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Gesundheitsverhalten und Krankheitsgewinn Zur Logik von Widerständen gegen gesundheitliche Aufklärung

54,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.1984

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

162

Maße (L/B/H)

22,9/15,2/1,1 cm

Gewicht

283 g

Auflage

1984

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-531-11655-6

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.1984

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

162

Maße (L/B/H)

22,9/15,2/1,1 cm

Gewicht

283 g

Auflage

1984

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-531-11655-6

Herstelleradresse

VS Verlag für Sozialw.
Abraham-Lincoln-Straße 46
65189 Wiesbaden
DE

Email: ProductSafety@springernature.com

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  • I. Einführung.- 1. Gegenstand der Untersuchung, erste Hinweise auf Verfahren und Ziel.- Die Bedeutung einer Zentrierung auf individuelle Sinnstrukturen.- für das Sichtbarwerden von Widerständen gegen Gesundheitsaufklärung.- 2. Besonderheiten des Verfahrens.- Untersuchen als Verändern.- und die Grenzen unserer Interventionen.- Gesellschaftliche Schwierigkeiten mit dem Sinnverstehen.- Die Interpretation von Szenen und die Bedeutung psychoanalytischer Kompetenz als Erweiterung sozialwissenschaftlicher Verstehensleistungen.- Sinnverstehen der Lebenspraxis als unentwickeltes (latentes) Laienwissen.- Das öffentliche Diskutieren des Privaten und Peinlichen.- und die naturwüchsigen Widerstände gegen unbewältigbare Thematisierungen.- 3. Abgrenzung des von unserer Methode erfaßten Realitätsausschnitts.- Wird hier etwas „bloß Subjektives“ erhoben?.- Subjektivität und Gesellschaftlichkeit.- Unser Forschungsverfahren im Verhältnis zu anderen Ansätzen.- Der Stellenwert objektiver Strukturänderungen.- die Bedeutung institutionalisierter Handlungsmuster.- und die Perspektiven lerntheoretischer Ansätze.- „Unser“ Realitätsausschnitt und seine Praxisperspektiven.- Die Gebundenheit an aufklärende Gesprächssituationen.- II. Theoretische Vorannahmen: Gesundheitsverhalten als Konfliktlösungsverhalten.- 1. Problemstellung.- Subjektive Sinnhaftigkeit von Gesundheitsverhalten.- als Resultat eines komplexen psychosozialen Vermittlungsverhältnisses.- 2. Funktionalistischer Krankheitsbegriff und Gesundheitsverhalten.- Krankheit als Form abweichenden Verhaltens.- und der Sonderfall des gesundheitlichen Risikoverhaltens.- Gesundheitserziehung im funktionalistischen Rollenmodell.- 3. Psychoanalytischer Krankheitsbegriff und Krankheitsgewinn.- Gesundheit und Krankheit als Stadien mit gleitenden Übergängen.- und das Verständnis von Krankheit als Konflikt.- Symptomgeschehen als Kompromißbildung.- Primärer und sekundärer Krankheitsgewinn.- Familiendynamik und Gesundheitsverhalten.- 4. Gesundheitliches Risikoverhalten als selbstschädigende Anpassung.- Die analoge Bedeutung von Risikoverhalten und psychosomatischer Symptomwahl.- und die Rolle kultureller und subkultureller Deutungs- und Entlastungsmechanismen.- 5. Krankheitsgewinn als Widerstand gegen Gesundheitsaufklärung.- Die psychische und soziale Organisation des Widerstands.- und die besonderen Anforderungen an eine Gesundheitserziehung.- III. Zum methodischen Ansatz.- 1. Allgemeine methodologische Hinweise.- Psychoanalyse und Sozialwissenschaft.- Forschen als Erkennen und Verändern.- 2. Szenische Wahrnehmung: Übertragung und Gegenübertragung.