Produktbild: Das Haus
Band 2

Das Haus Roman

Aus der Reihe Ortsumgehung
1

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

16.12.2011

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

164 (Printausgabe)

Dateigröße

1224 KB

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783518767603

Beschreibung

Rezension

»Andreas Maier tut es wie gehabt in kleinen, aber großartigen Romanen, die in kluger Detailgenauigkeit und leicht ironischer Sprache funkeln. ... Man möchte nicht genug kriegen davon.«
Ulrich Steinmetzger, Sächsische Zeitung 29.06.2019

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Format

ePUB

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Nein

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Erscheinungsdatum

16.12.2011

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

164 (Printausgabe)

Dateigröße

1224 KB

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783518767603

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Das Haus beschreibt die…

Omahaha am 22.12.2011

Bewertungsnummer: 2697942

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Haus beschreibt die ersten 8 Lebensjahre eines kleinen Buben, der sich in der ihn umgebenden Welt nicht zurecht findet. Zunächst verweigert er sich ihr selbst. Er lebt die ersten 3 Jahre bei seiner Urgroßmutter, die ihn liebt und umsorgt, was eigentlich die Voraussetzung einer gewissen Sicherheit mit sich bringen sollte. Doch schon während dieser Zeit ist er nur Beobachter, nie Agierender. Die Kindern immanente Neugier äußert sich im Schauen, Beobachten, nie in Fragen, denn das Kind spricht nicht, obwohl er keineswegs geistig behindert ist. Dies Verhalten kann eigentlich nicht in der Angst vor anderen liegen, die der Junge schon früh entwickelt. Im Kindergarten, den er einen einzigen Tag besucht, weigert er sich mit den anderen Kindern zu spielen; die Eltern sind gezwungen, ihn die nächsten 3 Jahre daheim zu lassen. Er lebt in seinem Zimmer in dem neuen, höchst modernen Haus, flieht vor dem gemeinsamen Frühstück mit der Familie und fürchtet sich vor dem gemeinsamen Abendessen, das dominiert wird von einem erfolgreichen Vater und einer ebenso erfolgreichen Mutter, die ihren so ganz anders geratenen Sohn nicht verstehen, die aber auch - das darf nicht unerwähnt bleiben - mit ihren beiden älteren Kindern wenig anzufangen wissen, vor allem mit der ungezogenen und unbeherrschten Tochter nicht fertig werden. Die 5 Familienmitglieder leben nebeneinander her. Die Schulzeit ist dem Ich-Erzähler ein Martyrium. Vom ersten Tag an steht er abseits, wird gehänselt und gequält. Morgens, nach dem Aufwachen, beginnt der Albtraum, die panische Angst vor den in der Gemeinschaft der Mitschüler zu verbringenden Stunden in der Schule, wo es keine Fluchtmöglichkeiten gibt, denn immer gibt es irgendeine Aufsichtsperson, die den Nöten des Kindes verständnislos gegenüber steht und verhindert, dass der Junge das Gelände verlässt. So stellt man sich Agoraphobie vor.

Das Haus beschreibt die…

Omahaha am 22.12.2011
Bewertungsnummer: 2697942
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Haus beschreibt die ersten 8 Lebensjahre eines kleinen Buben, der sich in der ihn umgebenden Welt nicht zurecht findet. Zunächst verweigert er sich ihr selbst. Er lebt die ersten 3 Jahre bei seiner Urgroßmutter, die ihn liebt und umsorgt, was eigentlich die Voraussetzung einer gewissen Sicherheit mit sich bringen sollte. Doch schon während dieser Zeit ist er nur Beobachter, nie Agierender. Die Kindern immanente Neugier äußert sich im Schauen, Beobachten, nie in Fragen, denn das Kind spricht nicht, obwohl er keineswegs geistig behindert ist. Dies Verhalten kann eigentlich nicht in der Angst vor anderen liegen, die der Junge schon früh entwickelt. Im Kindergarten, den er einen einzigen Tag besucht, weigert er sich mit den anderen Kindern zu spielen; die Eltern sind gezwungen, ihn die nächsten 3 Jahre daheim zu lassen. Er lebt in seinem Zimmer in dem neuen, höchst modernen Haus, flieht vor dem gemeinsamen Frühstück mit der Familie und fürchtet sich vor dem gemeinsamen Abendessen, das dominiert wird von einem erfolgreichen Vater und einer ebenso erfolgreichen Mutter, die ihren so ganz anders geratenen Sohn nicht verstehen, die aber auch - das darf nicht unerwähnt bleiben - mit ihren beiden älteren Kindern wenig anzufangen wissen, vor allem mit der ungezogenen und unbeherrschten Tochter nicht fertig werden. Die 5 Familienmitglieder leben nebeneinander her. Die Schulzeit ist dem Ich-Erzähler ein Martyrium. Vom ersten Tag an steht er abseits, wird gehänselt und gequält. Morgens, nach dem Aufwachen, beginnt der Albtraum, die panische Angst vor den in der Gemeinschaft der Mitschüler zu verbringenden Stunden in der Schule, wo es keine Fluchtmöglichkeiten gibt, denn immer gibt es irgendeine Aufsichtsperson, die den Nöten des Kindes verständnislos gegenüber steht und verhindert, dass der Junge das Gelände verlässt. So stellt man sich Agoraphobie vor.

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Das Haus

von Andreas Maier

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Christof Hinderer

OSIANDER Stuttgart – Das GERBER

Zum Portrait

5/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer sich für die zeitgenössische deutsche Literatur interessiert, sollte an Andreas Maier nicht vorbeigehen. Vordergründig geht es in seinem neuen Buch Das Haus ausschließlich um das, was der Autor und Icherzähler noch weiß von seinen Erlebnissen im Elternhaus und um das Haus herum. Dargeboten wird das Bad Nauheim von 1969, aber es ist spürbar, dass Maier sich mit etwas anderem beschäftigt, nämlich, wie er einmal geschrieben hat, "nur mit der Frage, was wir sind, wieso wir so sind und wie wir eigentlich sein sollten."
  • Christof Hinderer
  • Buchhändler/-in

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5/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer sich für die zeitgenössische deutsche Literatur interessiert, sollte an Andreas Maier nicht vorbeigehen. Vordergründig geht es in seinem neuen Buch Das Haus ausschließlich um das, was der Autor und Icherzähler noch weiß von seinen Erlebnissen im Elternhaus und um das Haus herum. Dargeboten wird das Bad Nauheim von 1969, aber es ist spürbar, dass Maier sich mit etwas anderem beschäftigt, nämlich, wie er einmal geschrieben hat, "nur mit der Frage, was wir sind, wieso wir so sind und wie wir eigentlich sein sollten."

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