Der brutale Mord an einem Stockholmer Restaurantbesucher, ein Zeuge, der nichts gesehen haben will, die unerklärliche Bombenexplosion in einem Hochsicherheitsgefängnis und ein tödlicher Bandenkrieg - nach seinen Bestsellern »Misterioso« und »Böses Blut« gelingt Arne Dahl ein glänzender neuer Fall um seine Ermittler Paul Hjelm und Kerstin Holm.
Kundinnen und Kunden meinen
3.2/5.0
Elke
aus Heiligenhaus
4/5
28.02.2023
eBook (ePUB)
Spannender 3. Fall
Es ist immer wieder faszinierend, ein älteres Buch in die Hand zu nehmen. Dieses hier spielt Ende des 20. Jahrhunderts. Es gab schon Handys, mit denen man ins Internet kam, natürlich noch weit entfernt von unseren heutigen Allrounder-Smartphones, aber es gab zumindest schon Handys. Und natürlich gab es auch Themen, die es leider auch heute noch in die Top 10 schaffen, wie Rassismus und die Rechte Szene, Drogenhandel und Kinderpornographie.
Es ist schon eine ganze Zeit her, seit ich den 2. Band gelesen habe, und so hatte ich anfangs erneut Schwierigkeiten, mich mit den einzelnen Figuren und deren Namen vertraut zu machen. Etwas verwirrend der Beginn, viele verschiedene Erzählstränge legen gleichzeitig los, aber dann kommt zunehmend mehr Fahrt auf und es wird spannend.
Leider gibt es auch einige Längen, die besonders dann zutage treten, wenn man tatsächlich nur hin und wieder lesen kann, aber die Ermittlungs-Arbeit der Spezial-Einheit von Elite-Polizisten ist wirklich faszinierend. Es macht Spaß, den Gedankengängen der Ermittler zu folgen und eigene Vermutungen anzustellen.
Von mir gibt es 85/100 bzw. 08/10 Punkte
Bewertung
aus Schwerin
1/5
07.11.2023
eBook (ePUB)
Das kann er besser
Das Buch ist mir von Anfang bis Ende fremd geblieben.
Verwirrende Szenen, kurze, abgehackte Sätze.
Aus welchen Gründen die Ermittler den Tätern auf die Spur kommen, hat sich mir nicht erschlossen. Kommissar Zufall wird dabei äußerst stark beansprucht: Wenn nicht ein zwielichtiger Charakter tagtäglich hunderte Bilder von seiner Umgebung geknipst hätte und in diesem Zusammenhang ganz zufällig auch ausgerechnet den kurzen Moment erwischt, in dem ein Totschläger aus einer Kneipe flüchtet, wäre der Fall nicht doch noch irgendwie aufgeklärt worden.
Zusammenfassend muss ich leider konstatieren, dass mir die Stringenz und Logik fehlen, was aber einen spannenden Krimi nicht zuletzt ausmacht.
Fugu
5/5
21.12.2010
Buch (Taschenbuch)
Die volle Ladung Krimi
Die Krimi von Arne Dahl haben eine eigene Sprache und Note. Sie heben sich ab vom Durchschnitt, sind spannend und tiefschichtig. Natürlich ist auch der trockene, nordische Charakter spürbar. Ich kann es auf jeden Fall jedem empfehlen, der etwas mehr als einfach nur einen Krimi sucht.
In diesem Krimi geht es um 2 grosse Zweige der Kriminalität: Drogen und Pädophilie. Beide führen zum gleichen Mann, den das wiedererweckte A-Team um die liebgewonnenen Hjelm, Holm, Chavez, Nyberg & Co. jagt. Darum herum gibt es aber weitere, spannende Schauplätze, die in sich gut erzählt sind. Die Geschichte ist vielschichtig, es werden viele Themen angegangen und das mit Tiefgang.
Michael H.
aus Mainz
5/5
06.07.2009
Buch (Taschenbuch)
ein geniales Buch
Arne Dahl ist ein echtes Aushängeschild für hervorragende Krimis; wer die Arne Dahl Bücher liest oder hört, wird seine wahre Freude haben. Eine geniale Mischung aus Story und Charaktere der einzelnen Personen aus der A-Gruppe.
