Antiochia 1098: Die Auffindung der Heiligen Lanze in den Augen der Zeitgenossen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.12.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
175 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640221660
Klärung der Frage nach der Echtheit des Fundes nicht von Belang. Vielmehr soll untersucht werden,
wie die Zeitgenossen -allen voran die Teilnehmer des Kreuzzugs- die Umstände der Auffindung, die
Bedeutung der Reliquie und die Visionen ihres Finders beurteilt haben.
Die Quellenlage ist für den Ersten Kreuzzug sehr günstig. Über die Ereignisse im Outremer des
späten 11. Jahrhunderts existieren mannigfache Schilderungen, was eine intensive Erforschung zu diesem Thema möglich gemacht hat. Um den Rahmen dieser Hausarbeit nicht unnötig zu sprengen,
war es notwendig, eine Auswahl im Quellenmaterial zu treffen: Als Textgrundlage dienen daher in
der Hauptsache die Chroniken zweier Augenzeugen. Es ist dies zum einen die Historia Francorum
qui ceperunt Jerusalem des Raimund von Agiles2, der als Kaplan des südfranzösischen Grafen
Raimund IV. von Toulouse am Ersten Kreuzzug teilgenommen hatte3. Als zweite Quelle,
insbesondere für den Kampf der Kreuzfahrer mit Kerbogha, ist die anonyme Gesta Francorum et
aliorum Hieroslymitanorum von Relevanz. Ihr Verfasser ist namentlich weder genannt, noch lässt
sich etwas Sicheres über die Rolle, die er während des ersten Kreuzzuges gespielt hat, sagen. Allein
der Tatsache nachgehend, dass der Autor des Lateinischen mächtig war und Partei für den
apulischen Normannen Bohemund von Tarrent ergreift, kann man die Vermutung wagen, dass der
Anonymus Kleriker im Gefolge jenes Heerführers gewesen ist.
Um die Bedeutung der Auffindung der Heiligen Lanze und deren Einfluss auf die belagerten
Kreuzfahrer in vollem Maße erfassen zu können, wird es überdies nötig sein, die Hauptquellen mit
christlichen und muslimischen Quellen ergänzend zu flankieren.
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