Produktbild: Caroline Schlegel-Schelling

Caroline Schlegel-Schelling Das Wagnis der Freiheit

1

9,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

26501

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.01.2017

Abbildungen

mit 21 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

287

Maße (L/B/H)

22,3/14,9/2,4 cm

Gewicht

486 g

Farbe

Beige / Grau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-64626-3

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

26501

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.01.2017

Abbildungen

mit 21 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

287

Maße (L/B/H)

22,3/14,9/2,4 cm

Gewicht

486 g

Farbe

Beige / Grau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-64626-3

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

Kundinnen und Kunden meinen

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(0)

4 Sterne

(1)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Bewundernswerte Professorentoc…

Juti aus HD am 13.04.2021

Bewertungsnummer: 2742694

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bewundernswerte Professorentochter 46 Jahre wurde Caroline nur, erlebte aber mehr als der 74jährige Vater. Als Tochter von Professor Michaelis in Göttingen geboren, heiratet sie erst konventionell den Freund ihres Bruders. Mit dem Arzt Böhmert zieht sie nach Clausthal und bekommt 3 Kindern von ihm. Doch während der Schwangerschaft des dritten Kindes stirbt ihr Ehemann. Sie kehrt nach Göttingen zurück und folgt dann dem Bruder nach Marburg. Die beiden jüngeren Kinder sterben früh, nicht ungewöhnlich im 18. Jahrhundert. Sie wird des Bruders überdrüssig und entscheidet sich zu ihrer Jugendfreundin Theresa Heyne mit dem Mann Georg Forster nach Mainz zu ziehen. Dort erlebt sie die Mainzer Republik mit und auch als ihre Freundin vor den preußischen Truppen flieht schreibt sie: „Wir bleiben – aus Neugier und weil wir ein gut Gewissen hatten – nehmlich reine Hände – wir sind nicht reich und ich bin arm.“ (110) Zu spät flieht sie, wird vor Frankfurt von preußischen Truppen gefasst und in Königsstein im Taunus gefangen gehalten. Dort hilft zunächst ihr Lebensmotto „Wer sicher ist, die Folgen nie zu bejammern, darf thun, was im gut dünkt.“ (107) , dann ihr anderer Bruder, der ihre Freilassung beim preußischen König erreicht und schließlich August Wilhelm Schlegel, der die auch in ihrer Heimatstadt Göttingen Geächtete heiratet, um ihren Ruf zu retten. Caroline war nämlich von einer Liebesnacht mit einem Franzosen in Mainz schwanger. Wäre das öffentlich geworden, wäre ihr Leben in Gefahr gewesen. Wie schlecht seinerzeit die Demokraten behandelt wurden, schreibt selbst der Vater ihrer nach der Flucht nun Exfreundin Professor Heyne: „Alle Greuel der Sanculotten werden von den Siegern und Aristokraten noch übertroffen werden.“ Nach einigen geheimen Zwischenstationen wirkt Caroline im Haushalt der Brüder Schlegel mit an der Frühromantik in Jena. Das scheint das Fachgebiet der Autorin zu sein, den selbst einfache Besucher wie Novalis werden ausführlich zitiert. In Jena lernt Caroline Schelling kennen, der auch zu ihren Ehemann Schlegel ein gutes Verhältnis hatte. Vielleicht hätte diese Dreierbeziehung länger gehalten, wenn nicht Carolines älteste Tochter bei der Kur in Bad Bocklet an der Ruhr gestorben wäre. Vor allem Schlegels Bruder Friedrich, seine Frau Dorothea Veit und die Schillers machen zu allem Überfluss das illegale Verhältnis zwischen Schelling und Caroline für den Tod der Tochter verantwortlich. Aber dank Goethe übersteht die Michaelistochter auch diese Krise, läßt sich von August Wilhelm scheiden – der danach mit Madame de Stael durch Europa reist - heiratet Schelling, zieht mit ihm erst nach Würzburg, dann nach München und stirbt schließlich beim Besuch der Schwiegereltern in Maulbronn wie die Tochter an der Ruhr. Von dem Jenaer Freundeskreis dichtet keiner mehr, bis auf Brentano, der in einer Buchkritik von Caroline gewürdigt wurde und später die Heidelberger Spätromantik mitgründete. Aber das ist eine andere Geschichte. Im Romantikteil werden mir zu viele Dichter zitiert, die nur einfache Gäste in Jena waren, ansonsten bin ich sehr zufrieden. 4 Sterne

