Mutige Gefängnisausbrüche und das Verteilen von 'revolutionären Negerküssen' bei einem Banküberfall wurden zum Markenzeichen der 'Bewegung 2. Juni', ebenso die erfolgreiche Entführung des CDU-Spitzenkandidaten Lorenz in Berlin, aufgrund derer fünf Gefangene freigelassen wurden. Gabriele Rollnik beschreibt ihren Weg von der Soziologiestudentin zu Beginn der siebziger Jahre in Berlin bis zum Leben im Untergrund.
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2.0/5.0
Bewertung
2/5
08.12.2007
Buch (Taschenbuch)
unecht
Zufällig habe ich die Autorin bei einer Lesung erlebt. Es war ein sehr zwiegespaltener Eindruck. Sie wirkte insgesamt unecht. Ihre Gesten, ihre Mimik aber auch die gefärbten Haare. Sie redete von einem "Schönen Leben" und davon, dass sie nichts bereue. Aber es klang hart und verbittert. Ich interessiere mich für Biographien .Bei dieser Lesung aber überkam mich irgendwann das Gefühl des Mitleids für die Autorin. Sie machte oft absolut zu, wirkte kalt bei Fragen, die ihr unbequem waren.Die Antworten wurden abstrakt, abgespalten von der Person. Das kleine Publikum wirkte wie alte Bekannte, Zwischen ihnen wirkte Gabriele Rollnik eher wie eine biedere, konservative Hausfrau. Eine Frau, die in einem früheren Leben Banküberfälle und Entführungen mitmachte. Sie betonte immer wieder, fast zu oft, dass es eine bewusste politische Entscheidung war. Nur für welche Politik, das kam den ganzen Abend nicht vor. Während der RAF Debatte erinnerte ich diese Lesung, die so eigenartig steril wirkte und das Umfeld politischer als die Autorin wirkte.
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