Kafka

Die Jahre der Erkenntnis

Reiner Stach

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Beschreibung

Die groß angelegte Kafka-Biographie von Reiner Stach übt eine sogartige Wirkung aus. Vor allem die szenische Vergegenwärtigung, die bisweilen an die Erzählformen des Films erinnert, führt sehr nahe an Kafkas private Existenz und eröffnet zugleich das Panorama seiner Zeit.
Dieser hoch gelobte Band behandelt die Jahre von 1916 bis zu Kafkas Tod 1924 - eine Zeit, in der Kafkas vertraute Welt unterging, politisch ebenso wie physisch. Er war nun deutscher Jude mit tschechischem Pass, und er litt an einer Krankheit, welche die seit Jahren erträumte literarische Existenz unmöglich machte. Beides steigerte seine Hellsicht: Für Kafka wurden es die Jahre der Erkenntnis.

Reiner Stach, geboren 1951 in Rochlitz (Sachsen), arbeitete nach dem Studium der Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik und anschließender Promotion zunächst als Wissenschaftslektor und Herausgeber von Sachbüchern. 1987 erschien seine Monographie >Kafkas erotischer Mythos<. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung >Kafkas Braut<, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte. 2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für >Kafka: Die Jahre der Erkenntnis< mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet. Für sein herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biographik erhielt er 2016 den Joseph-Breitbach-Preis.

Literaturpreise:

2003 Kulturförderpreis des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land
2008: Sonderpreis zum Heimito von Doderer-Literaturpreis
2016: Joseph-Breitbach-Preis

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 05.10.2010
Verlag Fischer E-Books
Seitenzahl 736 (Printausgabe)
Dateigröße 1392 KB
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
EAN 9783104010212

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Ein Mythos bröckelt...

Eine Kundin/ein Kunde aus Bielefeld am 20.06.2016

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

„Wenn ich einen Irren vor mir sähe […] und er hätte eine fixe Idee, ich würde nicht lachen über ihn, denn ihm ist seine Idee ein Stück Leben.“ (Hugo Bergmann) (S. 208) Uff. Teil 1 ist geschafft. Teil 1 einer ambitionierten Annäherung an einen der kreativsten, jedoch unglaublich schwer bis gar nicht zu verstehenden Literaturpoeten des letzten Jahrhunderts. Die Rede ist natürlich von Franz Kafka. Es war immer ein Traum von mir, die 3-bändige Mammut-biografie von Reiner Stach über ihn zu lesen, weil ich schon immer wissen wollte, was oder wer hinter der Person Franz Kafka steckt, der mich schon mehr als ein halbes Leben lang mal mehr, mal weniger mit seinen Texten, seiner Poesie begeistert und begleitet. Und? Hat mich der erste Teil über die frühen Jahre von Franz Kafka der Person, dem Mythos, dem Rätsel näher gebracht? Ja und nein. Ganz verstehen wird man Kafka nie, aber nach Lektüre von „Die frühen Jahre“ kann man die (literarischen) Gedanken Kafkas zumindest etwas besser nachvollziehen. „Die frühen Jahre“ ist zwar der letzte der drei erschienenen, jeweils mehrere hundert Seiten dicken Wälzer, chronologisch befasst sich dieser Band aber mit dem Zeitraum 1883 bis 1910. Wir erleben also die Geburt von Franz, lesen von immer wieder wechselnden Ammen und ich war erschrocken, wie wenig sich Vater und Mutter um ihren Sohn gekümmert haben, weil das Geschäft seines Vaters immer im Vordergrund stand. Diesem Umstand, diesem frühen Verlust von elterlicher bzw. väterlicher Liebe (den Franz schon ganz früh gespürt und den er nie überwunden hat) haben wir z. B. Kafkas spätere literarische Abrechnung „Der Brief an den Vater“ zu „verdanken“. Überhaupt erleben wir auf der einen Seite aus nächster Nähe, auf der anderen Seite aber auch mit (angemessener) kritischer Distanz die Zeit der Schule, die Zeit der (komplizierten) Berufsfindung und die Zeit der ersten schriftstellerischen Gehversuche Franz Kafkas. Das meiste davon in wirklich lesenswerten und lehrreichen Kapiteln. Das bei solch einem Mammutwerk nicht immer alles Gold ist was glänzt, muss und sollte jedem klar sein. Manche Kapitel sind vielleicht etwas zu lang und ausschweifend geraten – in solchen Momenten ist dann das wissenschaftliche Pferd mit Reiner Stach durchgegangen und man hätte sich an der ein oder anderen Stelle gewünscht, dass die Passage gekürzt worden oder präziser bzw. kurzweiliger dargestellt worden wäre. Nichts desto trotz gibt es auch jede Menge Kapitel, die uns mit Witz und Charme den damaligen Zeitgeist bzw. das Lebensgefühl in Prag näherbringen und Reiner Stach vergisst dabei auch nie, uns von den politischen und gesellschaftlichen Hintergründen zu erzählen, so dass man einen (zeit-)geschichtlichen und politischen Kontext geliefert bekommt, in den man Taten und Erlebnisse Kafkas (besser) einordnen kann. Und so ist das Lesen von „Die frühen Jahre“ zu einem kurzweiligen und lehrreichen„Vergnügen“ geworden und ich freue mich bereits auf den zweiten Band!!!

