Produktbild: Die Kreutzersonate

Die Kreutzersonate Erzählung

10

10,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.05.1984

Abbildungen

mit Illustrationen von Hugo Steiner-Prag.

Illustriert von

Hugo Steiner-Prag

Verlag

Insel

Seitenzahl

175

Maße (L/B/H)

18/11/1,5 cm

Gewicht

146 g

Farbe

Elfenbein / Anthrazit

Auflage

22

Originaltitel

Angabe fehlt

Übersetzt von

Arthur Luther

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-32463-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.05.1984

Abbildungen

mit Illustrationen von Hugo Steiner-Prag.

Illustriert von

Hugo Steiner-Prag

Verlag

Insel

Seitenzahl

175

Maße (L/B/H)

18/11/1,5 cm

Gewicht

146 g

Farbe

Elfenbein / Anthrazit

Auflage

22

Originaltitel

Angabe fehlt

Übersetzt von

Arthur Luther

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-32463-8

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Patrick Nagl

    aus Wien

    5/5

    13.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Zugreise

    Eine Zugreise mit Folgen. Zwei einander noch unbekannte Herren begegnen sich in einem Zugsabteil, als Einer dem Anderen den Eifersuchtsmord an seiner Frau gesteht. Ein bedrückendes und sehr moralisches literarisches Zeitdokument aus einer dunklen Epoche.

  • Patrick Nagl

    aus Wien

    5/5

    19.11.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Die Zugfahrt

    Tolstois Kreutzersonate erschien im Jahre 1890 und kann als Kritik an der damaligen russischen Gesellschaft gesehen werden. Die Novelle ist ein Psychogramm bzw. ein Sittenbild der damaligen Zeit und beleuchtet die gegensätzlichen Betrachtungsweisen des zwischenmenschlichen Zusammenlebens und der gesellschaftlichen Normen.

  • lady_st.germain

    5/5

    10.10.2007

    Buch (Taschenbuch)

    Fesselnde Weltliteratur der Spitzenklasse

    Ein Reisender trifft in einem Zug einen Herrn mit Namen Posdnyschow, welcher im Lauf eines sich entwickelnden Gespräches zugibt, seine Frau ermordet zu haben. Im nun folgenden, langen Dialog (zeitweise hat die Erzählung auch monologisierenden Charakter) entwickelt Posdnyschow die Motive für seine Tat, die er im damaligen russischen Zeitgeist, der Ehe an sich und der Gesellschaft sieht. Auch wenn viele Ansichten von Tolstoj gemessen an heutigen Verhältnissen nicht mehr zeitgemäß zu nennen sind, so zum Beispiel seine Forderung nach geschlechtlicher Askese. so wirft das Buch doch viele interessante Fragen auf und ist stilistisch durchaus fesselnd geschrieben. Vor allem die letzten Seiten, welche den Mord an der Ehefrau behandeln, gingen mir als Leser sehr nahe. Sicher hat Tolstoj noch bessere Werke verfasst, aber ihm ist mit dieser Erzählung dennoch ein grandioses Psychogramm einer zerrütteten Ehe gelungen. Das Nachwort, welches Tolstoj wohl später erklärend für seine Zeitgenossen verfasst hat, kann man als Leser hingegen getrost ignorieren, da es nicht mehr dem Zeitgeist entspricht und teilweise sehr dogmatisch klingt.

  • Bories vom Berg

    aus München

    2/5

    23.08.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Leider keine Satire! Die…

