Winter 1953 in Ost-Berlin. Die zweijährige Ursula und ihre Geschwister entgehen nur knapp dem Tod. Von ihrer Mutter verlassen, die sich in den Westen abgesetzt hat, werden die Kinder ausgehungert von ihrem Großvater gefunden. Ursula wird, getrennt von den Schwestern, in dem Kinderheim „Königsheide“ untergebracht, einer Vorzeige-Einrichtung der DDR, in der die Kinder zu mustergültigen „sozialistischen Persönlichkeiten“ entwickelt werden sollen. Für das Mädchen beginnen damit Jahre des Leids … Ursula Burkowski beschreibt ergreifend und schlicht ihre Zeit im Kinderheim. Sie erzählt von den ersten Erfahrungen als elternloses kleines Mädchen bis hin zu den alltäglichen Problemen einer heranwachsenden jungen Frau, die langsam beginnt, innerlich aufzubegehren gegen die Unfreiheit, der sie ausgesetzt ist. Der Autorin gelingt es mit bewundernswerter Leichtigkeit, ihre Vergangenheit lebendig werden zu lassen und die Leser zu berühren. „Weinen in der Dunkelheit“, erstmals 1992 erschienen und stark beachtet von Medien und Politik, gilt als ein zentrales Buch zum Thema Heimerziehung. Die Neuausgabe enthält ein aktuelles Vorwort der Autorin, ein Grußwort der thüringischen Stasi-Unterlagen-Beauftragten Hildigund Neubert sowie ausgewählte Pressestimmen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
21.08.2026
Buch (Paperback)
Sehr emotional
Mein Fazit:
Zitat : " In einer Ecke steht ein rostiges Metallgitterbett, in dem ein vier Monate altes Mädchen liegt, mit den Haaren an den Gitterstäben festgefroren.Fast eine Woche waren sie alleine … "
Für mich ist dieses Buch eine wunderschöne, aber auch schmerzliche Zeitreise in meine DDR‑Kindheit. Das blaue Pionierhalstuch, der Spruch : " Seid bereit, immer bereit " . Oder die Kinderzeitung " Frösi "... Dieses Buch beweist, wie es sich anfühlt, nicht geliebt zu werden, und dass man doch stark sein kann, sein Leben entgegen aller Widrigkeiten zu meistern und am Ende doch so etwas wie Glück zu erleben.
Die Lebensgeschichte von der Autorin ist sehr ergreifend, teilweise voller Dramatik und großer Gefühle. Was die Autorin in dem Kinderheim erleben musste, ist kaum in Worte zu fassen. Sie versucht, es in einfachen Worten dem Leser näherzubringen, und es berührt einfach das Herz. Wieviel Leid kann ein Mensch ertragen, bevor die Seele bricht? Von der Mutter im Stich gelassen und fast gestorben, ins Kinderheim gesteckt und der Unmenschlichkeit und den Grausamkeiten der Erzieherinnen ausgesetzt zu sein, die ersten Erfahrungen mit der Liebe und Enttäuschungen zu erleben, Menschen, denen man vertraut hat, zu verlieren …
Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach, sehr berührend und einfühlsam, die Geschichte spannend erzählt und sehr emotional. Die Geschichte hat mich sehr berührt und es flossen die Tränchen. Ich erinnere mich trotzdem sehr gern an die DDR‑Zeit, zumal man wenig über die Methoden in dem ehemaligen Sozialstaat erfahren konnte.
Jenny
5/5
16.02.2025
Buch (Paperback)
Damals ...
Ein sehr bewegende persönliche Geschichte, die, meiner Meinung nach, Pflichtlektüre für Erzieher werden sollte. Denn damals war nicht alles besser und zum Glück ändert sich die Pädagogik, wobei es auch heute noch solche Erzieher gibt und es oft einfach hingenommen wird.
Mich interessiert der weitere Werdegang, deshalb versuche ich ihr zweites Buch zu ergattern.
Bewertung
5/5
20.09.2015
Buch (Paperback)
Das geht under Die Haut
Weinen in der Dunkelheit
Ist der Auftakt zu einer Trilogie. Die Bücher sind 23 und 22 Jahre alt. Es geht um die Damalige DDR. Das Buch ist Weis mit einen Bild wo ein Mädchen abgebildet ist. Da Mädchen hält sich an eisernen Stangen fest, Vermutlich ein Tor. Sie schaut sehr traurig aus. Geschrieben wurde es von Ursula Burkowski kostete 12,90 DM hat 254 Seiten und ist erschienen in Bastei Lübbe Verlag
Zum Inhalt
1953 verlast die Mutter ihre 3 Kinder und flieht in den Westen. Ursula kommt mit 2 Jahren ins Heim mit ihren Bruder, wo ihre Schwester hin kommt erfahren sie nicht. Wir begleiten Ursula in ihrer Kindheit im Heim wie sie die Grenzschließung erlebt. Einsamkeit, Keine liebe und der täglich Kampf um Aufmerksamkeit gehören zum Alltag als Heim Kind in der DDR. Wie Ursula ihr Tägliches Leben im Heim meistert bis zu ihren 16 Lebens Jahr das dürft ihr gerne selbst verfolgen in dem Ihr dem Buch ein gehör schenkt und es selber lest.
Wie hat es mir gefallen.
Ich fand den Erfahrungsbericht sehr gut. Von meinem Gefühl her hab ich mich gefühlt als wäre ich auch tort im Heim und wachse mit Ursula auf. Man verfolgt erlebt richtig das Leben des kleinen Mädchens .Den 1 teil hab ich in nu verschlungen. Jetzt bin ich gespannt wie es im 2 teil weiter geht
Gabriele Frik
aus Delfzijl
5/5
14.12.2012
Buch (Paperback)
Eine echte Geschichte
Dieses Buch habe ich an einem Abend gelesen. Beim Lesen kamen meine Kindheitserinnerungen wieder. Ich war damals 5 Jahre alt als ich zusammen mit meiner Tante meinen Cousin besuchte. Er war damals in den Jahren 1959 und 1966 auch in einem Kinderheim bei Berlin. Alle Kinder auf der Station warteten ungeduldig hinter den verschlossenen Türen. Nur die grössten und stärksten Kinder konnten durch ein kleines Fenster schauen.
Alice
4/5
03.01.2025
Buch (Paperback)
Mutig und mitfühlend
Man fühlt und leidet Seite für Seite mit der Autorin und empfindet am Ende nichts weiter als Bewunderung für deren Mut und das Selbstbewusstsein, mit dem sie den Heimalltag über Jahre hinter sich gebracht hat. Vor allem dafür, dass sie nicht nur für sich selbst die Kraft aufgebracht hat, sich nicht aufzugeben, sondern auch immer noch für das Recht von Freundinnen und Heimgenossinnen zu kämpfen, obwohl die unvermeidlichen Strafen von Erziehern und Leitung immer im Hinterkopf waren. Ein solch zwischenmenschliches Engagement ist in der heutigen Zeit kaum noch vorhanden.
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