Perfekt.
Sarah203
aus Emsland
2/5
03.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Zu gewollt, zu konstruiert
Kurzfassung
Eines Nachts kommt es in einem Stockholmer Industriegebiet zu einer Schießerei, bei der fünf Menschen sterben. Es sieht nach gezielten Hinrichtungen aus. Nahezu zeitgleich wird der Vertraute eines Drogenbosses durch eine Explosion in einem Gefängnis getötet. Und ein Fußballfan der Gastmannschaft stirbt bei einem Handgemenge. Die Spuren führen ins Drogenmilieu, in die Neonaziszene, in einen Pädophilenring. Kann es sein, dass all diese Fälle zusammenhängen?
Handlung
Ein Jahr nach ihrem Fiasko bei den Ermittlungen zu „Böses Blut“, sind die Kommissare der A-Gruppe getrennt und in unterschiedliche Einheiten versetzt worden. Die einen jagen Pädophile, die nächsten kümmern sich um Verbrechen in der Kleinstadt, wieder andere wurden in den Ruhestand versetzt. Doch nun ereignen sich Verbrechen, die wieder die glasklaren Analysefähigkeiten dieser besonderen Einheit fordern: die A-Gruppe erhält eine neue Chance.
Charaktere
Wie man es von Arne Dahl gewohnt ist, begegnet dem Leser in „Falsche Opfer“ erneut eine Vielzahl von Charakteren, die dazu führen, dass man schnell den Überblick verlieren kann. Zusätzlich werden die Verbrecher, solange ihre Identitäten für die Ermittler noch ungeklärt sind, mit einer Zahlen- und Buchstabenkombination versehen, wodurch die Orientierung und Nachvollziehbarkeit erheblich erschwert wird.
Was die Hauptprotagonisten der A-Gruppe anbelangt, so entwickeln sich deren Lebensgeschichten und Charaktere von Buch zu Buch weiter, was mir sehr gefällt. Und auch dieses Mal zeichnet Arne Dahl seine Figuren in vielen Schattierungen, so dass kein Schwarz-Weiß-Denken entsteht: Täter, Opfer und Ermittler sind nicht in ‚das Gute’ und ‚das Böse’ eingeteilt, es gibt keine klassischen Helden wie in anderen Kriminalromanen, sondern die handelnden Personen sind Menschen wie Du und ich, mit Stärken, Schwächen, Ängsten und Sehnsüchten.
Schreibstil
Bei Arne Dahls Romanen handelt es sich um Kriminalromane, die sich durch ihr sprachliches Niveau von anderen Thrillern und Krimis ganz klar abgrenzen. Dies gilt auch für „Falsche Opfer“. Der Stil des Autors ist gewöhnungsbedürftig, doch nach den ersten beiden Bänden fiel mir der Einstieg nun deutlich leichter.
Fazit
"Falsche Opfer" ist wie schon die Vorgängerromane für mich kein Buch für den Strand oder für den Abend nach einem anstrengenden Tag, denn Arne Dahl verlangt seinen Lesern einiges an Konzentration und Hingabe ab. Allein die schiere Anzahl an handelnden Personen, der immer wieder wechselnde Plot, die langsame Verknüpfung der einzelnen Handlungsstränge, für all das benötigt der Leser Geduld und Aufmerksamkeit.
Obwohl mir die Ermittler rund um die A-Gruppe sehr gut gefallen und ich die intelligente Verknüpfung der unterschiedlichen Handlungsstränge in den ersten beiden Bänden dieser Reihe zu schätzen wusste, fällt mein Urteil über „Falsche Opfer“ nicht übermäßig positiv aus. Die Handlung wirkt zu überladen, zu konstruiert, zu gewollt, die angeblichen Zufälle sind unglaubwürdig. Eine Reduzierung der Handlungsebenen und der unzähligen Charaktere hätte dem Buch gut getan.
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