Pierre Michon ist einer der bedeutendsten französischen Gegenwartsschriftsteller. Im Mittelpunkt seiner neuen Erzählung »Die Elf«, einer meisterhaft vertrackten historischer Novelle, steht das berühmteste Gemälde der Französischen Revolution, das im Louvre hinter Panzerglas hängt und elf Direktoriumsmitglieder im Jahr II der Schreckensherrschaft porträtiert. Michon erzählt von dem Maler und dessen Familiengeschichte, von den elf Porträtierten und davon, wie und warum der Künstler den Auftrag zu diesem Bild erhielt - evozierend, akribisch, mit essayistischen Bemerkungen und Ausführungen. Dieses besondere Bild, »Die Elf«, schreibt Michon, bilde Geschichte nicht ab, sondern »sei« Geschichte, ihr Schrecken. Seine ebenso knappe wie virtuose Erzählung baut eine ganz eigene Spannung auf und hält sie, bis zum überraschenden Schluß.
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Definitiv kein Fussballroman
Marie-Therese Reisenauer aus Wien am 05.09.2013
Bewertungsnummer: 478542
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Titel vermag auf den ersten Blick zu Trugschlüssen hinreissen, doch einmal aufgeblättert und zu Lesen begonnen versinkt man. Versinkt man in die Geschichte der Revolution der Revolutionen. Na, schon die Französische. Was als Auftrag für den Maler beginnt, die elf Mitglieder des Direktoriums für die Nachwelt zu verewigen, steigert sich zu einem großartigen Konstrukt, mit einem Ende, welches den Mund offen lässt.
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