Spiegel-Bestseller! Der 5. Fall für Gunnar Barbarotti.
Wird Barbarotti aufs Abstellgleis befördert? Nach einem persönlichen Schicksalsschlag soll er sich mit dem Fall eines fünf Jahre zuvor spurlos verschwundenen Elektrikers beschäftigen. Nicht nur Kollegin Backman fragt sich, ob es sich hierbei nicht nur um eine Form von Beschäftigungstherapie für einen trauernden und labilen Kollegen handelt. Doch was Barbarotti zu Tage fördert, hat weitreichende Konsequenzen ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Fredhel
5/5
18.01.2021
eBook (ePUB)
Krimi und Roman zugleich
Das Buch "Am Abend des Mordes" ist mehr als ein Krimi. Zum einen gibt es da den Handlungsstrang mit Ellen Bjarnebo. Sie hat eine Haftstrafe hinter sich, weil sie, um sich und ihren debilen Sohn vor dem trunksüchtigen, überaus gewalttätigen Ehemann zu schützen, ihn ermordet und zerstückelt haben soll. Einige Jahre später verschwindet ihr nächster Lebensgefährte spurlos und der Verdacht fällt automatisch wieder auf sie, doch man kann ihr nichts nachweisen.
Dann gibt es die Kommissarin Eva Backman, die die undankbare Aufgabe hat, den Mord an dem unsympathischen Volkspopulisten Fängström aufzuklären.
Und eine weitere Geschichte windet sich um den durch den plötzlichen Tod seiner Frau traumatisierten Kommissar Barbarotti. Er soll die Akte Bjarnebo neu aufrollen. Anfangs deutet noch alles darauf hin, daß es so eine Art Schonprogramm sein soll, um ihm dem Wiedereinstieg in die Arbeit zu erleichtern, doch es steckt wesentlich mehr dahinter. Gegen Ende des Buches laufen alle Wege wie bei Rom zusammen. Als Deus ex machina gleicht ein Zeuge einem Schulfreund der angeblichen Mörderin und schon greifen die Zusammenhänge ineinander. Für mein Verständnis ein etwas weit hergeholter Kunstgriff. Auch dass Barbarotti mit Gott spricht und Erscheinungen seiner verstorbenen Ehefrau hat, finde ich befremdlich. Nun gut, das sei dichterische Freiheit von Hakan Nesser!
Mir gefällt ausnehmend gut, wie einzigartig die Charaktere sind. Der Leser dringt tief in deren Gedankenwelt ein, kann den Handlungsverlauf nachvollziehen, erlebt wie die Kriminalfälle sich näherkommen, wittert die Gefahr schon vor den Kommissaren. Eben weil es zum Gegensatz der wirklich spannenden Kriminalhandlung auch ein inneres Leben und Sichweiterentwickeln der Akteure gibt, halte ich diesen Roman für absolut lesenswert.
Marion Stein
aus Lingen (Ems)
5/5
18.01.2021
eBook (ePUB)
Ach, Barbarotti
Nach einem schweren Schicksalsschlag geht es Barbarotti schlecht. Er trauert. Als er nach einigen Wochen wieder in sein Büro kommt, wartet dort ein alter Fall auf ihn, der nie gelöst wurde. Beschäftigungstherapie?
Barbarotti arbeitet sich in den Fall ein. Besser als nichts tun und grübeln.
Vor fünf Jahren verschwand ein Mann. Seine Leiche wurde nie gefunden. Er lebte damals mit einer Frau zusammen, die bereits wegen der Ermordung ihres Ehemannes jahrelang im Gefängnis gesessen hatte. Aber ohne Leiche gibt es weder einen Mord noch einen Mörder oder eine Mörderin.
Stückchenweise findet Barbarotti Dinge heraus, die vor fünf Jahren nie ans Tageslicht kamen und er kommt der Lösung des Falles immer näher...
Ein spannender Krimi und eine Geschichte über einen trauernden, sensiblen Mann. Lesenswert!
