Die literarische Verarbeitung des Themas 'Alter' im Roman 'Professor Unrat' von Heinrich Mann
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
04.03.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
29 (Printausgabe)
Dateigröße
704 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638258708
erstes von fünf Kindern geboren. Weil sein Vater, Thomas Johann Heinrich Mann, gegen
eine Schriftstellerlaufbahn ist, konzentriert sich Mann erst nach dessen Tod 1891 auf seine
literarische Karriere. Zu den bekanntesten Werken Heinrich Manns, der am 12. März 1950 in
Santa Monica stirbt, zählt neben dem Roman "Der Untertan" (1918) die Schulsatire
"Professor Unrat", die er 1905 veröffentlicht. In seiner Autobiographie "Ein Zeitalter wird
besichtigt" (1945) äußert sich der Autor zur Entstehungsgeschichte dieser Schulsatire:
"[...] ich sitze wie gewöhnlich im Teatro Alfieri, einem Florentiner
Schauspielhaus [...]. »La bottega del caffè«, des Settecento-Venezianers
Goldoni, es gibt kein gleiches Wunder der Anmut, außer Mozart. In der Pause
wurde eine Zeitung verkauft, darin las ich die Geschichte, die einstmals der
»Blaue Engel« heißen sollte. In Wahrheit stand auf dem Blatt etwas ganz
anderes, war nur mißverständlich [!] berichtet, und datiert aus Berlin. Gleichviel,
in meinem Kopf lief der Roman ab, so schnell, daß [!] ich nicht einmal bis in das
Theater-Café gelangt wäre. Ich blieb wie versteinert sitzen [...]."1
In Manns Fantasie vermischen sich die Personen des Theaterstücks - Don Marzio als
Intrigant der Komödie und der verhaftete Spielhausbesitzer Pandolfo - mit der Figur aus
einem Zeitungsartikel. 2 Das Ergebnis dieser Verschmelzung ist die Entstehung der Figur
"Professor Unrat" und die Idee für den gleichnamigen Roman. Über diesen plötzlichen
Einfall ist der Schriftsteller sehr glücklich. 3 Heinrich Mann verweist in seiner Autobiografie
eindeutig auf eine Zeitung als Hauptquelle für den Roman. Seine Aussage, der besagte
Zeitungsbericht habe aber keine genauen Details enthalten4, erweckt den Eindruck, als wolle
er seine Originalquelle nicht unbedingt preisgeben. In einem Brief an Paul Hatvani vom 3.
April 1922 drückt sich Mann in Bezug auf seine Romanvorlage klarer aus:
[...]
1 Mann, Heinrich: Ein Zeitalter wird besichtigt, Limitierte Sonderauflage, Frankfurt a. M. 2003, S. 201f.
2 Vgl.: Klein, Albert: Jenseits aller Realität? Heinrich Manns Professor Unrat. In: Wis skirchen, Hans (Hg.):
Mein Kopf und die Beine von Marlene Dietrich - Heinrich Manns Professor Unrat und Der blaue Engel, Lübeck
1996, S. 63.
3 Vgl.: Mann, Heinrich: Ein Zeitalter wird besichtigt, S. 202.
4 Vgl.: Mann, Heinrich: Ein Zeitalter wird besichtigt, S. 202.
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