Produktbild: Wie funktioniert die Welt?

Wie funktioniert die Welt? Die führenden Wissenschaftler unserer Zeit stellen die brillantesten Theorien vor

1

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.12.2013

Herausgeber

John Brockman

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

19,3/12,6/3,2 cm

Gewicht

381 g

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

This Explains Everything

Übersetzt von

Sebastian Vogel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-19742-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

eine wundervolle Lektüre. Anna Gielas Bücher

Portrait

Der bekannte Visionär John Brockman, ehemalige Aktionskünstler, Herausgeber der Internetzeitschrift »Edge« und Begründer der »Dritten Kultur« (»Third Culture«), leitet eine Literaturagentur in New York und hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, u.a. ›Das Wissen von morgen. Was wir für wahr halten, aber nicht beweisen können: Die führenden Wissenschaftler unserer Zeit beschreiben ihre großen Ideen‹, ›Leben, was ist das? Ursprünge, Phänomene und die Zukunft unserer Wirklichkeit‹, ›Welche Idee wird alles verändern? Die führenden Wissenschaftler unserer Zeit über Entdeckungen, die unsere Zukunft bestimmen werden‹ und ›Wie funktioniert die Welt? Die führenden Wissenschaftler unserer Zeit stellen die brillantesten Theorien vor‹..
Sebastian Vogel, geboren 1955 in Berlin, ist promovierter Biologe und langjähriger Übersetzer. Neben den Werken Neil Shubins hat er Bücher von Richard Dawkins, Jared Diamond, Stephen Jay Gould und Steven Pinker ins Deutsche übertragen.

Zitat

»eine wundervolle Lektüre.«

Anna Gielas, Bücher, Februar 2014

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.12.2013

Herausgeber

John Brockman

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

19,3/12,6/3,2 cm

Gewicht

381 g

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

This Explains Everything

Übersetzt von

Sebastian Vogel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-19742-2

Herstelleradresse

Fischer Frankfurt, TB
Hedderichstraße 114|60596|Frankfurt am Main|DE
kontakt@fischerverlage.de

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Theorien über die Strukturen…

Raumzeitreisender aus Ahaus am 29.06.2016

Bewertungsnummer: 2726702

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Theorien über die Strukturen unserer Welt Die Idee, einer großen Anzahl von Wissenschaftlern verschiedener Fakultäten die gleiche Frage zu stellen und die Ergebnisse in einem Buch zusammenzufassen, ist grandios. Auch wenn die Frage etwas seltsam formuliert ist: „Welches ist Ihre tiefgreifend[st]e, elegante[ste] oder schön[st]e Lieblingserklärung?“, weiß man doch, was gemeint ist. Entstanden ist ein Kompendium über wichtige Theorien der Menschheitsgeschichte einschließlich subjektiver Bewertungen ihrer Bedeutung. Das Ergebnis ist kein Fachbuch oder Lexikon, sondern ein überwiegend verständlich formuliertes Meinungsbild von Wissenschaftlern über wissenschaftliche Theorien. Auf 500 Seiten befinden sich ca. 150 Stellungnahmen von Wissenschaftlern aus Fachgebieten wie Physik, Biologie, Philosophie, Psychologie, Mathematik, Wirtschaft, Informatik, Geschichte, Sprache und Soziologie. Die behandelten Theorien decken die gleiche Bandbreite ab. Der Aufbau des Buches erlaubt es, an verschiedenen Stellen einzusteigen. Das Ziel besteht nicht darin, all die Theorien aufgrund der kurzen Stellungnahmen verstehen zu können. Die Leser erhalten aber einen Eindruck davon, welche Theorien existieren und was diese erklären. Ich kenne kein populärwissenschaftliches Buch, welches in vergleichbarer Breite Wissen vermittelt. Darwins Evolutionstheorie wird einige Male genannt, und zwar auch von Physikern. So stellt Carlo Rovelli heraus, dass Darwin entdeckte, dass „Wirkursachen Phänomene hervorbringen, die von Zweckursachen bestimmt zu sein scheinen“ und löste damit ein Rätsel der alten Griechen. (40) Frank Wilczek betont Einfachheit in der Wissenschaft und erklärt so ganz nebenbei, wie in den Naturwissenschaften gearbeitet wird: „In der theoretischen Physik bemühen wir uns darum, die Ergebnisse einer Riesenzahl von Beobachtungen und Experimenten in den Begriffen einer geringen Zahl leistungsfähiger Gesetze zusammenzufassen.“ (65) Mahzarin Banaji macht deutlich, wo die Grenzen der Bewusstseinsforschung liegen: „Der Geist ist das, was die Erklärung bewerkstelligt, und der Geist ist auch das, was es zu erklären gilt.“ (137) In der Erforschung des Bewusstseins gibt es m.E. so eine Art Heisenbergscher Unschärfe, also eine Beobachtungs- bzw. Erkenntnisgrenze, die nicht überwunden werden kann. Als elegante Erklärungen werden auch Epigenetik, Entropie, Emergenz, Plattentektonik, Shannons Informationstheorie, Quantenelekrodynamik, Metarepräsentationen, ökonomisches Prinzip von der Reduzierung der Wahlmöglichkeiten und Schwarmintelligenz genannt, um nur Beispiele zu nennen. Aufschlussreich fand ich Brian Enos Erläuterungen zur Grenze der Intuition. (278) An Science-Fiction erinnern Eric J. Topols Auswertungen von Aktivierungskarten des Gehirns, die mittels bildgebender Verfahren erstellt werden. (439) Auf diese Weise soll nicht nur der Placeboeffekt entschlüsselt werden. Die Aktivierungsmuster des Gehirns wurden in Beziehung gesetzt zu visuellen Eindrücken des Protagonisten mit dem Ergebnis, dass Ähnlichkeiten festgestellt wurden. Wird damit das Denken transparent? Das Buch ist kein Ratgeber, kein Fachbuch, kein Lexikon und auch kein typisches populärwissenschaftliches Buch. Dennoch schätze ich es in seiner Bedeutung hoch ein, da die Leser durch die Ausführungen mit einer Bandbreite konfrontiert werden, die ihresgleichen sucht und ein Gespür für die Denkweise von Wissenschaftlern entwickeln können.

