koestler bekam sie in die Hände, wertete sie als kleines Meisterwerk und schrieb später ein Vorwort dazu. Der Autor hieß Fred Uhlman und war ein deutsch-jüdischer Emigrant, der seit 1936 in Deutschland lebte." (Tages-Anzeiger)

"Ein wichtiges und unvergeßliches Buch." (Westdeutscher Rundfunk)

"Ein Kleinod ... eine meisterhafte Erzählung." (The Sunday Express)

Produktdetails

Verkaufsrang

41899

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.11.1998

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

18/11,4/1,7 cm

Gewicht

142 g

Farbe

Elfenbein / Dunkelbraun

Auflage

30

Originaltitel

Reunion

Übersetzt von

Felix Berner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-23101-4

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • Bewertung

    5/5

    13.02.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Würdest du für deinen Freund sterben?

    Die Freundschaft zwischen Hans und Konradin ist einzigartig, Hans ist Jude und Konradin Deutscher. In einer Zeit wie damals ein grosses Problem, denn der Antisemitismus stieg jeden Tag mehr bis man es nicht mehr ignorieren konnte. Anfangs störte es die beiden nicht, doch das nahm schnell eine Wendung, als überall Hakenkreuze zu sehen waren und der Hass immer mehr wurde. Wie die Freundschaft entstand, wie eng sie war, was in der Zukunft geschah und wie sie "zerbrochen" ist, nimmt einem den Atem. Besonders wunderschön ist wie nah die Freundschaft beschrieben wird und auch der kontinuierliche Gedanke das man für einen Freund sterben muss, was vorallem Hans unterstützte und von Konradin erwartete. Vorallem der letzte Satz hat mich sehr getroffen und auch mitgenommen, ich war traurig aber auch sehr glücklich, denn Hans hat in einer gewissen Weise seinen Freund doch wiedergefunden. --- Ich wünschte ich könnte dieses Buch wieder von Anfang an lesen und die Geschichte von neu aufnehmen, so sehr hat es mir gefallen! Ich denke oft an das Buch und wie ich mich am Schluss gefühlt habe. Definitiv 10/10 Punkte von mir!

  • Herbstrose

    aus 87772

    5/5

    31.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Zerbrochene Freundschaft

    Hans Schwarz, der Sohn eines jüdischen Arztes der im Ersten Weltkrieg mit dem Eisernen Kreuz geehrt wurde, besucht das Karl-Alexander-Gymnasium in Stuttgart. Der 16-Jährige ist sehr in sich gekehrt, träumt davon Dichter zu werden und hat kaum Kontakt zu seinen Mitschülern. Dies ändert sich, als im Januar 1932 ein neuer Schüler, Konradin Graf von Hohenfels, in die Klasse kommt. Hans fühlt sich sofort zu ihm hingezogen und sucht seine Nähe. Bald entsteht eine innige Freundschaft zwischen den beiden. Der junge Graf wird zum gern gesehenen Gast im Hause Schwarz, während Hans nur einige Male, in Abwesenheit der Eltern, in die Villa des Freundes kommen darf. Nach einer Opernaufführung, bei der Hans von Konradin völlig ignoriert wurde, erfährt er, dass Konradins Mutter keine Juden in der Nähe ihrer Familie duldet. Der aufkommende Nationalsozialismus und die antisemitische Hetze dringen bald auch bis zur Schule vor. Als Hans von seinen Mitschülern schikaniert wird, wird dies von Konradin teilnahmslos toleriert … Der Autor Fred Uhlman (geb.1901 - gest.1989) besuchte das Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart, das auch einige Jahrgänge unter ihm Claus Graf Schenk von Stauffenberg besuchte. Uhlmann war ein jüdischer Rechtsanwalt, Schriftsteller und vielbeachteter Maler. Als aktives Mitglied der SPD und Freund von Kurt Schumacher floh er 1933 vor den Nazis nach Frankreich, wo er seinen Lebensunterhalt zunächst als Kunsthändler verdiente. Nachdem er seine spätere Ehefrau Diana Croft, Tochter von Sir Henry Baron Croft, kennen lernte, zog er mit ihr 1936 nach England. Seine Eltern und seine Schwester, die in Deutschland zurück geblieben waren, überlebten den Holocaust nicht. Als Schriftsteller bekannt wurde Uhlmann durch die in neunzehn Sprachen übersetzte Novelle von 1978 „Reunion“, deren deutsche Übersetzung zunächst 1979 unter dem Titel „Versöhnt“ erschien, dann 1988 unter dem Titel „Der wiedergefundene Freund“ neu aufgelegt und 1989 verfilmt wurde. Bereits 1960 erschien in England seine Autobiografie, die er seiner Frau und seinen beiden Kindern widmete. Ob eine Freundschaft zwischen einem jüdischen Arztsohn und einem jungen Adligen in der Zeit der Machtergreifung Hitlers möglich ist und Bestand hat, diese Frage greift der Autor in seiner Novelle auf. Er macht das großartig, geht sehr behutsam vor, lässt den Leser aber schon ahnen, dass die Harmonie und das Einvernehmen auf Dauer nicht so bleiben kann. Die Wege der jungen Männer müssen sich trennen, der Kontakt reißt ab – bis Hans etwa 30 Jahre später einen Spendenaufruf seiner damaligen Schule bekommt. Jetzt hat er die Möglichkeit, etwas über den Verbleib seines einstigen Freundes Graf von Hohenfels zu erfahren. Auch wenn der Schreibstil in der heutigen Zeit etwas antiquiert wirkt und einige Längen vorhanden sind, lohnt es sich weiter zu lesen. Die Quintessenz kommt ganz zum Schluss! Fazit: Eine elegante kleine Erzählung, die man getrost in die Reihe der Klassiker aufnehmen kann.

