Das Todesthema in Storms Lyrik
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
04.03.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-55179-8
2. Interpretation der Gedichte
2.1 Einer Toten1
Dieses Gedicht schrieb Storm anlässlich des Todes seiner ältesten Schwester Helene Lorenzen, die am 10. November 1847 im Kindbett starb.2
Im ersten Teil des Gedichts schildert er die Situation kurz vor ihrem Tode. Ihre Qual wird beschrieben: "Noch eine Nacht, noch eine war gegeben! Auch die verrann; dann kam das Morgenlicht." Sie ist hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, von ihrem Leid erlöst zu werden, wofür die "Nacht" als Symbol steht und ihrem Lebenswillen und der Hoffnung, die vom "Morgenlicht" symbolisiert werden:"Mein guter Mann, wie gerne wollt ich leben!" Das Bewusstsein, sterben zu müssen, wird mit Fortschreiten der Nacht deutlicher: "Sorg für das Kind - ich sterbe, süßer Mann."
Allerdings wird anfangs auch angedeutet, dass dieses Siechtum der jungen Mutter scheinbar keine neue Erscheinung ist: "Du glaubtest nicht an frohe Tage mehr, Verjährtes Leid ließ nimmer dich genesen; Die Mutterfreude war für dich zu schwer, Das Leben war dir gar zu hart gewesen. - " Offenbar war die Frau auch vorher bereits ein eher kränklicher Typ, denn "Verjährtes Leid" deutet eigentlich auf ein langfristiges, chronisches Leiden hin. So war die Geburt des Kindes dann wohl das Todesurteil für die junge Frau. Aufgrund ihrer schwachen Konsistenz hat sie diese Anstrengung nicht bewältigen können. Auch steht die "Mutterfreude" in Antagonie zum Tode- sie hat Leben geschenkt und geht selbst daran zugrunde.
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