Soziotherapie bei chronisch psychischen Erkrankungen am Beispiel Schizophrenie
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
15.07.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
72 (Printausgabe)
Dateigröße
739 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640103102
psychiatrischen Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland. Als Folge der
katastrophalen Beurteilung der Versorgungslage für psychisch Kranke in der
Bundesrepublik, wurde im September 1975 "Der Bericht über die Lage der Psychiatrie in
der Bundesrepublik Deutschland" fertiggestellt1. Dieser Bericht, der inoffiziell auch als
Psychiatrie-Enquete bezeichnet wird, legte mit den Empfehlungen seiner
Expertenkommission den Grundstein für die Gemeindepsychiatrie, in deren Rahmen, es
chronisch psychisch kranken Menschen ermöglicht werden sollte, ein möglichst
eigenständiges und beschütztes Leben zu Hause, in ihrer Heimatgemeinde, zu führen. Die
Empfehlungen der Expertenkommission strebten zudem eine möglichst gemeindenahe
Koordination aller Versorgungsdienste, sowie eine bedarfsgerechte Versorgung an.
Deswegen wurde bereits im Anhang der Psychiatrie-Enqüe der Begriff "psychiatrische
Rehabilitation" aufgenommen. Es sollte versucht werden so viel chronisch psychisch
erkrankten Menschen, wie möglich ein Leben außerhalb von Anstaltsmauern, in der
"normalen" Gesellschaft zu ermöglichen. Um eine solche Reformation der psychiatrischen
Versorgung zu ermöglichen, wurden im Rahmen der Psychiatrie-Enquete auch drei
überregionale Modellprogramme durchgeführt. Aus den Erfahrungen dieser
Modellprojekte profitierte später das Konzept der gemeindenahen Psychiatrie.
Am 1 Januar 1991 trat dann die Psychiatrie-Personalverordnung (PsychPV) in Kraft, in
der, neben anderen Berufsgruppen, wie Ärzten, Psychologen, Ergotherapeuten und
Pflegekräften, auch Sozialarbeiter und Sozialpädagogen "zum Stammpersonal der
veränderten psychiatrischen Krankenhäusern" gezählt wurden. Sozialtherapeutisches
Kompetenztraining und sozialtherapeutische Einzelfallhilfe bzw. Gruppenarbeit zählten zu
den Arbeitsaufgaben, die die PsychPV für Sozialpädagogen und Sozialarbeiter definiert
hatte3. Somit erhielt die Soziotherapie, mit deren Methoden auch schon früher gearbeitet
wurde, durch die PsychPV zuerst im stationären und dann auch im teilstationären Bereich
einen offiziellen Status. (...)
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