Faustrecht vs. Absolutismus. Goethes "Götz von Berlichingen" als literarische Ersatzwelt Goethes "Götz von Berlichingen" als literarische Ersatzwelt
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
30.03.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
305 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640579259
"Wenn sich von Wieland und Herder über Goethe und Lenz bis hin zu Schiller ein ästhetisches Programm zu einer Art psychischen und politischen Diätetik herausbildet, so handelt es sich hier zweifelsohne um Projektionen, die reale Defizite abdecken sollen. Der Bürger konnte zwar Verdienste erwerben und seinen Geist ausbilden, wie Goethe in Wilhelm Meister erklärte, aber seine Persönlichkeit ging verloren in einer Welt, in der ausschließlich der Adel die Öffentlichkeit repräsentierte. Deshalb wurden Theater und Literatur für diese Generation zu einer Ersatzwelt."
Indem Goethe sein Debüt veröffentlicht, leistet er Pionierarbeit, was das Konstruieren besagter Ersatzwelten betrifft. Zugleich geht er mit dem Verfassen des Götz über einen reinen Eskapismus hinaus, denn er koppelt seine Ersatzwelt an die radikalindividualistische Interpretation des spätmittelalterlichen "Faustrechts" durch den Juristen Justus Möser.
Das Ziel dieser Arbeit besteht folglich darin, die Relation zwischen Hinderers Ersatzwelt-These und der Allegorie des "Faustrechts" auszudifferenzieren, um eine brauchbare Erklärung für die unkonventionelle Struktur und den bahnbrechenden Erfolg von Goethes Debüt zu liefern.
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