Niemand kennt sein Alter oder das Ausmaß seiner Macht. Er war bei der Kreuzigung Christi zugegen, hat mehreren römischen Kaisern gedient und unzählige Menschen getötet. Er ist der allererste Vampir: Nosferatu. Heute, nachdem er ein halbes Jahrhundert lang verschwunden war, erwacht er aus einem traumlosen Schlaf in Indien und findet heraus, dass gegen ihn eine Verschwörung im Gange ist. Seine Feinde wie auch seine Artgenossen wollen nur eines: ihn töten. Als seine Erinnerung langsam zurückkehrt, begreift er, dass sein Schicksal eng mit der Liebe zu einer Frau verknüpft ist. Er ist Nosferatu, das Ungeheuer, das als Mensch leben wollte. Mit Nosferatu legt Olivier Peru seinen nächsten Horrorknaller vor, der die Fans sicherlich ähnlich begeistert wie sein Hit 'Zombies', der die Fans zu wahren Jubelstürmen hingerissen hat.
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Nosferatu war der älteste und…
Kissss aus Notzingen am 13.01.2013
Bewertungsnummer: 2701155
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Nosferatu war der älteste und mächtigste aller Vampire, doch gilt er seit einem halben Jahrhundert als verschollen. Jetzt spüren die Vampire, die von seinem Blut getrunken haben, seine Gegenwart irgendwo in Indien. Sie sind nicht gerade begeistert von der Aussicht, ihre Pfründe abgeben zu müssen und setzen alles daran, den Totgeglaubten endgültig ins Jenseits zu schicken. Davon träumen auch Vampirjäger wie Erick... Vom Stil her erinnerte mich "Nosferatu" stark an die Zombies-Reihe, die ebenfalls sehr düster daherkommt und vor allem mit Braun- und Grautönen koloriert ist (von den Digikore Studios). Beide Serien stammen aus der Feder Perus. DIe Hintergründe sind detailliert ausgearbeitet, das Dickicht eines Dschungels ebenso wie die Ansammlung notdürftig zusammengezimmerter Barracken in den Slums von Bombay. Die Gesichter besitzen Charakter und man erkennt sie stets sofort: Das vernarbte, eingefallene Gesicht des Vampirjägers, das kantige Kinn Vladeks oder die furchteinflößenden, glühenden Augen Nosferatus, dessen Antlitz oft im Schatten einer Kapuze verborgen ist. Nahaufnahmen von Letzterem zeigen spitze Reißzähne, ein zur Fratze verzerrtes Gesicht, voller Wut und Hass. Gefühle wie Überraschung oder Freude gelingen Martino jedoch nicht ganz so gut. Druck und Bindung des Spliiter-Verlages sind wie immer tadellos (Format 322 x 231 x 20 mm, Printed in Germany), mit Seitenzahlen. "Nosferatu" bietet leider nichts Neues zum Thema Vampire, sondern besteht im Gegenteil aus lauter altbekannten Versatzstücken. Da gibt es zum einen den mächtigen Obermotz, in diesem Fall Nosferatu, eine Bruderschaft der Vampire, die im Untergrund operiert, und nicht zu vergessen die Antagonisten, also diejenigen, welche die Blutsauger jagen. Die obligatorische Liebesgeschichte darf ebenfalls nicht fehlen, wobei am Ende des ersten Bandes das Geheimnis gewahrt bleibt, was mit Vladeks Gattin denn nun wirklich passiert ist. Ich würde ja vermuten, sie sei der verschleierte Boss, aber das werde ich wohl vielleicht im zweiten Band erfahren. Meine Neugier ist jedenfalls geweckt, denn Peru platziert seine Cliffhanger immer just an der Stelle, an der es interessant wird. Er springt dabei von Begebenheiten aus dem Jahre 40 n.Chr. zur heutigen Gegenwart und wieder zurück, so dass man erst nach und nach die Erlebnisse Vladeks und Nosferatus und auch den Grund erfährt, weshalb sie sich gegenseitig so hassen. Das Ende enttäuscht mit einem lächerlichen Zweikampf, der sich innerhalb einer Zeichnung erledigt hat, aber Peru hat ja die Chance, sich in Band 2 zu steigern. Ich bin auf jeden Fall dabei.
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