- Die Inszenierung von Beziehungskonflikten in der psychoanalytischen Situation.- und die psychoanalytische Erkenntnisform.- Forschungsgespräch als Szene.- 3. Intervenierende Forschung und psychoanalytische Kompetenz.- Die Möglichkeit der Erweiterung alltäglich fungierender Wahrnehmungs- und Verstehensweisen.- Abgrenzungen zum psychoanalytischen Verfahren.- 4. Zur Bedeutung des Kriteriums „sozialer Unterprivilegierung“.- Gesundheitszustand und Verhältnis zum medizinischen Versorgungssystem.- Krankheitsverhalten : die Beschränktheit medizinsoziologischer Ergebnisse.- und die Notwendigkeit eines an Subjektivität orientierten Forschungsansatzes.- 5. Die Interviewten.- Auswahlkriterien, Zugangswege.- und die Gesprächspartner im einzelnen.- 6. Gesprächsverlauf und Interviewführung.- Erzählanreiz, kognitive Strukturierung und die Wahrnehmung szenischer Anteile in der Gesprächssituation.- 7. Supervision und Einzelfallauswertung.- Interviewszene und Berichtsszene als analoge Verstehenssituationen.- Beziehungsdynamik als Medium unbewußter Konflikte.- Fallinterpretation als Rekonstruktion eines konsistenten Bedeutungszusammenhangs.- das Verhältnis von primärem und sekundärem Krankheitsgewinn.- 8. Gesamtauswertung der Einzelfälle: Das Verfahren der Typenbildung.- Verallgemeinerung als interpretatives Verfahren.- Rekonstruktion typischer Sinnstrukturen: Abhängigkeit, Inszenierung, Kontrolle.- IV. Gesamtauswertung der Einzelfälle.- 1. Zum Typus Abhängigkeit.- Psychodynamischer Konflikthintergrund.- und geschlechtsspezifische Differenzierungen.- Die (alkohol-)abhängigen Männer.- Falldokumentation: Herr A..- Interpretation.- Allgemeine Typenbeschreibung.- 1. Primärer Krankheitsgewinn: Der lebensgeschichtliche Sinn der Symptome.- Die Macht der Mütter.- und der kompensatorische Charakter der Sucht.- 2. Sekundärer Krankheitsgewinn: psychosoziale Organisationsformen des primären Krankheitsgewinns.- Die Reinszenierung des Abhängigkeitskonflikts im Familienmilieu.- und die ambivalente Funktion der Arbeit.- Alkoholkonsum als männliches Rollenattribut und ritualisierte Geselligkeitsform.- 3. Veränderungschancen.- Furcht vor Autonomieverlust als zentrale Barriere.- Chancen eines psychosozialen Beratungsangebots.- und die Rolle massenmedialer Aufklärung.- sowie sozialstruktureller bzw. institutioneller Veränderungen.- Die familienzentrierten Frauen.- Falldokumentation: Frau F..- Interpretation.- Allgemeine Typenbeschreibung.- 1. Primärer Krankheitsgewinn: Der lebensgeschichtliche Sinn der Symptome.- Mütterliche Ambivalenz und frühkindlicher Trennungskonflikt.- Bedeutung im Kontext psychischer und psychosomatischer Symptombildungen.- 2. Sekundärer Krankheitsgewinn: psychosoziale Organisationsformen des primären Krankheitsgewinns.- Die Flucht in die Mutterrolle als kompensatorische Entlastung.- ‚Starke‘ Frauen — ‚schwache‘ Männer.- Kontrolle gegen Abhängigkeitsängste.- Doppelaspekt der Familienzentrierung als Konfliktabwehr und -genese.- 3. Veränderungschancen.- Wünsche nach einfühlsamer Nähe verbinden sich mit der Leugnung eigener Beteiligung am Krankheits- und Beziehungsgeschehen.- Aktualisierung des Trennungskonflikts durch die intime Interviewsituation.- die Notwendigkeit eines verläßlichen Beziehungsangebots.- und die Veränderung geschlechtsspezifischer Rollenzwänge.- 2. Zum Typus Inszenierung.- Ausdruckscharakter der Symptome.- im Dienste der Konfliktdarstellung und -entlastung.- Falldokumentation: Frau B..- Interpretation.- Allgemeine Typenbeschreibung.