  • D. Heina

    aus Solingen

    5/5

    07.04.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Der wiedergefundene Freund

    Eine liebe Kollegin kam vor einiger Zeit auf mich zu und drückte mir diese kleine Novelle in die Hand und bat mich ihr nach dem Lesen zu sagen, wie ich die Geschichte gefunden habe. Der wiedergefundene Freund gehört jetzt auch zu meinen absoluten Lieblingsbücher. Ganz unscheinbar und leise wird die Geschichte über die Freundschaft von Hans und Konradin erzählt. Die Wuchtung liegt zwischen den Zeilen, wenn man den historischen Kontext kennt. Daher empfehle ich dieses Buch all denjenigen die ein gutes Buch über Freundschaft lesen wollen oder sich für das Dritte Reich interessieren.

  • Bewertung

    5/5

    19.11.2010

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr berührend, toll !

    Hans geht im Jahr 1933 auf ein Gymnasium in Stuttgart. Bisher gibt es niemanden in seinem Leben den er als seinen "Freund" bezeichen würde, den er hat hohe Ansprüche an eine richtige Freundschaft. Bis eines Tages Konradin in seine Klasse kommt. Ihn wählt Hans zu seinem neuen Freund. Schon bald sind die beiden unzertrennlich. Doch die Freundschaft wird überschattet. Konradin stammt aus einer Deutschen Adelsfamilie und Hans ist der Sohn eines jüdischen Arztes. Zu dieser Zeit die denkbar schlechteste konstelation. Doch am Ende war nichts wie es schien. Ein unvergessliches Buch über wahre Freundschaft.

  • Lisega

    5/5

    24.03.2009

    Buch (Taschenbuch)

    Dieses Buch ist ein Juwel!…

    Dieses Buch ist ein Juwel! Der Autor beschreibt in knappen Worten, aber sehr einfühlsam und bewegend die enge Freundschaft zweier Gymnasiasten im Stuttgart der 30er Jahr: Der Adelige Conradin von Hohenfels und der jüdische Arztsohn Hans Schwarz sind gut ein Jahr lang unzertrennlich. Doch die politische Entwicklung, die nationalsozialische Hetze gegen die Juden, der Antisemitismus von Conradins Familie und nicht zuletzt dessen Bewunderung für Hitler und die "Bewegung" zerstören diese Freundschaft. Hans und seine Eltern leiden immer mehr unter der gesellschaftlichen Ausgrenzung und den Ausschreitungen gegen Juden. Der Sohn wird schließlich zu Verwandten in die USA geschickt, die Eltern begehen Selbstmord. Conradin macht in der Wehrmacht Karriere. Jahre später - Hans lebt in den USA und ist nie wieder nach Deutschland zurückgekehrt - bekommt er eine Liste mit ehemaligen Klassenkameraden in die Hände. Als er sich endlich traut, unter H nachzuschauen, erfährt er, dass Conradin am Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 beteiligt war und hingerichtet wurde. Die Novelle ist stark autobiografisch gefärbt: Uhlman war tatsächlich mit Claus Schenk Graf von Stauffenberg befreundet. Umso mehr bewegt die kurz gefasste Geschichte den Leser.

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