Behinderung als Missachtungserfahrung - Reflexion der Lebenssituation von behinderten Menschen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
01.02.2012
Verlag
Bedey & Thoms Media eBookSeitenzahl
90 (Printausgabe)
Dateigröße
717 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783842818477
Die vorliegende Studie reflektiert die Lebenssituation von Menschen mit einer (geistigen) Behinderung. Ausgehend von der (historischen) Betrachtung sich wandelnder Menschenbilder und gesellschaftlicher Reaktionsmuster, wird die grundsätzliche Korrelation zwischen Individuum und Gesellschaft verdeutlicht und in der Auseinandersetzung mit den aktuellen gesellschaftlichen und sozialpolitischen Themen weiter qualifiziert. Kernstück bildet die Auseinandersetzung mit der Anerkennungstheorie von A. Honneth und die Frage der Anwendbarkeit auf den hier beschriebenen Personenkreis. Unter Rückbezug auf den fachlichen Diskurs in der Behindertenhilfe bzw. Geistigbehindertenpädagogik wird dabei die grundsätzliche Anwendbarkeit nachvollzogen. Das Ergebnis dieses Vorgehens bildet die Entwicklung eines eigenen Reflexionsmodells, welches als Verstehens- bzw. Interpretationsansatz der Lebenswelt von Menschen mit einer Behinderung genutzt werden kann. Des weiteren werden hieraus ethische Ableitungen für das professionelle Handeln getroffen und in einen methodischen Handlungsvorschlag (einer möglichen Vorgehensweise) überführt. Dennoch: Ausgangspunkt und Ziel von Unterstützungsleistungen (professioneller oder nicht-professioneller) muss immer der Adressat sein. Nur in der Rückkoppelung und Bewertung durch die Person gelingt ein Zugang zur subjektiven Lebenswelt. Zwar können Hilfsinstrumente, wie das vorgeschlagene Reflexionsmodell, Orientierungspunkt für ein Verständnis der vorliegenden Lebenssituation, oder der Entwurf eines methodischen Handelungsvorschlags, Grundlage einer geplanten Unterstützungsleistung sein, jedoch wäre es eine Utopie davon auszugehen, damit das menschliche Sein vollständig erschließen zu können. Die Unterstützung von Anderen ist kein objektivierbarer Zustand, der anhand von rationalen Effektivitätskriterien zu bemessen ist, sondern ein solidarischer Akt der Annahme der Individualität des Gegenübers und der Mitverantwortlichkeit bei der Realisierung persönlicher Lebensziele, professionell als auch nicht-professionell.
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