    Leider keine Satire! Die A-Dur-Sonate Opus 47 für Klavier und Violine hatte Ludwig van Beethoven dem französischen Geigenvirtuosen und Komponisten Rodolphe Kreutzer gewidmet, sie wird deshalb populär auch als «Kreutzersonate» bezeichnet. In Leo Tolstois gleichnamiger Erzählung bildet dieses Musikstück den Kulminationspunkt einer düsteren Geschichte um eheliche Treue, die mit einem Eifersuchtsmord endet. Die russische Erzählprosa des 19. Jahrhunderts erreichte mit Tolstoi und Dostojewski einen Höhepunkt, wovon auch dieses Buch zeugt. Offensichtlich ging es dem berühmten Autor hier vor allem darum, die verlogenen Konventionen seiner Zeit zu demaskieren, eine Absicht, die man ja auch in vielen anderen Werken der Literatur jener Zeit häufig antrifft, nicht nur in der russischen. Während einer Bahnfahrt erzählt ein etwas verwirrt wirkender älterer Mann von seiner Ehe und ihrem tragischen Ausgang. Es handelt sich weitgehend um einen Erzählmonolog, sein Gegenüber, der Ich-Erzähler, fungiert ganz selten mal als Stichwortgeber, er bleibt fast imaginär. Ein Leitthema bei Tolstoi ist ja Liebe und Ehe mit ihren vielschichtigen Problemen, hier nun auf die Spitze getrieben durch eine rigorose Verurteilung der Geschlechterliebe als Wurzel allen Übels in der Beziehung zwischen Mann und Frau. Als Konsequenz aus dieser Erkenntnis sei die völlige sexuelle Enthaltsamkeit vonnöten, das Zölibat als Ziel für alle gewissermaßen, und die Arterhaltung ist dabei insofern sichergestellt, als ja nicht alle diesen idealen Zustand erreichen, nicht alle Paare wie Brüderlein und Schwesterlein zusammenleben werden. Starker Tobak, der da abgebrannt wird, aber ernst gemeint! Wie das alles geschildert wird, ist einfach meisterhaft, die Gedankenwelt eines eifersüchtigen Ehemannes wird geradezu seziert, seine Ansichten und Standpunkte zum Thema sind logisch aufeinander aufgebaut. Eine unglaublich detailreiche Beschreibung führt den Leser durch einen Plot, dessen Ende ihm zwar schon früh bekannt ist, ohne dass es dadurch jemals langweilig würde. Es entfaltet sich das Psychogramm eines verbitterten Mannes, der an seinen falschen Schlüssen scheitert, auch zwingend scheitern muss, da ihnen ein falsches Menschenbild, eine absurde Moralvorstellung zugrunde liegt. So weit, so gut! Nicht gut aber ist die verbissene moralischer Verallgemeinerung, die Tolstoi seiner Geschichte als Leitfaden mitgibt, das, was Thomas Mann eine «Riesentölpelei« nannte im Werke seines russischen Kollegen. Auch wenn man Tolstois Geschichte als absolut zeitgebunden betrachtet, sind die von seinem Protagonisten vertretenen Ansichten nichts Abstraktes, keine philosophischen Reflexionen einer erfundenen Figur, der Autor identifiziert sich unzweifelhaft mit seinem Protagonisten, hat ein geradezu distanzloses Verhältnis zu ihm. Man könnte nun einwenden, diesen Schluss lasse der Text gar nicht zu, hätte Tolstoi seiner Geschichte nicht jenes unsägliche Nachwort hinzugefügt, in dem er seine abstrusen Thesen wiederholt und weiter verdeutlicht. Die zu diskutieren ich mir an dieser Stelle aber verkneife, solches Gedankengut war schon vor mehr als hundert Jahren jenseits aller menschlichen Erfahrungen und Erkenntnisse. Die «Kreutzersonate» ist also leider keine Satire und folglich ein äußerst ambivalentes Werk der Weltliteratur! Und so bleibt als Motiv zum Lesen eigentlich nur der Spaß an der grandiosen Erzählkunst dieses Autors. Mancher mag vielleicht sogar Lust bekommen, mal wieder Beethovens «Kreutzersonate» zu hören, wie ich das gerade tue, während ich diese Rezension schreibe, um damit meinen Ärger über völlig ernst gemeinte Sätze wie «Kinder sind eine Plage» und die zugehörige, wortreiche Begründung dieser Weisheit wenigstens ein bisschen abzumildern.

  • Bewertung

    5/5

    08.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr aktuell und tiefgründig

    Ein Buch, welches zum nachdenken anregt und sehr viel über uns als Gesellschaft aussagt. Einfach ein Buch welches nachhallt und viel Freiraum für personenbezogene Fragen lässt, mit denen man sich lang beschäftigen kann, um auf eigene Schlüsse zu kommen. Toll und lesenswert!

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