Der demographische Wandel in Deutschland und seine Wirkungen auf den Sport
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
21.02.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
151 (Printausgabe)
Dateigröße
1024 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638472357
Ginge es nach der Bevölkerungswissenschaft, dann käme der gesamtgesellschaftlichen Auseinandersetzung mit den bevorstehenden Veränderungen im Bevölkerungsaufbau Deutschlands sicherlich weitaus mehr Bedeutung zu, als es derzeit tatsächlich der Fall ist. Zwar finden sich in den letzten Jahren vor allem in der Politik1 gelegentliche Anzeichen einer gesteigerten Bezugnahme zu Aspekten der gesellschaftlichen Alterung, jedoch kann aktuell weder hier noch im Sport, dem Kerngebiet der vorliegenden Diplomarbeit, von einer der komplexen Problematik insgesamt angemessenen Berücksichtigung die Rede sein.
Es sind demzufolge vornehmlich Demographen wie Herwig Birg, Direktor des Instituts für Bevölkerungsforschung und Sozialpolitik an der Universität Bielefeld, die in der zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung eine der größten nationalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sehen (BIRG, 2003, S. 10f.). Und auch für den Sport, eines der bedeutenden gesellschaftlichen Subsysteme, scheinen in diesem Zusammenhang nachhaltige Konsequenzen unvermeidlich zu sein.
Vor der eingehenden thematischen Überleitung hierhin soll jedoch zunächst die Klärung einiger wesentlicher Aspekte des Umgangs mit Inhalten der bevölkerungswissenschaftlichen Forschung und Lehre im Mittelpunkt stehen. Hierdurch kommt möglicherweise bereits einleitend die ganz grundsätzliche Problembehaftung der theoretischen Auseinandersetzung mit demographischen Fragestellungen zum Ausdruck, die sich letztlich auch im Hinblick auf diese Diplomarbeit keineswegs erleichternd auswirkten.
Die Eckpunkte des oben angesprochenen demographischen Umbruches lauten in Deutschland vorrangig "Alterung" und "Bevölkerungsabnahme". Birg spricht in diesem Zusammenhang von sich zuspitzenden Verteilungskämpfen zwischen Jung und Alt, Familien mit und ohne Kindern sowie qualifizierten deutschen Staatsangehörigen und weniger gut ausgebildeten Zuwanderern. Der "gewohnte, schrittweise Ausbau unseres Sozialstaats" ist hiermit de facto beendet (BIRG, 2003, S. 12). Doch anstatt fester Bestandteil einer offenen Debatte zu sein, geistern bevölkerungswissenschaftliche Inhalte, wenn überhaupt, zumeist recht inhaltslos in der Bezeichnung als "Demographischer Wandel" durch die politische Landschaft...
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