Das zweite Zuhause Institutionelle Einflüsse, Lebensgeschichte und Persönlichkeitsentwicklung von dreißig ehemaligen Heimkindern
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
31.01.1997
Verlag
VS Verlag für SozialwissenschaftenSeitenzahl
273
Maße (L/B/H)
21/14,8/1,6 cm
Gewicht
404 g
Auflage
1997
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8100-1779-6
"Was ist erfolgreiche Heimerziehungsarbeit? Wann kann man überhaupt von erfolgreicher Heimunterbringung sprechen? Woran kann man Erfolg messen?" Es sind diese Fragen, denen sich Walter Gehres in seiner Arbeit über Wirkungen von Heimerziehung zuwendet, die in konzeptueller und empirisch-methodischer Hinsicht einen neuen Ansatz in der Evaluation von Fremderziehungsprozessen entwickelt und die die konkreten Erfahrungen von Heimkindem mit ihren oft traumatischen Erlebnissen in den Herkunfts familien, der Bewältigung von Trennungen, von Enttäuschungen und Er wartungen, dem allmählichen Aufbau von Vertrauen und Selbstbewußtsein in der Heimzeit bis hin zu gegenwärtigen Versuchen der Lebensführung rekonstruiert. Dabei entsteht ein differenziertes Bild über die Vorgeschichte, den Unter bringungsprozeß, das Entwicklungsfeld Heim. Im Dialog mit 30 früheren Heimkindem (18 Frauen und 12 Männem, die zum Zeitpunkt der Unter suchung 14-31 Jahre alt waren) wird herausgearbeitet, wie diese selbst ihre Lebensgeschichte berichten und sehen und inwieweit sie ihr einen positiven Sinn abgewinnen konnten, nicht zuletzt, welche Bedeutung für ihre Ent wicklung sie dabei den Erfahrungen im Feld der Heimerziehung zumessen. Auf diese Weise werden die Erfahrungsfelder "Herkunftsmi lieu - Unterbringungsprozeß - Heim und pädagogische Beziehung" zu einer Theorie über die Wirkungen von Heimerziehung verknüpft, wird "Bezie hung" im Kontext der verschiedenen relevanten Felder zum Kristallisations punkt für die wesentlichen Faktoren, die im Prozeß der Fremdunterbringung eine Rolle spielen. Die Untersuchung belegt bei der Gruppe der Befragten ein eher positives Ergebnis der Heimunterbringung, was in Anbetracht der scharfen Kritik an dieser (im übrigen teuersten) Jugendhilfemaßnahme eine willkommene Nachricht ist.
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