Der "rasende Reporter" Egon Erwin Kisch Entwicklung vom neusachlichen Flaneur zum politisch agitierenden Berichterstatter
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
33,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
01.09.2009
Verlag
Bedey & Thoms Media eBookSeitenzahl
88 (Printausgabe)
Dateigröße
521 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783836630177
Es wird die These vertreten, dass Kischs Schaffen als Buchautor einer deutlichen Wandlung unterlag. Daher wird der Versuch unternommen, sein Werk in drei verschiedene Phasen einzuteilen, wobei jede einzelne stellvertretend für eine neue Stufe auf dem Weg zu einer möglichst wirkungsvollen sozialkritischen Reportageform steht. Erste Phase: Der tendenzlose Reporter, der sich dem Postulat der Objektivität verschrieben hat, im Einfluss der Neuen Sachlichkeit steht und dessen Kritik an den herrschenden Zuständen noch unklar und willkürlich ist (etwa der Zeitraum 1918 - 1924). Zweite Phase: Ein in seinen großen Reisebüchern der späten 1920er Jahre zur operativen Agitation im marxistischen Sinne tendierender Autor, der von den Belangen des Proletariats umtrieben ist (1926 - 1930). Dritte Phase: Der historisch-materialistisch argumentierende Berichterstatter, der vollends die Arbeiterklasse in den Mittelpunkt seiner Texte stellt (ab 1932).
Um diese Einteilung und die sich daraus ableitende Entwicklung als schlüssig beweisen zu können, werden die thematischen Zusammenstellungen der einzelnen Reportagebände sowie die jeweils gebrauchten kompositorischen Techniken und stilistischen Mittel untersucht, stets im Vergleich mit Kischs eigenen sozialen und künstlerischen Ansprüchen an die Form der Reportage und ihren Erzeuger, dem Berichterstatter, die er selbst in vielen theoretischen Schriften formulierte.
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