»Als mein fünfzehnter Geburtstag gekommen war, ging ich von zu Hause fort, um in einer fernen, fremden Stadt in einem Winkel einer kleinen Bibliothek zu leben.« – Es erzählt Kafka Tamura, und seine Reise führt in Wirklichkeit aus der realen Welt hinaus in sein eigenes Inneres. Eine schicksalhafte Prophezeiung, der Geschichte von Ödipus gleich, lenkt Kafkas labyrinthischen Weg.
›Kafka am Strand‹ heißt das Bild an der Wand von Saeki, der rätselhaften Leiterin jener kleinen Bibliothek. Und ›Kafka am Strand‹ heißt auch der Song aus der Zeit, als Saeki noch Pianistin war und einen jungen Mann leidenschaftlich liebte, sie waren ein Paar wie Romeo und Julia.
Die Wege des Erzählers Kafka kreuzen sich auf geheimnisvolle Weise mit denen von Saeki und denen eines alten Mannes, der die Sprache der Katzen versteht und Spuren folgt, die in eine andere Welt weisen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
24.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Murakami ist mehr als ein Autor
Murakami schafft es auch hier wieder mit einer verzauberten Welt und seiner lebendigen Andersartigkeit
seiner Sprache uns zu fesseln.
Wie immer liegt soviel Philosophie und Selbnstreflektion in jeder Zeile, so dass wir hoffen auf der nächsten Seite unsere eigene Antwort zu finden. Mit Kafka die eigene Reise so zu erleben schafft nur Murakami, denn er erzählt nicht er führt.
Bewertung
5/5
26.08.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Brigitte
Mein Lieblingsbuch. Einfach fantastisch. Der Stil des Autors ist originell und einzigartig.
Bewertung
5/5
25.07.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Reise eines 15-jährigen -...
Die Reise eines 15-jährigen - entführt uns (typisch Murakami) über gelegentlich surreal-phantastische Pfade in das Innerste des Protagonisten. Tiefsinnig, komisch, außergewöhnlich!
Bewertung
aus Steinheim
5/5
06.09.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ausgezeichnet
Ich wollte mit dem Lesen beginnen und bin zufälligerweise auf diese Buch gestoßen. In der Vergangenheit habe ich schon selbst Erfahrungen gemacht die mich denken lassen haben, das Lesen nicht mein Ding ist.
Dennoch hat mich dieses Buch zum Lesen gebracht, ich habe mit diesem Buch bereits 2 gelesen und habe mein 3. heute bestellt.
Der Schreibstil von Murakami ist einfach sagenhaft und das Thema des Buches ebenso.
Besonders gefiel mir der Charakter Nakata. Seine Art zu sprechen ist sehr einzigartig und die Geschichte über ihn ist es ebenso.
Bewertung
5/5
01.02.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auf Reisen ein Gefährte, im Leben Mitgefühl
Ein Junge auf der Suche nach sich selbst und auf der Flucht vor einer düsteren Prophezeiung.
Eine geheimnisvolle Bibliothek, in der die Toten noch immer gegenwärtig sind.
Ein Mann, der mit Katzen sprechen kann.
Und mysteriöse Ereignisse, die sich langsam überschlagen.
"Kafka am Strand " ist eine Reise - keine einfache Reise, das nicht. Keine geradlinige Reise, dafür gibt es viel zu viele unerwartete Abzweigungen, zu viele abrupte Wendungen, zu viele Drehungen um 180 Grad.
"Kafka am Strand" ist eine Reise - die Reise von Kafka Tamura, die Reise von uns.
Eine Reise, deren Ziel nicht mehr und nicht weniger als unser eigenes Bewusstsein ist - geformt aus all den falschen Entscheidungen, dem unablässigem Drang wegzulaufen und der Bedeutungsschwere unserer Handlungen.
Wir brechen mit Kafka auf, überhastet möchte man fast meinen, lassen unseren Ballast zunächst einmal hinter uns und stürzen uns Hals über Kopf ins Abenteuer - wollen unserem Schicksal immer einen winzigen Schritt voraus sein, von unserem prophezeiten Weg möglichst weit abweichen.
Denn wer entscheidet über unsere Bestimmung, wenn nicht wir selbst?