- 1. Primärer Krankheitsgewinn: Der lebensgeschichtliche Sinn der Symptome.- Somatisierung und Konfliktinszenierung.- und das Übergreifen der unbewußten Dynamik.- 2. Sekundärer Krankheitsgewinn: Psychosoziale Organisationsformen des primären Krankheitsgewinns.- Die Beziehungspartner als Mitspieler.- 3. Veränderungschancen.- Affektnähe und Symbolisierung von Konflikten als Ansatzpunkte kommunikativer Bewältigungsformen.- 3. Zum Typus Kontrolle.- Die Strategie der Affektkontrolle.- und die Kontrollfunktion der Organmedizin.- Falldokumentation 1: Herr D..- Interpretation.- Falldokumentation 2: Herr L..- Interpretation.- Allgemeine Typenbeschreibung.- 1. Primärer Krankheitsgewinn: Der lebensgeschichtliche Sinn der Symptome.- Selbstkontrolle, soziale Hierarchie und gesundheitliches Risikoverhalten.- Kontrolle als Leugnungs- und Normalisierungsstrategie.- Leistungsorientierung und Konformität.- Erfahrungen in der Herkunftsfamilie.- Vater als problematische Identifikationsfigur.- und der latente Autoritäts- und Rivalitätskonflikt.- 2. Sekundärer Krankheitsgewinn: Psychosoziale Organisationsformen des primären Krankheitsgewinns.- Ehebeziehungen als Unterstützung der Kontrolltendenzen.- Anpassung und Verzicht gegen Abenteuerlust.- Arbeit und Identität.- 3. Veränderungschancen.- Der Doppelcharakter des sachorientierten Kommunikationsstils.- Thematisierungsfähigkeit und Qualifikation.- Konformitätsdruck und Leugnung passiver Strebungen.- Lockerung normierter Wertvorstellungen als Chance.- V. Die Familieninterviews.- 1. Der Zugang zu den Familien.- Die Schwierigkeiten, geeignete Familien zu finden.- Auswege, Kompromisse.- 2. Die Interviewerfahrungen.- Die Anforderungen an die Interviewpraxis.- und die Besonderheiten des ‚Familienwiderstands‘.- 3. Fallbeispiele.- Familie M..- Interpretation.- Familie P..- Interpretation.- VI. Schluß und verallgemeinernde Auswertung.- 1. Einige gesellschaftstheoretische Voraussetzungen zum Verständnis von „Gesundheitsverhalten“ heute.- Krankheits- und Gesundheitsbegriff bei Parsons.- Krankheit im Kontext sozialer Steuerung und Kontrolle.- Krankheit als legitimer Entlastungsmechanismus.- Stellenwert der naturwissenschaftlichen Medizin.- 2. Einige Verständnisvoraussetzungen des persönlichen Umgangs mit Gesundheit.- „Gesundheitsverhalten“ als Ergebnis eines Zielsetzungskonflikts.- „Gesundheitsverhalten“ als Ergebnis eines ätiologischen Kraftfelds.- Krankheitsgewinn als psychosoziale Größe.- und die Bedeutung personaler Kommunikation.- Soziale Unterprivilegierung und Thematisierung von „Krankheit als Konflikt“.- Die Rolle des medizinischen Systems im Prozeß der Sekundärverdrängung krankheitsrelevanter Konflikte.- Die Verbesserung der Dialogchancen.- Noch einmal der Stellenwert unseres Ansatzes: bloß subjektiv?.- 3. Prophylaxe mit Hilfe der Betroffenen und wie man sie dabei unterstützen kann.- Generell: Das Wiedereinführen der Subjektivität, genauer: der InterSubjektivität in die Gesundheitslehre tut not.- Dem kompetenten Sprechen über Gesundheitsprobleme soziale Orte verschaffen.- Unterstützung der Laienbewegung.- Psychosoziale Beratung.- Eine „sprechende Medizin“ im Medizinsystem selber.- Überwindung der Entfremdung zwischen Medizinsystem und Patienten.- erfordert eine Strukturänderung des Versorgungssystems.- Möglichkeiten einer allgemeinen Prophylaxe.- Die Verbesserung der Prophylaxe vermittels klimaschaffender Aufklärung.- Den persönlichen Gebrauchswert von Gesundheit hervorheben.- Problembewußtsein für „Krankheit als Konflikt“ schaffen.