Bewertung
5/5
18.06.2013
eBook (ePUB)
die Sclächterin von Klein Burma
Barbarotti ist nach dem Tod seiner Frau wie versteinert und findet kaum ins Leben zurück! Um seine berufliche Belastbarkeit auszuloten, bekommt er einen COLD CASE zugewiesen, einen alten Fall, dessen Spuren längst erkaltet sind. Barbarotti ermittelt starr und akribisch, stößt dabei auf interessante Details. Wie er dabei auch in das eigene Leben zurückfindet, ist erstaunlich und geht damit weit über einen Krimi hinaus. Natürlich bietet der COLD CASE auch noch eine Überraschung für den Leser, die wird hier aber nicht verraten !
Bewertung
5/5
17.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Wie immer spannend bis zur letzten...
Wie immer spannend bis zur letzten Seite, wie immer ein überraschendes Ende! Hoffentlich nicht das Ende der Barbarotti-Reihe....
TochterAlice
aus Köln
5/5
23.07.2018
Buch (Taschenbuch)
Barbarotti muss nach Burma:…
Barbarotti muss nach Burma: Nicht in Südostasien, sondern im ländlichen Schweden, in Kymlinge, liegt der Hof Klein-Burma, in dem vor vielen Jahren - 1989 - ein brutales Gemetzel stattfand, für das die Ehefrau des Opfers, Ellen Bjarnebo, zur Verantwortung gezogen wurde. Nun hat man sie im Verdacht, mit dem Verschwinden ihres aktuellen Lebensgefährten Arnold Morinder, den sie nach ihrer Freilassung kennengelernt hatte und der im August 2007 auf seinem Moped fortgefahren war und nicht mehr zurückkehrte, zu tun zu haben. Auf diesen nicht gerade als prioritär eingestuften Fall wird Gunnar Barbarotti angesetzt, der nach dem Tode seiner Frau - nun als Witwer mit fünf Kindern - als nicht mehr so recht arbeitsfähig gilt. Man will ihm aber das Gefühl geben, etwas zu tun zu haben, während alle seine voll einsatzfähigen Kollegen sich dem Todesfall Raymond Fängström, einem schwedischen Rechtsradikalen, der unter ungeklärten Umständen zu Tode kam, widmen. Wie immer bei Nesser kann der Leser sich auf viele unerwartete Wendungen und auf einige interessante und schräge Charaktere freuen, wobei zu ersteren die Hauptverdächtige in Barbarottis Fall, Ellen Bjarnebo, zu letzteren ganz klar die Mutter des toten "Nazis", Lill-Marlene Fängström zählt. Im Vordergrund aber steht wie immer Gunnar Barbarotti mit seiner Trauer um Marianne, der Sorge um alle fünf Kinder, sowohl die eigenen, als auch die angenommenen und natürlich mit seinem Fall, dem er sich trotz immer wieder aufkommenden Schwächegefühls mit (fast) gewohnter Akribie widmet. Das übliche Personal in Form von Barbarottis Kollegen und dem Chef ergänzen das Setting auf Trefflichste. Dazu kommen diesmal jedoch gewisse esoterische bzw. religiöse Elemente - so spricht Barbarotti mit Gott und erhält von diesem gar eine Botschaft, die dann auch eintrifft - ein Aspekt, der meine anfängliche Begeisterung durchaus etwas geschmälert hat. Insgesamt also die gewohnte düstere skandinavische Krimiliteratur, jedoch mit einigen humoristischen Einsprengseln, die sich vor allem durch die Einführung gewisser Episoden wie der zufälligen Begegnung Barbarottis mit einem Studienfreund, der gerade die Geschichte Hitlers neu schreibt, bemerkbar machen. Leider sind auch einige Längen zu verzeichnen, vor allem, wenn Barbarotti oder auch seine - dem Leser dieser Serie bereits bekannte - Kollegin Eva Backmann mit ihrem jeweiligen Schicksal hadern. Ich bin eigentlich ein Fan von Kommissar Barbarotti und war diesmal ein kleines bisschen enttäuscht: sowohl die Längen als auch die übersinnlichen Episoden ließen mich diesem typisch schwermütigen Beitrag zur schwedischen Kriminalliteratur ein wenig hadern. Trotzdem ein spannender Krimi, den zu lesen sich lohnt und den vor allem Nesser-Fans auf keinen Fall auslassen sollten!
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