Produktbild: Meistererzählungen
Band 22527

Meistererzählungen Die Beispielhaften Novellen. Nachw. v. Fritz R. Fries

Aus der Reihe detebe
1

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.06.2011

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

736

Maße (L/B/H)

18/11,3/3,2 cm

Gewicht

476 g

Auflage

03. Auflage

Originaltitel

Novelas ejemplares

Übersetzt von

Gerda Uslar

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-22527-3

Beschreibung

Rezension

»Bewunderung und Mitleid und Vergnügen - das alles kann ich bei Cervantes finden, weil er eben ein Mann ist, der versucht, das bestmögliche in dieser baufälligen Welt zu leisten, in der zu leben er gezwungen ist.« William Faulkner

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.06.2011

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

736

Maße (L/B/H)

18/11,3/3,2 cm

Gewicht

476 g

Auflage

03. Auflage

Originaltitel

Novelas ejemplares

Übersetzt von

Gerda Uslar

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-22527-3

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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Der Diogenes Verlag hat seine…

MaWiOr aus Halle am 06.07.2011

Bewertungsnummer: 2702687

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Diogenes Verlag hat seine erfolgreiche Reihe der „Meistererzählungen“ mit einem weiteren Band fortgesetzt. Nunmehr sind bereits zwanzig Bände erschienen: von Ambroce Bierce bis H.G. Wells, zuletzt Jack London. Nun liegt mit den „Meistererzählungen“ des spanischen Dichters Miguel de Cervantes Saavedra (1547-1616) ein recht umfangreicher Band vor. Er bringt die zwölf „Beispielhaften Novellen“, die 1613 unter dem Originaltitel „Novelas ejemplares“ erschienen, z.T. aber schon früher verfasst wurden. Die Veröffentlichung lag damit acht Jahre nach der Publikation des ersten Teils des „Don Quijote“ und zwei Jahre vor der Veröffentlichung des zweiten Teils. Wie der weltbekannte Roman über den abenteuerlichen Ritter und seinen Knappen sind auch Cervantes‘ Novellen längst Bestandteil der Weltliteratur geworden. Die Novellensammlung war damals bereits ein großer Erfolg und wurde seitdem in zahlreiche Sprachen übersetzt. Neben dem Unterhaltungswert kam es Cervantes, wie er in seinem Vorwort betont, auch auf die moralische Unterweisung des Lesers an. Schon die erste Novelle „Die kleine Zigeunerin“ („La gitanilla“) zeigt deutlich diese Absichten: ein Kavalier verliebt sich in ein angebliches Zigeunermädchen derart, dass er nicht nur an ihrem Zigeunerleben teilnimmt sondern auch seinen gesellschaftlichen Rang aufs Spiel setzt. In einigen Novellen verwendet Cervantes das literarische Element der Verfremdung, so nimmt er in „Gespräch zwischen Cipion und Berganza, den Hunden des Auferstehungshospitals“ („Coloquio de los perros“) die Hundeperspektive ein. In „Rinconete und Cortadillo“ erzählt er dagegen aus der Sicht von zwei Gaunerlehrlingen, die schnell Beute machen wollen. Viele seiner Novellen haben einen biografischen Hintergrund, so tauchen immer wieder Orte und Begebenheiten aus seinem Leben auf. Kritik an den gesellschaftlichen Missständen seiner Zeit finden sich ebenfalls in den kleinen Meisterwerken. Der Einfluss der „Beispielhaften Novellen“ auf die europäische Literatur war bedeutend. So wurden zahlreiche dramatische Dialoge aus ihnen einfach in Bühnenbearbeitungen verwertet. Besonders die deutsche Romantik ließ sich von den Novellen zu eigenen literarischen Schöpfungen anregen. Die vorliegende Ausgabe wird durch ein wunderbares und informationsreiches Nachwort von Fritz Rudolf Fries aus dem Jahre 1959 ergänzt, das vor allem auf die autobiografischen Aspekte der Novellen eingeht. Manfred Orlick

Der Diogenes Verlag hat seine…

MaWiOr aus Halle am 06.07.2011
Bewertungsnummer: 2702687
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Diogenes Verlag hat seine erfolgreiche Reihe der „Meistererzählungen“ mit einem weiteren Band fortgesetzt. Nunmehr sind bereits zwanzig Bände erschienen: von Ambroce Bierce bis H.G. Wells, zuletzt Jack London. Nun liegt mit den „Meistererzählungen“ des spanischen Dichters Miguel de Cervantes Saavedra (1547-1616) ein recht umfangreicher Band vor. Er bringt die zwölf „Beispielhaften Novellen“, die 1613 unter dem Originaltitel „Novelas ejemplares“ erschienen, z.T. aber schon früher verfasst wurden. Die Veröffentlichung lag damit acht Jahre nach der Publikation des ersten Teils des „Don Quijote“ und zwei Jahre vor der Veröffentlichung des zweiten Teils. Wie der weltbekannte Roman über den abenteuerlichen Ritter und seinen Knappen sind auch Cervantes‘ Novellen längst Bestandteil der Weltliteratur geworden. Die Novellensammlung war damals bereits ein großer Erfolg und wurde seitdem in zahlreiche Sprachen übersetzt. Neben dem Unterhaltungswert kam es Cervantes, wie er in seinem Vorwort betont, auch auf die moralische Unterweisung des Lesers an. Schon die erste Novelle „Die kleine Zigeunerin“ („La gitanilla“) zeigt deutlich diese Absichten: ein Kavalier verliebt sich in ein angebliches Zigeunermädchen derart, dass er nicht nur an ihrem Zigeunerleben teilnimmt sondern auch seinen gesellschaftlichen Rang aufs Spiel setzt. In einigen Novellen verwendet Cervantes das literarische Element der Verfremdung, so nimmt er in „Gespräch zwischen Cipion und Berganza, den Hunden des Auferstehungshospitals“ („Coloquio de los perros“) die Hundeperspektive ein. In „Rinconete und Cortadillo“ erzählt er dagegen aus der Sicht von zwei Gaunerlehrlingen, die schnell Beute machen wollen. Viele seiner Novellen haben einen biografischen Hintergrund, so tauchen immer wieder Orte und Begebenheiten aus seinem Leben auf. Kritik an den gesellschaftlichen Missständen seiner Zeit finden sich ebenfalls in den kleinen Meisterwerken. Der Einfluss der „Beispielhaften Novellen“ auf die europäische Literatur war bedeutend. So wurden zahlreiche dramatische Dialoge aus ihnen einfach in Bühnenbearbeitungen verwertet. Besonders die deutsche Romantik ließ sich von den Novellen zu eigenen literarischen Schöpfungen anregen. Die vorliegende Ausgabe wird durch ein wunderbares und informationsreiches Nachwort von Fritz Rudolf Fries aus dem Jahre 1959 ergänzt, das vor allem auf die autobiografischen Aspekte der Novellen eingeht. Manfred Orlick

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