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Band 18

Neue Fischer Weltgeschichte. Band 18 Nordamerika seit 1600

1

68,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.06.2022

Abbildungen

mit 28 schwarzweissen -Abbildungen

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

21,7/15/4,6 cm

Gewicht

812 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-010838-8

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Die 500 Seiten des Buches sind durchweg mit Gewinn zu lesen. Georg Schild H-Soz-Kult 20231211

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.06.2022

Abbildungen

mit 28 schwarzweissen -Abbildungen

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

21,7/15/4,6 cm

Gewicht

812 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-010838-8

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Interessantes Buch über die Europäer in Nordamerika

S.A.W am 25.06.2022

Bewertungsnummer: 1736395

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Spanien, Portugal, Holland, Frankreich und England sahen Amerika als Möglichkeit zur Bereicherung an, die Indigenen als Arbeitssklaven und zu Missionierende. Als Spanien 1545 in Potosi und in1546 in Zacatecas, Nordmexico Silberminen fand, drehte sich die Ausbeutung um diese Bodenschätze. Die organisierten Indigenenvölker Mexicos ließen sich leicht in die Arbeitssklaverei drängen, starben aber zu 90% an den Infektionen und an den harten Arbeitsbedingungen. England und Frankreich schöpften ihren Reichtum aus den Zuckerinseln Jamaica, Barbados und Haiti, rotteten damit schnell die Indigenen aus und führten Sklaven aus Afrika ein, die allerdings auch zum Großteil starben. Insgesamt wurden 12 Mill Afrikaner als Sklaven nach Amerika eingeführt, nur in den Baumwollplantagen der US-Südstaaten überlebten sie großteils. Gräser zeigt, dass sich das Denken der Kolonisten in Nordamerika nur um sich selber drehte und die Indigenen nur ausgenutzt, nicht aber respektiert wurden. Ausnahme war Frankreich, deren Pelzhändler auf die Expertise der Indigenen angewiesen war und ihnen die Pelze abkaufte. Sie damit aber auch militarisierte, indem sie Gewehre an die Irokesen verkaufte, die damit die Huronen ausrotteten. Vor der weißen Besiedelung lebten 7 bis 10 Mill Indigene in den späteren USA und Kanada. 90% davon starben an den Infektionen bevor überhaupt der weiße Bevölkerungsdruck begann. Die Engländer scheiterten an der Versklavung der Indigenen, denn die liefen meist einfach weg. Daraufhin holten sie Kontraktarbeiter aus England, die für die Überfahrt 3 bis 7 Jahre arbeiten mussten, sich danach aber eine Existenz aufbauen konnten. Das war eine Verbesserung gegenüber dem Unterschicht-Dasein in Europa, wo man meist nie der Leibeigenschaft entkam. Farmer hatten größere Landflächen als in Europa und konnten sich selbständig organisieren. In Neu-Frankreich hingegen wurde das französische Feudalsystem übernommen, das lockte viel weniger Siedler an. Auch wurden die französischen Männer vor allem für die Armee rekrutiert, das machte ein Auswandern weniger attraktiv. An der englischen Ostküste wurden die Indigenenstämme verdrängt und flüchteten zu den Stämmen an der Siedlungsgrenze. Dort stärkten sie die Organisation der Irokesen und der Cherokee, die blühende Gemeinschaften aufbauten. 1763 fiel Neu-Frankreich an England, wurde aber nicht den Siedlern an der Ostküste zur Verwaltung übergeben, die stärkte deren Unmut und die „weg von England“- Bewegung. Die Amerikanische Revolution gelang auf Grund des Bündnisses mit Frankreich. Bei den Indigenen Amerikas und Westafrikas lag die Landwirtschaft in den Händen der Frauen. Auf beiden Seiten des Atlantiks wurde Ackerbau betrieben, die Sklaven hatten oft viel mehr Ahnung von den Pflanzen als die europäischen Farmer, die aber den Gewinn abschöpften. Die Überheblichkeit des amerikanischen „manifest destiny“ stammt von den Puritanern, die sich als auserwählte Gesellschaft, als city upon a hill ansahen. Sie blieben lange Außenseiter ohne Interesse für Europa. Die ersten Entdecker suchten vor allem nach der Nordwestpassage, als sich diese (Hudson, etc) ebenso scheiterte wie die Suche nach Bodenschätzen, blieb Nordamerika 100 Jahre lang uninteressant Der amerikanisch-britische Krieg 1812-14 begann, weil viele amerikanische Seeleute in die Royal Navy gespresst wurden, die Eroberung Kanadas scheiterte aber und führte erstmals zu einem kanadischen Selbstbewusstsein. Interessantes Buch über die Europäer in Nordamerika, die Indigenen kommen praktisch nicht vor. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Versunkene Kulturen. Mythen und Mächte der Urzeit“