Bewundernswerte Professorentoc…

Juti aus HD am 13.04.2021
Bewertungsnummer: 2742694
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bewundernswerte Professorentochter 46 Jahre wurde Caroline nur, erlebte aber mehr als der 74jährige Vater. Als Tochter von Professor Michaelis in Göttingen geboren, heiratet sie erst konventionell den Freund ihres Bruders. Mit dem Arzt Böhmert zieht sie nach Clausthal und bekommt 3 Kindern von ihm. Doch während der Schwangerschaft des dritten Kindes stirbt ihr Ehemann. Sie kehrt nach Göttingen zurück und folgt dann dem Bruder nach Marburg. Die beiden jüngeren Kinder sterben früh, nicht ungewöhnlich im 18. Jahrhundert. Sie wird des Bruders überdrüssig und entscheidet sich zu ihrer Jugendfreundin Theresa Heyne mit dem Mann Georg Forster nach Mainz zu ziehen. Dort erlebt sie die Mainzer Republik mit und auch als ihre Freundin vor den preußischen Truppen flieht schreibt sie: „Wir bleiben – aus Neugier und weil wir ein gut Gewissen hatten – nehmlich reine Hände – wir sind nicht reich und ich bin arm.“ (110) Zu spät flieht sie, wird vor Frankfurt von preußischen Truppen gefasst und in Königsstein im Taunus gefangen gehalten. Dort hilft zunächst ihr Lebensmotto „Wer sicher ist, die Folgen nie zu bejammern, darf thun, was im gut dünkt.“ (107) , dann ihr anderer Bruder, der ihre Freilassung beim preußischen König erreicht und schließlich August Wilhelm Schlegel, der die auch in ihrer Heimatstadt Göttingen Geächtete heiratet, um ihren Ruf zu retten. Caroline war nämlich von einer Liebesnacht mit einem Franzosen in Mainz schwanger. Wäre das öffentlich geworden, wäre ihr Leben in Gefahr gewesen. Wie schlecht seinerzeit die Demokraten behandelt wurden, schreibt selbst der Vater ihrer nach der Flucht nun Exfreundin Professor Heyne: „Alle Greuel der Sanculotten werden von den Siegern und Aristokraten noch übertroffen werden.“ Nach einigen geheimen Zwischenstationen wirkt Caroline im Haushalt der Brüder Schlegel mit an der Frühromantik in Jena. Das scheint das Fachgebiet der Autorin zu sein, den selbst einfache Besucher wie Novalis werden ausführlich zitiert. In Jena lernt Caroline Schelling kennen, der auch zu ihren Ehemann Schlegel ein gutes Verhältnis hatte. Vielleicht hätte diese Dreierbeziehung länger gehalten, wenn nicht Carolines älteste Tochter bei der Kur in Bad Bocklet an der Ruhr gestorben wäre. Vor allem Schlegels Bruder Friedrich, seine Frau Dorothea Veit und die Schillers machen zu allem Überfluss das illegale Verhältnis zwischen Schelling und Caroline für den Tod der Tochter verantwortlich. Aber dank Goethe übersteht die Michaelistochter auch diese Krise, läßt sich von August Wilhelm scheiden – der danach mit Madame de Stael durch Europa reist - heiratet Schelling, zieht mit ihm erst nach Würzburg, dann nach München und stirbt schließlich beim Besuch der Schwiegereltern in Maulbronn wie die Tochter an der Ruhr. Von dem Jenaer Freundeskreis dichtet keiner mehr, bis auf Brentano, der in einer Buchkritik von Caroline gewürdigt wurde und später die Heidelberger Spätromantik mitgründete. Aber das ist eine andere Geschichte. Im Romantikteil werden mir zu viele Dichter zitiert, die nur einfache Gäste in Jena waren, ansonsten bin ich sehr zufrieden. 4 Sterne

Kundinnen und Kunden meinen

Caroline Schlegel-Schelling

von Sabine Appel

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Caroline Schlegel-Schelling
  • Professorentochter in Göttingen

    1763–1784

    Die Clausthaler Einsamkeit

    1784–1788

    Wanderjahre

    1788–1792

    Das Mainzer Abenteuer

    1792–1793

    Die Folgen

    1793–1796

    Jena

    1796–1800

    Die letzte und schwerste Prüfung

    1800–1803

    "Tod, Wonne, Schmerz, Liebe, Leben … und Frieden."

    1803–1809

    Literaturverzeichnis

    Abbildungen

    Personenregister