Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
25.03.2003
Abbildungen
14 SW-Abb.
Herausgeber
Brita SchirmerVerlag
Weidler Buchverlag BerlinSeitenzahl
96
Maße (B/H)
14,5/20,6 cm
Gewicht
178 g
Auflage
1., Auflage
Übersetzt von
Tatjana Langstein-Soljus + weitere
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-89693-224-2
Nachdem Nikolai Diligenski die Fähigkeit zur verbalen Sprache zunehmend verlor, lehrte ihn der Vater die Buchstaben. Schließlich gelang es Nikolai, ohne Hilfe Wörter aus Platikbuchstaben zusammenzufügen. Viele Jahre vor der Entwicklung der Methode der Gestützten Kommunikation und auch später davon scheinbar völlig unberührt, begann er im Alter von acht Jahren, unterstützt von seinem Vater, das handschriftliche Schreiben zu trainieren. Lange Zeit ruhte seine Hand in der des Vaters, bis es ihm nach vielen Jahren gelang, ohne physische Unterstützung zu schreiben. Um eine schnelle und möglichst unkomplizierte Kommunikation führen zu können, schrieb Nikolai seinem Vater später die Buchstaben auf den Handrücken.
Deutlich tritt in den im Zeitraum von 1992 bis 1997 entstandenen Texten Nikolai Diligenskis Bestreben hervor, den Charakter der eigenen Behinderung zu erkennen, seine Hoffnung, dass er einen Weg finden werde, ein „normales“ Leben führen zu können. Eindrucksvoll wird seine hohe Intelligenz und seine Sensibilität gegenüber den Menschen seiner Umgebung, seien es Eltern, Verwandte oder Lehrer, deutlich. Von Interesse sind auch seine Urteile über Literatur und Politik.
Nikolai Diligenski lebt heute, nachdem seine Mutter und sein Vater im Jahre 2002 verstorben sind, unter der Vormundschaft einer Freundin seiner Eltern.
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