Sherlock Holmes verlängert überraschenderweise seinen Aufenthalt in Florenz, da er den Auftrag erhalten hat, den Einbruch im Hause eines Kunstsammlers aufzuklären. Der Täter, der die überaus wertvollen Renaissancegemälde verschmäht hat, hat versucht, das riesige Gruppenporträt des zeitgenössischen Malers Adriano Benetti aus Livorno zu entwenden, auf dem fünf Mitglieder eines esoterischen Clubs namens Nuovo Circolo del Fuoco d'Inferno dargestellt sind. Was als ein wenig spektakulärer Routinefall beginnt, erhält eine ganz neue Brisanz, als der Künstler Adriano Benetti tödlich verunglückt, bevor Holmes mit ihm sprechen kann. Der englische Meisterdetektiv bezweifelt, dass Benetti wirklich einem Unfall zum Opfer gefallen ist. Er findet, unterstützt von seinem eifrigen Gehilfen, dem Buchhändler David Tristram, heraus, dass die meisten der auf dem Porträt dargestellten Personen finstere Geheimnisse zu verbergen haben.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Haag bei Neulengbach
5/5
08.08.2021
eBook (ePUB)
packend
Ich mag einfach die Erzähltechnik der Autorin. Die Beschreibung der Schauplätze gefällt mir sehr gut. Auch die beiden Hauptfiguren mag ich.
tassieteufel
4/5
29.09.2011
Buch (Taschenbuch)
Überraschender Weise verlänger…
Überraschender Weise verlängert Holmes seine Aufenthalt in Florenz und David Tristram hat somit Gelegenheit, einen weiteren Fall mit dem berühmten Meisterdetektiv zu klären. Der Kunstkritiker Harold Wilson, ebenfalls ein Mitglied des Höllenfeuerclubs hat Holms beauftragt, einen Einbruch in seinen Palazzo aufzuklären, dabei sollte scheinbar ein kürzlich entstandenes Gruppenbild von 5 Mitgliedern des Clubs gestohlen werden, doch der wachsam Mopps des Hausherrn wußte das zu verhindern. Der Diebstahl gibt Holmes zunächst Rätsel auf, denn im Haus gibt es wesentlich wertvollere Gemälde. Kurz bevor Holmes und sein Gehilfe den Maler befragen können, wird dieser ermordet und auch sonst scheint der Fall voller Tücken zu sein. Dieser zweite Fall für Holmes und seinen Adlatus David Tristram schließt nahtlos an den Vorgänger an. Humorvoll und unterhaltsam geschrieben, bietet das Buch kurzweilige Unterhaltung. Besonders über den etwas begriffstutzigen David Tristram der ständig nur irgendwelche Mahlzeiten im Kopf hat, die er in Holmes Begleitung natürlich nie bekommt, mußte ich öfters schmunzeln. Die detailreiche, lebendige Schilderung von Florenz und Livorno trägt dazu bei, eine sehr gelungene Atmosphäre aufzubauen, so das man als Leser das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Die Figuren sind liebevoll, teils schrullig oder schräg beschrieben und überzeugen gerade durch ihre diversen Macken. Der Krimifall an sich hat bei mir aber einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen, die Spannung bleibt zwar bis zum Schluß erhalten, als Leser rätselt man ebenso wie Tristram, was es mit all den Vorfällen auf sich hat, aber am Ende bleiben einfach zu viele Fragen ungeklärt. Der Erzählstrang der das Gemälde betrifft, versickert nahezu im Sande und auch beim Mordfall des Malers fand ich die Auflösung ein wenig arg konstruiert. Insgesamt läßt sich das Buch aber flott lesen und Fans von Sherlock Holmes werden hier wohl auf ihre Kosten kommen. Fazit: das Buch ist unterhaltsam und humorvoll geschrieben, Holmes wird so geschildert, wie man ihn als Leser kennt und liebt und David Tristram erfüllt ganz gut die Rolle des Watson, die Atmosphäre im Italien Ende des 19. Jahrhunderts ist sehr gelungen, aber der Krimifall konnte mich nicht restlos überzeugen, zu viele Fragen bleiben ungeklärt und so hatte ich am Ende irgendwie ein Gefühl leichter Enttäuschung.
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