Produktbild: Der Friedhof in Prag
Band 14227

Der Friedhof in Prag Roman

13

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.06.2013

Verlag

dtv

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

13,2/20,7/3,8 cm

Gewicht

467 g

Farbe

Champagner / Anthrazit

Auflage

7. Auflage

Originaltitel

Il cimitero di Praga

Übersetzt von

Burkhart Kroeber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14227-4

Beschreibung

Rezension

›Der Friedhof in Prag‹ ist gelehrt, natürlich. Bitterböse, auch das.

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.06.2013

Verlag

dtv

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

13,2/20,7/3,8 cm

Gewicht

467 g

Farbe

Champagner / Anthrazit

Auflage

7. Auflage

Originaltitel

Il cimitero di Praga

Übersetzt von

Burkhart Kroeber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14227-4

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

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  • sebkoh

    aus tübingen

    4/5

    13.10.2017

    Buch (Taschenbuch)

    wie gewohnt bewegt sich…

    wie gewohnt bewegt sich umberto eco mit seinem vorletzten roman gekonnt auf dem schmalen grat zwischen genie und wahnsinn. dabei nimmt er, eingehegt im geschichtlichen kontext zutiefst gesellschaftlich und politisch aufgewühlter zeiten, nicht nur einen knapp unter der oberfläche der bürgerlichen fassade brodelnden anti-semitismus auf die schippe, sondern enthüllt die leichtgläubigkeit der gemeinen bevölkerung in frankreich und europa sowie die unwägbare macht meinungsschaffender medien und deren lakaien, woraus auch noch heute aktuelle bezüge gezogen werden können. ein roman im reich der schatten, teilweise amüsant, teilweise zum haarereaufen störrisch.

  • Bewertung

    5/5

    16.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Alle Personen sind wahr in diesem...

    Alle Personen sind wahr in diesem Roman außer eine, und Eco zeigt, wie Menschen manipuliert werden und wir wissen ja leider, was die Folgen waren...

  • Jonas

    5/5

    08.02.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tiefgründig

    Dieses Buch zeigt auf eindrückliche Art und Weise, die Entstehung von Legenden, welche dann zur Bildung von Vorurteilen beitragen, die zu dementieren kaum mehr möglich ist, nicht einmal wenn sie als Fälschungen bestätigt wurden. Aus Profitgier und Bauchgefühl werden Dokumente erstellt, Lügen erzählt, und die Masse aufs Übelste als Weg zur Macht missbraucht. Geld und Macht sind alles was zählt, auch wenn ganze Völker sterben müssen. Das paradoxe daran ist, dass es niemandem was einbringt. Die durch Intrigen aufgebaute Macht hält nie lange, und wenn doch (so wie bei der Hauptperson, Simonini), so bringt sie nichts als Misstrauen, Angst, Einsamkeit und Persönlichkeitsstörungen hervor. Ein wahnsininiges Buch, welches dies so schön wie kein zweites Werk zeigt. Wenn man nicht wüsste, wie gut Eco sich in die Rollen seiner Charakter einbringen könnte, so müsste man annehmen er selbst vertrete diese Meinungen. Genial recherchiert und in einen Roman umgesetzt. Einzig die Sprache ist manchmal schwierig, zudem muss man ein gewisses Interessen für geschichtliche Zusammenhänge und Ereignisse aufbringen können. Mein Kompliment ist Eco jedenfalls sicher (auch wenn ihm dies egal sein dürfte ;) )

  • Helga Rom

    aus Innsbruck

    5/5

    31.10.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Finster, aber gut!

    Endlich liefert er wieder ab, der Großmeister der Erzählkunst! Und wie er abliefert - Eco zieht die Leserin wieder ganz hinein, in eine düstere Welt voller Verbrechen, Intrigen, Verschwörungen. Das können andere auch, sagen Sie? Ja klar, aber kein anderer Autor brilliert derart mit seiner Kenntnis der Geschichte. Die Leserinnen dieses Romans genießen Geschichtsunterricht auf höchstem Niveau, verwoben mit einer fiktiven Geschichte, die sich so oder ähnlich zugetragen haben könnte. Ein wunderbares Buch, das mir auch durch seine sinnliche Sprache im Gedächtnis bleiben wird!

  • Thomas Fritzenwallner

    aus Wiener Neustadt

    5/5

    10.10.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein zeitpolitisches Zeugnis, spannend wie ein Spionage-Thriller

    "Der Friedhof von Prag" ist tatsächlich jener berühmte alte jüdische Friedhof, in dem die Grabsteine kunterbunt durcheinanderwachsen wie ein Urwald, ein romantisches, fast surreales Ensemble, das schon immer mythische und mystische Assoziationen freisetzte. Eco verwendet ihn als Leitmotiv im Schaffen seiner Hauptfigur Simon Simonini. Dieser erfundene Meisterspion, Urkundenfälscher und Zyniker durchläuft wesentliche Abschnitte des 19. Jahrhunderts an entscheidender politischer Stelle: Er greift in die italienische Nationwerdung ein, verkleidet sich im Auftag des Königreichs Piemont als Anhänger des Nationalhelden Garibaldi und wechselt virtuos die Fronten, wenn es darauf ankommt. Er emigriert nach Paris, als die Luft in Italien für ihn zu dünn zu werden droht und leistet dann seine Dienste für die dort Regierenden - die theatralische Umwandlung der Republik durch Napoleon III., die Pariser Kommune, die dritte Republik mit der Dreyfus-Affäre prägt er im Auftrag verschiedenster Geheimdienste mit. Seine Obsession ist, vermittelt durch seinen Großvater, das Judentum: Auf die Juden richten sich alle Aggressionen derer, die sich zu kurz gekommen wähnen. Geprägt wird er gleichzeitig durch die katholische Kirche. Die Jesuiten und die Freimaurer beschäftigen ihn gleichermaßen - ein altes Thema Umberto Ecos -, und im Lauf der Zeit präzisieren sich Simoninis antijüdische Aktivitäten und Schriftsätze in einem Text, der auf verschlungenen Wegen in Russland unter dem berühmten Namen "Die Protokolle der Weisen von Zion" erscheinen wird. Dieses berühmteste antisemitische Pamphlet der Geschichte wird von Eco in einen gespenstischen fiktionalen Zusammenhang gestellt. Dabei sind ständige Verweise auf die aktuelle Medienpolitik Silvio Berlusconis und dessen Ausnutzung der Massendemokratie eingebaut. Literarisch knirschen die Scharniere in diesem Buch des öfteren gewaltig, man merkt das Konstruierte und Gewollte.

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