Die Arbeit des Zentrumsabgeordneten Johannes Brockmann im Parlamentarischen Rat 1948/49
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
27.05.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
178 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638194679
geben nur wenige Quellen Auskunft.1 Die Abgeordneten der
zweiköpfigen Zentrumsfraktion im Parlamentarischen Rat (neben
Brockmann noch Helene Wessel) haben bislang nicht das Interesse
erfahren, das die Forschung anderen Abgeordneten des Parlamentarischen
Rates hat zuteil werden lassen. Dies hängt sicherlich nicht
zuletzt damit zusammen, das das Zentrum in der deutschen
Nachkriegsgeschichte schnell seine Bedeutung verloren hat und die
Bundespolitik schon mit seiner Wiedergründung 1945 nicht mehr
entscheidend mitprägen konnte.
Der Katholik Johannes Brockmann wurde am 17. Juli 1888 als Sohn
eines Eisenbahnschlossers und als viertes von zehn Kindern in
Paderborn geboren. Nach dem Besuch der Volksschule bildete er sich
mit Hilfe privater Gymnasialstunden bis zur Primarreife weiter und
besuchte anschließend das Lehrerseminar in Paderborn. Von 1911 bis
1913 war Brockmann als Lehrer in Stenern bei Bocholt tätig, von 1913
bis 1930 in Rinkerode bei Münster (heute Ortsteil von Drensteinfurt,
Kreis Warendorf). 1930 wurde er Schulleiter in Rinkerode, wo er bis zu
seinem Tode auch lebte.
Brockmanns politische Karriere begann 1919 mit seinem Eintritt in die
Zentrumspartei. Über berufsständische, parteipolitische und kommunalpolitische
Organisationen wurde er Vorsitzender der westfälischen
Windthorstbünde und gründete einen katholischen Junglehrerverband,
dem er auch auf Reichsebene vorstand. 1933 saß Brockmann im Reichsausschuß der Deutschen Zentrumspartei und war Vorstandsmitglied
des Landgemeindetages West, zudem engagierte er
sich als Kreis- und Gemeinderat im Münsterland. Von 1926 bis 1933
war er Mitglied des preußischen Landtages, wo er vor allem die
Interessen der Junglehrer vertrat und zu Fragen der Lehrerbildung
sprach, ansonsten jedoch eher unauffällig blieb. [...]
1 Der nachfolgende biographische Abriß orientiert sich an der Darstellung im Munzinger-
Archiv/Internationalen Biographischen Archiv, Lieferung 7/76 vom 14.02.1976, sowie an dem
biographischen Essay "Johannes Brockmann" von Paul Ludwig in Walter Först (Hrsg.), Aus
dreißig Jahren: Rheinisch-Westfälische Politiker-Porträts (Köln und Berlin: Grote, 1979), S.
152-171, im folgenden zitiert als Ludwig, "Brockmann".
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