Erst mit der Zeit wird uns bewusst, nachdem wir bereits Meile um Meile zurückgelegt haben, dass ein Moment des Innehaltens notwendig ist, des Durchatmens, denn auch wir müssen, in gleicher Weise wie es Kafka Tamuras Bedürfnis ist, zunächst einmal ankommen. Ankommen in der mysteriösen Bibliothek mit ihren undurchsichtigen und dennoch so unglaublich liebenswürdigen Bewohnern. Ankommen in der einsamen Hütte, ohne fließend Wasser, tief im Wald. Ankommen bei uns selbst. Ankommen im Moment.
Ist dies gelungen, ist man über diesen Moment hinaus, gibt es keine andere Richtung mehr als die tollkühnen Flucht nach vorne - weiter an der Seite von Kafka Tamura, weiter durch Murakamis großartigen Roman. Denn zu sehr hat man sich bereits auf Kafkas Geschichte eingelassen und zu tief ist man gefangen in Murakamis magischem Universum, seinen Universen.
Es ist fast ein ganz typischer Murakami, mit dem wir es hier zu tun haben. Wir wandeln zwischen mehreren Welten, springen in parallele Dimensionen, stehen in einem blutig-roten Regen aus Blutegeln und frischen Makrelen und treffen auf sprechende Katzen.
Zusammen mit Kafka Tamura hören wir bekannte Werke der klassischen Musik, lesen Kafka, richtig, den Namensvettern, befassen uns mit Kunst und verlieren uns in unserer eigenen Einsamkeit.
Einzig und allein der Protagonist unterscheidet sich etwas zu Murakamis üblichen Charakteren - im Gegensatz zu seinen üblichen Werken haben wir es in "Kafka am Strand" nicht mit einem Mitte 30 Jährigen zu tun, sondern einem Teenager auf der Suche nach sich selbst.
Murakami schreibt, wie man es von ihm gewohnt ist - direkt, offen, schnörkellos. Doch unter dieser, manche mögen behaupten, eher unscheinbaren Oberfläche liegt so viel Tiefe, so viel Magie, dass es Murakami erneut gelingt den Leser innerhalb von Sekunden in seinen Bann zu ziehen.
Es ist diese Mehrdeutigkeit auf die man sich einlassen, über die man nachdenken muss, die man nicht so schnell wieder vergisst.
Es ist diese Mehrdeutigkeit, die uns nicht mehr los lässt.
Und ist es dann endlich so weit, hat man dann zusammen mit Kafka das Ende der Reise erreicht (ob man auch am Ziel angekommen, ist wieder eine andere Frage) steht man, wie sooft bei Murakami, vor einem Haufen ungelöster Fragen, vor Rätsel um Rätsel, gerüstet mit einem Schubkarren von vagen Vermutungen, Ahnungen, auf die es keine Antworten gibt, die man ab diesem Zeitpunkt mit sich herumträgt.
Doch genau das ist der Reiz von Murakami, genau deswegen lesen wir seine Romane wieder und wieder, obwohl wir doch ganz genau wissen, dass wir am Ende erneut ohne des Rätsels Lösung dastehen, wieder in der Luft hängen und verzweifelt nach sinnvollen Erklärungen suchen.
Es ist beinahe wie ein Kick, den uns Murakami immer wieder beschert, und dem wir uns jedes Mal aufs Neue hilflos hingeben - er hat uns in der Hand, dieser Haruki Murakami.
Und so lesen wir weiter Murakami, Roman um Roman, die Vergangenheit vergessend, die Gegenwart voll ausschöpfend, immer auf der Suche nach Antworten - hilflos gefangen im Murakami-Kick.
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4/5
08.05.2025
eBook (ePUB)
Von skurriler Schönheit
Was könnte es passenderes geben, als meinen ersten "Haruki Murakami" im Urlaub in Japan zu lesen? Das hat diesen Roman zu einer ganz besonderen Erfahrung gemacht und ich kann ihn nur jedem Empfehlen, der seinen Horizont erweitern möchte und sich nicht vor Skurrilem scheut. Zwei weitere Titel des Autors stehen schon auf meiner Leseliste!
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4/5
02.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Skuril, Magisch,Fesselnd
Der 15-Jährige Kafka Tamura läuft von zu Hause weg. Er findet sich in einer Stadbibliothek wieder in der er Freundschaften schließen kann und sich in die ältere Bibliothekarin Saeki verliebt. Zur selben Zeit macht sich Nakata auf den Weg zu einem Ort den er selber noch nicht kennt, um etwas zu tun von dem er ebenfalls noch nichts weiß. Der mit Katzen sprechende Mann scheint von Magie geleitet zu werden. Murakami wirft die Fragen auf: Was ist Realität? Was ist Vorstellung? Ein skurrilles, magisches Buch.
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