5/5

Ein Mythos bröckelt...

Eine Kundin/ein Kunde aus Bielefeld am 20.06.2016
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

„Wenn ich einen Irren vor mir sähe […] und er hätte eine fixe Idee, ich würde nicht lachen über ihn, denn ihm ist seine Idee ein Stück Leben.“ (Hugo Bergmann) (S. 208) Uff. Teil 1 ist geschafft. Teil 1 einer ambitionierten Annäherung an einen der kreativsten, jedoch unglaublich schwer bis gar nicht zu verstehenden Literaturpoeten des letzten Jahrhunderts. Die Rede ist natürlich von Franz Kafka. Es war immer ein Traum von mir, die 3-bändige Mammut-biografie von Reiner Stach über ihn zu lesen, weil ich schon immer wissen wollte, was oder wer hinter der Person Franz Kafka steckt, der mich schon mehr als ein halbes Leben lang mal mehr, mal weniger mit seinen Texten, seiner Poesie begeistert und begleitet. Und? Hat mich der erste Teil über die frühen Jahre von Franz Kafka der Person, dem Mythos, dem Rätsel näher gebracht? Ja und nein. Ganz verstehen wird man Kafka nie, aber nach Lektüre von „Die frühen Jahre“ kann man die (literarischen) Gedanken Kafkas zumindest etwas besser nachvollziehen. „Die frühen Jahre“ ist zwar der letzte der drei erschienenen, jeweils mehrere hundert Seiten dicken Wälzer, chronologisch befasst sich dieser Band aber mit dem Zeitraum 1883 bis 1910. Wir erleben also die Geburt von Franz, lesen von immer wieder wechselnden Ammen und ich war erschrocken, wie wenig sich Vater und Mutter um ihren Sohn gekümmert haben, weil das Geschäft seines Vaters immer im Vordergrund stand. Diesem Umstand, diesem frühen Verlust von elterlicher bzw. väterlicher Liebe (den Franz schon ganz früh gespürt und den er nie überwunden hat) haben wir z. B. Kafkas spätere literarische Abrechnung „Der Brief an den Vater“ zu „verdanken“. Überhaupt erleben wir auf der einen Seite aus nächster Nähe, auf der anderen Seite aber auch mit (angemessener) kritischer Distanz die Zeit der Schule, die Zeit der (komplizierten) Berufsfindung und die Zeit der ersten schriftstellerischen Gehversuche Franz Kafkas. Das meiste davon in wirklich lesenswerten und lehrreichen Kapiteln. Das bei solch einem Mammutwerk nicht immer alles Gold ist was glänzt, muss und sollte jedem klar sein. Manche Kapitel sind vielleicht etwas zu lang und ausschweifend geraten – in solchen Momenten ist dann das wissenschaftliche Pferd mit Reiner Stach durchgegangen und man hätte sich an der ein oder anderen Stelle gewünscht, dass die Passage gekürzt worden oder präziser bzw. kurzweiliger dargestellt worden wäre. Nichts desto trotz gibt es auch jede Menge Kapitel, die uns mit Witz und Charme den damaligen Zeitgeist bzw. das Lebensgefühl in Prag näherbringen und Reiner Stach vergisst dabei auch nie, uns von den politischen und gesellschaftlichen Hintergründen zu erzählen, so dass man einen (zeit-)geschichtlichen und politischen Kontext geliefert bekommt, in den man Taten und Erlebnisse Kafkas (besser) einordnen kann. Und so ist das Lesen von „Die frühen Jahre“ zu einem kurzweiligen und lehrreichen„Vergnügen“ geworden und ich freue mich bereits auf den zweiten Band!!!

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