"Die armen Kinder der Reichen". Die heutige Wohlstandsverwahrlosung und ihre Folgen
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- Taschenbuch ausgewählt
- eBook
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
26.09.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
36
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,4 cm
Gewicht
68 g
Auflage
4. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-16782-1
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Pädagogik - Päd. Soziologie, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Institut für Erziehungswissenschaften), Veranstaltung: Pädagogische Ansätze zur Arbeit mit Kindern in Not, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In letzter Zeit häufen sich Statistiken und Veröffentlichungen zum Thema Verwahrlosung bei Kindern. Darüber hinaus sträuben sich den Menschen die Nackenhaare, wenn veröffentlich wird, dass in Deutschland jedes sechste Kind von Armut betroffen ist. Doch wenn wir denken, dass nur Kinder aus sozial schwachen Familien das Nachsehen haben, täuschen wir uns gewaltig, denn es gibt auch noch die sogenannte Wohlstandsverwahrlosung. Dieser Begriff beschreibt Kinder und Jugendliche, denen es an persönlicher Zuneigung und Zuwendung der Eltern fehlt. Die Eltern versuchen die fehlende Zeit für die Erziehung der Kinder oft durch vermehrte materielle Zuwendungen auszugleichen. "Mein Name ist Anne. Ich bin sechzehn Jahr alt und lebe mit meinen Eltern in einer Eigentumswohnung in der Innenstadt von München. Morgen werde ich endlich mal wieder richtig shoppen gehen und mich für den Frühling einkleiden. Ich werde Claudia, meine beste Freundin mitnehmen und wir werden sicher wieder stundenlang durch die Stadt bummeln um in den schicken Boutiquen die passenden Outfits zu ergattern. Mit dem Taxi müssen wir danach noch schnell nach Pasing, einem kleinen Stadtteil etwas außerhalb. Dort hat eine neue Outlet-Factory von Joop eröffnet, die wir unbedingt inspizieren müssen. Papa hat mir heute extra seine Kreditkarte gegeben, damit ich auch ein paar schöne Stücke kaufen kann. Abholen wird uns dann sicher meine Mutter, wenn sie von ihrem Aerobic-Kurs heimfährt. Ach das wird bestimmt wieder ein toller Tag werden. Ich freue mich schon richtig darauf." So oder ähnlich könnten Tagebucheinträge eines Mädchens anfangen, welches als Stereotyp für die Wohlstandsverwahrlosung der heutigen Zeit steht. Sie selbst manifestiert sich über Luxusartikel und Geld und ist stetig darauf bedacht, dieses gut auszugeben, um gut gestylt nächsten Tag in die Schule zu gehen. "Wohlstandsverwahrlost sind Kinder wie das sechsjährige Mädchen, [...] dass im Kunstunterricht über die Farbspritzer auf ihrem Gucci-Blüschen klagt. Auch so was kommt vor. Wohlstandsverwahrlost sind 18jährige mit Autos, von denen die Marketingleiter ihrer Väter nur träumen. Sie laden ihre 17jährigen Freundinnen nicht in die Dorfdisco, sondern übers Wochenende ins Hotel nach Nizza ein, weil die Drinks dort bei besserem Wetter eingenommen werden." [...]
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