Produktbild: Freiheit und Gemeinschaft

Freiheit und Gemeinschaft Völkisch-nationales Denken in Deutschland zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg

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20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.09.2001

Abbildungen

mit 17 Abbildungen 25 cm

Verlag

Universitätsverlag Winter GmbH Heidelberg

Seitenzahl

212

Maße (L/B/H)

25,3/17,2/2,7 cm

Gewicht

578 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8253-1217-6

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.09.2001

Abbildungen

mit 17 Abbildungen 25 cm

Verlag

Universitätsverlag Winter GmbH Heidelberg

Seitenzahl

212

Maße (L/B/H)

25,3/17,2/2,7 cm

Gewicht

578 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8253-1217-6

Herstelleradresse

Universitätsverlag Winter
Dossenheimer Landstraße 13
69121 Heidelberg
DE

Email: info@winter-verlag.de

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Überblick über das völkische Denken in Deutschland

Ilze Druvina aus Albstadt am 30.01.2011

Bewertungsnummer: 701885

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch von Klaus von See erschien in der ersten Auflage 1975 unter dem Titel: „Die Ideen von 1789 und 1914“, der Untertitel ist bei der 2. Auflage gleich geblieben. Es geht auf einen Vortrag zurück. Damit hängt der große Vorteil des Buches zusammen, leider auch ein Nachteil: Das Buch ist kurz (wenn man die Anmerkungen und die Abbildungen abzieht, bleiben 150 Seiten). Es bietet einen gerafften Überblick über die grundlegenden Ideen und Personen, die das völkische Denken in Deutschland über gut hundert Jahre prägten. Durch die Kürze lässt sich das Buch leicht durchlesen, dies wird noch durch das große Schriftbild erleichtert. Aber das Buch lässt sich auch durch das Personen- und Sachregister erschließen: man kann so hineinspringen und das lesen, was einen gerade interessiert. Zu kurz kommen vor allem Richard Wagner und Männer aus seinem Umfeld, so in der Hauptsache Houston St. Chamberlain und Friedrich Nietzsche. Keine Beachtung findet auch Theodor Fritzsch, der mit seinem „Handbuch der Judenfrage“ für die völkische Bewegung über 50 Jahre zentrale Bedeutung hatte. Als Einstieg in das Thema „völkisch-nationales Denken“ in Deutschland ist das Buch hervorragend geeignet, weil es eine Fülle von Details ausbreitet, die in der Zusammenschau wirklich eine Entwicklungslinie ergeben. Grundthema des Buches ist, wie die Idee der individuellen Freiheit (als Teil des Programms der französischen Revolution) sich bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges in ihr Gegenteil verkehrt, in die Idee der Gemeinschaft, in der das ‚Volk’ alles ist, das Individuum ‚nichts’ mehr (Vorwort, Seite 8). Das Aufzeigen dieser Entwicklung hilft meines Erachtens dabei, zu verstehen, warum es nach 1933 so leicht möglich war, auf diesen ideologischen Grundlagen aufzubauen und die Bevölkerung in Deutschland komplett ihrer individuellen Freiheitsrechte zu berauben. Das Buch ist fadengeheftet und hat einen festen Plastikeinband, es gibt 15 schwarz-weiss Abbildungen. Wer weiter in das völkische Denken einsteigen möchte, greift jetzt zu: Uwe Puschner, Walter Schmitz und Justus H. Ulbricht (Hgg.), Handbuch der Völkischen Bewegung im Deutschen Kaiserreich (1871-1918). Köln - Weimar 1996. Die drei Themen Sprache, Rasse, Religion werden genauer betrachtet in: Uwe Puschner, Die völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich. Sprache - Rasse – Religion. Darmstadt 2001.

Überblick über das völkische Denken in Deutschland

Ilze Druvina aus Albstadt am 30.01.2011
Bewertungsnummer: 701885
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch von Klaus von See erschien in der ersten Auflage 1975 unter dem Titel: „Die Ideen von 1789 und 1914“, der Untertitel ist bei der 2. Auflage gleich geblieben. Es geht auf einen Vortrag zurück. Damit hängt der große Vorteil des Buches zusammen, leider auch ein Nachteil: Das Buch ist kurz (wenn man die Anmerkungen und die Abbildungen abzieht, bleiben 150 Seiten). Es bietet einen gerafften Überblick über die grundlegenden Ideen und Personen, die das völkische Denken in Deutschland über gut hundert Jahre prägten. Durch die Kürze lässt sich das Buch leicht durchlesen, dies wird noch durch das große Schriftbild erleichtert. Aber das Buch lässt sich auch durch das Personen- und Sachregister erschließen: man kann so hineinspringen und das lesen, was einen gerade interessiert. Zu kurz kommen vor allem Richard Wagner und Männer aus seinem Umfeld, so in der Hauptsache Houston St. Chamberlain und Friedrich Nietzsche. Keine Beachtung findet auch Theodor Fritzsch, der mit seinem „Handbuch der Judenfrage“ für die völkische Bewegung über 50 Jahre zentrale Bedeutung hatte. Als Einstieg in das Thema „völkisch-nationales Denken“ in Deutschland ist das Buch hervorragend geeignet, weil es eine Fülle von Details ausbreitet, die in der Zusammenschau wirklich eine Entwicklungslinie ergeben. Grundthema des Buches ist, wie die Idee der individuellen Freiheit (als Teil des Programms der französischen Revolution) sich bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges in ihr Gegenteil verkehrt, in die Idee der Gemeinschaft, in der das ‚Volk’ alles ist, das Individuum ‚nichts’ mehr (Vorwort, Seite 8). Das Aufzeigen dieser Entwicklung hilft meines Erachtens dabei, zu verstehen, warum es nach 1933 so leicht möglich war, auf diesen ideologischen Grundlagen aufzubauen und die Bevölkerung in Deutschland komplett ihrer individuellen Freiheitsrechte zu berauben. Das Buch ist fadengeheftet und hat einen festen Plastikeinband, es gibt 15 schwarz-weiss Abbildungen. Wer weiter in das völkische Denken einsteigen möchte, greift jetzt zu: Uwe Puschner, Walter Schmitz und Justus H. Ulbricht (Hgg.), Handbuch der Völkischen Bewegung im Deutschen Kaiserreich (1871-1918). Köln - Weimar 1996. Die drei Themen Sprache, Rasse, Religion werden genauer betrachtet in: Uwe Puschner, Die völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich. Sprache - Rasse – Religion. Darmstadt 2001.

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