Interessantes Buch über die Europäer in Nordamerika

S.A.W am 25.06.2022
Bewertungsnummer: 1736395
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Spanien, Portugal, Holland, Frankreich und England sahen Amerika als Möglichkeit zur Bereicherung an, die Indigenen als Arbeitssklaven und zu Missionierende. Als Spanien 1545 in Potosi und in1546 in Zacatecas, Nordmexico Silberminen fand, drehte sich die Ausbeutung um diese Bodenschätze. Die organisierten Indigenenvölker Mexicos ließen sich leicht in die Arbeitssklaverei drängen, starben aber zu 90% an den Infektionen und an den harten Arbeitsbedingungen. England und Frankreich schöpften ihren Reichtum aus den Zuckerinseln Jamaica, Barbados und Haiti, rotteten damit schnell die Indigenen aus und führten Sklaven aus Afrika ein, die allerdings auch zum Großteil starben. Insgesamt wurden 12 Mill Afrikaner als Sklaven nach Amerika eingeführt, nur in den Baumwollplantagen der US-Südstaaten überlebten sie großteils. Gräser zeigt, dass sich das Denken der Kolonisten in Nordamerika nur um sich selber drehte und die Indigenen nur ausgenutzt, nicht aber respektiert wurden. Ausnahme war Frankreich, deren Pelzhändler auf die Expertise der Indigenen angewiesen war und ihnen die Pelze abkaufte. Sie damit aber auch militarisierte, indem sie Gewehre an die Irokesen verkaufte, die damit die Huronen ausrotteten. Vor der weißen Besiedelung lebten 7 bis 10 Mill Indigene in den späteren USA und Kanada. 90% davon starben an den Infektionen bevor überhaupt der weiße Bevölkerungsdruck begann. Die Engländer scheiterten an der Versklavung der Indigenen, denn die liefen meist einfach weg. Daraufhin holten sie Kontraktarbeiter aus England, die für die Überfahrt 3 bis 7 Jahre arbeiten mussten, sich danach aber eine Existenz aufbauen konnten. Das war eine Verbesserung gegenüber dem Unterschicht-Dasein in Europa, wo man meist nie der Leibeigenschaft entkam. Farmer hatten größere Landflächen als in Europa und konnten sich selbständig organisieren. In Neu-Frankreich hingegen wurde das französische Feudalsystem übernommen, das lockte viel weniger Siedler an. Auch wurden die französischen Männer vor allem für die Armee rekrutiert, das machte ein Auswandern weniger attraktiv. An der englischen Ostküste wurden die Indigenenstämme verdrängt und flüchteten zu den Stämmen an der Siedlungsgrenze. Dort stärkten sie die Organisation der Irokesen und der Cherokee, die blühende Gemeinschaften aufbauten. 1763 fiel Neu-Frankreich an England, wurde aber nicht den Siedlern an der Ostküste zur Verwaltung übergeben, die stärkte deren Unmut und die „weg von England“- Bewegung. Die Amerikanische Revolution gelang auf Grund des Bündnisses mit Frankreich. Bei den Indigenen Amerikas und Westafrikas lag die Landwirtschaft in den Händen der Frauen. Auf beiden Seiten des Atlantiks wurde Ackerbau betrieben, die Sklaven hatten oft viel mehr Ahnung von den Pflanzen als die europäischen Farmer, die aber den Gewinn abschöpften. Die Überheblichkeit des amerikanischen „manifest destiny“ stammt von den Puritanern, die sich als auserwählte Gesellschaft, als city upon a hill ansahen. Sie blieben lange Außenseiter ohne Interesse für Europa. Die ersten Entdecker suchten vor allem nach der Nordwestpassage, als sich diese (Hudson, etc) ebenso scheiterte wie die Suche nach Bodenschätzen, blieb Nordamerika 100 Jahre lang uninteressant Der amerikanisch-britische Krieg 1812-14 begann, weil viele amerikanische Seeleute in die Royal Navy gespresst wurden, die Eroberung Kanadas scheiterte aber und führte erstmals zu einem kanadischen Selbstbewusstsein. Interessantes Buch über die Europäer in Nordamerika, die Indigenen kommen praktisch nicht vor. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Versunkene Kulturen. Mythen und Mächte der Urzeit“

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Neue Fischer Weltgeschichte. Band 18

von Marcus Gräser

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