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Einfach so Roman

1

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.09.1999

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

446

Maße (L/B/H)

19,4/12,4/3,2 cm

Gewicht

417 g

Auflage

12

Originaltitel

Just Like That

Übersetzt von

Anne Lösch

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-39533-2

Beschreibung

Rezension

»Am Ende von Einfach so gibt uns Lily Brett das gleiche Heilmittel, das ihr der Vater zeit seines Lebens verabreicht hatte. Herzhaftes Lachen, trotz aller Lebenstragik.« BÜCHERmagazin 20210520

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.09.1999

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

446

Maße (L/B/H)

19,4/12,4/3,2 cm

Gewicht

417 g

Auflage

12

Originaltitel

Just Like That

Übersetzt von

Anne Lösch

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-39533-2

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Gut geschriebener Episodenroman, doch zu lang geraten

Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 13.09.2005

Bewertungsnummer: 524898

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Esther Zepler, 41 Jahre, lebt mit ihrem Mann Sean einfach so in New York. Sie schreibt Nachrufe für mehrere Zeitungen. Sean ist Maler, der versucht seine Bilder in der New Yorker Kunstszene unterzubringen. Die Töchter Kate und Zelda und der Sohn Zachery sind erwachsen. Während einiger Monate verfolgt der Leser den Alltag der verstreuten jüdischen Familie Esthers, die wohl der Upper-Middle-Class zuzurechnen ist. Dabei folgt Esther, zumindest was die äusseren Umstände betrifft, ziemlich genau der Biografie der Autorin. Dies verbürgt die Authentizität des Romans; verstärkt wird diese, da Brett für die Nachrufe Esthers und auch sonst oft reale Personen einsetzt. Esthers Eltern haben den Holocaust überlebt. Die Tochter sieht vieles vor diesem Hintergrund. Während die Überlebenden selbst darüber oft nicht sprechen konnten, sind die Schrecken des Ghetto von Lodz und von Auschwitz bei Esther präsent. Da neigt Lily-Esther zu Übertreibungen, wenn sie die gegenwärtige Situation in Deutschland besonders antisemitisch beschreibt und dies als regierungsgewollt hinstellt. Hervorragend charakterisiert Lily Brett die New Yorker, als Prototyp der US-Amerikaner (soweit das für Esthers Klasse und allgemein gilt). Sie sind immer beschäftigt und mit Terminen eingedeckt. Wenn man sich die US-Amerikaner als unkompliziert und pragmatisch vorstellte, so muß man das korrigieren. Trotz des episodenhaften Romans gelingen zwei Charaktere besonders gut: Esthers Vater Edek und ihre Freundin Sonia Kaufman. Lily Brett stellt die beiden Hauptthemen (Wie lebt die Generation nach dem Holocaust? Wie ist das Verhalten der New Yorker einzuordnen?) in vielen kleinen Begebenheiten ausgezeichnet dar. Leider dehnt sie dazu den Small Talk der Belanglosigkeiten, oft in Fäkalien und Sex abgleitend, auf 446 Seiten aus. Die Hälfte hätte genügt.

Gut geschriebener Episodenroman, doch zu lang geraten

Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 13.09.2005
Bewertungsnummer: 524898
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Esther Zepler, 41 Jahre, lebt mit ihrem Mann Sean einfach so in New York. Sie schreibt Nachrufe für mehrere Zeitungen. Sean ist Maler, der versucht seine Bilder in der New Yorker Kunstszene unterzubringen. Die Töchter Kate und Zelda und der Sohn Zachery sind erwachsen. Während einiger Monate verfolgt der Leser den Alltag der verstreuten jüdischen Familie Esthers, die wohl der Upper-Middle-Class zuzurechnen ist. Dabei folgt Esther, zumindest was die äusseren Umstände betrifft, ziemlich genau der Biografie der Autorin. Dies verbürgt die Authentizität des Romans; verstärkt wird diese, da Brett für die Nachrufe Esthers und auch sonst oft reale Personen einsetzt. Esthers Eltern haben den Holocaust überlebt. Die Tochter sieht vieles vor diesem Hintergrund. Während die Überlebenden selbst darüber oft nicht sprechen konnten, sind die Schrecken des Ghetto von Lodz und von Auschwitz bei Esther präsent. Da neigt Lily-Esther zu Übertreibungen, wenn sie die gegenwärtige Situation in Deutschland besonders antisemitisch beschreibt und dies als regierungsgewollt hinstellt. Hervorragend charakterisiert Lily Brett die New Yorker, als Prototyp der US-Amerikaner (soweit das für Esthers Klasse und allgemein gilt). Sie sind immer beschäftigt und mit Terminen eingedeckt. Wenn man sich die US-Amerikaner als unkompliziert und pragmatisch vorstellte, so muß man das korrigieren. Trotz des episodenhaften Romans gelingen zwei Charaktere besonders gut: Esthers Vater Edek und ihre Freundin Sonia Kaufman. Lily Brett stellt die beiden Hauptthemen (Wie lebt die Generation nach dem Holocaust? Wie ist das Verhalten der New Yorker einzuordnen?) in vielen kleinen Begebenheiten ausgezeichnet dar. Leider dehnt sie dazu den Small Talk der Belanglosigkeiten, oft in Fäkalien und Sex abgleitend, auf 446 Seiten aus. Die Hälfte hätte genügt.

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