Theorien über die Strukturen…

Raumzeitreisender aus Ahaus am 29.06.2016
Bewertungsnummer: 2726702
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Theorien über die Strukturen unserer Welt Die Idee, einer großen Anzahl von Wissenschaftlern verschiedener Fakultäten die gleiche Frage zu stellen und die Ergebnisse in einem Buch zusammenzufassen, ist grandios. Auch wenn die Frage etwas seltsam formuliert ist: „Welches ist Ihre tiefgreifend[st]e, elegante[ste] oder schön[st]e Lieblingserklärung?“, weiß man doch, was gemeint ist. Entstanden ist ein Kompendium über wichtige Theorien der Menschheitsgeschichte einschließlich subjektiver Bewertungen ihrer Bedeutung. Das Ergebnis ist kein Fachbuch oder Lexikon, sondern ein überwiegend verständlich formuliertes Meinungsbild von Wissenschaftlern über wissenschaftliche Theorien. Auf 500 Seiten befinden sich ca. 150 Stellungnahmen von Wissenschaftlern aus Fachgebieten wie Physik, Biologie, Philosophie, Psychologie, Mathematik, Wirtschaft, Informatik, Geschichte, Sprache und Soziologie. Die behandelten Theorien decken die gleiche Bandbreite ab. Der Aufbau des Buches erlaubt es, an verschiedenen Stellen einzusteigen. Das Ziel besteht nicht darin, all die Theorien aufgrund der kurzen Stellungnahmen verstehen zu können. Die Leser erhalten aber einen Eindruck davon, welche Theorien existieren und was diese erklären. Ich kenne kein populärwissenschaftliches Buch, welches in vergleichbarer Breite Wissen vermittelt. Darwins Evolutionstheorie wird einige Male genannt, und zwar auch von Physikern. So stellt Carlo Rovelli heraus, dass Darwin entdeckte, dass „Wirkursachen Phänomene hervorbringen, die von Zweckursachen bestimmt zu sein scheinen“ und löste damit ein Rätsel der alten Griechen. (40) Frank Wilczek betont Einfachheit in der Wissenschaft und erklärt so ganz nebenbei, wie in den Naturwissenschaften gearbeitet wird: „In der theoretischen Physik bemühen wir uns darum, die Ergebnisse einer Riesenzahl von Beobachtungen und Experimenten in den Begriffen einer geringen Zahl leistungsfähiger Gesetze zusammenzufassen.“ (65) Mahzarin Banaji macht deutlich, wo die Grenzen der Bewusstseinsforschung liegen: „Der Geist ist das, was die Erklärung bewerkstelligt, und der Geist ist auch das, was es zu erklären gilt.“ (137) In der Erforschung des Bewusstseins gibt es m.E. so eine Art Heisenbergscher Unschärfe, also eine Beobachtungs- bzw. Erkenntnisgrenze, die nicht überwunden werden kann. Als elegante Erklärungen werden auch Epigenetik, Entropie, Emergenz, Plattentektonik, Shannons Informationstheorie, Quantenelekrodynamik, Metarepräsentationen, ökonomisches Prinzip von der Reduzierung der Wahlmöglichkeiten und Schwarmintelligenz genannt, um nur Beispiele zu nennen. Aufschlussreich fand ich Brian Enos Erläuterungen zur Grenze der Intuition. (278) An Science-Fiction erinnern Eric J. Topols Auswertungen von Aktivierungskarten des Gehirns, die mittels bildgebender Verfahren erstellt werden. (439) Auf diese Weise soll nicht nur der Placeboeffekt entschlüsselt werden. Die Aktivierungsmuster des Gehirns wurden in Beziehung gesetzt zu visuellen Eindrücken des Protagonisten mit dem Ergebnis, dass Ähnlichkeiten festgestellt wurden. Wird damit das Denken transparent? Das Buch ist kein Ratgeber, kein Fachbuch, kein Lexikon und auch kein typisches populärwissenschaftliches Buch. Dennoch schätze ich es in seiner Bedeutung hoch ein, da die Leser durch die Ausführungen mit einer Bandbreite konfrontiert werden, die ihresgleichen sucht und ein Gespür für die Denkweise von Wissenschaftlern entwickeln können.

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