ICD und ICF: Kombination der Ergebnisse aus Symptom- und Ressourcendiagnostik zur Entwicklung adäquater sonderpädagogischer Förderansätze für Kinder u
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
30.10.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
619 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656299141
Den Hintergrund dieser Frage bildet die Kritik an der, von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebenen, "Internationalen statistischen Klassifikation von Krankheiten und verwandten Gesundheitsproblemen" (ICD) aus breiten Kreisen der (Sonder-)Pädagogik, Psychiatrie und Psychotherapie. Die Kritik bezieht sich auf das fünfte Kapitel, welches "Psychische und Verhaltensstörungen" kodiert und die zur jeweiligen Diagnose gehörigen Symptome, eventuelle Komorbiditäten und Ausschlussdiagnosen auflistet. Auch in ihrer zehnten Revision wird der ICD Stigmatisierung und Ungenauigkeit in der Abbildung von Krankheitsbildern vorgeworfen (Meiser-Storck 2012). Die von der ICD-10 ausgehende Diagnostik ist störungsspezifisch, d.h. sie identifiziert die Symptome, die für eine bestimmte Diagnose entscheidend sind (Klemenz 2009).
Zur Beantwortung der Forschungsfrage bespreche ich im Folgenden, inwieweit die Ressourcendiagnostik eine besser an den Bedürfnissen des Kindes ausgerichtete Förderung er-möglichen kann. Für eine solche Diagnostik steht dem Psychiater die ebenfalls international anerkannte "Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit" (ICF) zur Verfügung, auf die ich im Folgenden noch näher eingehen werde.
Erhält man durch eine zusätzliche Ressourcendiagnostik per ICF neue Informationen über den Patienten, die die ICD-10 allein nicht vermitteln kann? Ich werde auf Vor- und Nachteile des zusätzlichen Einsatzes der ICF eingehen. Außerdem stelle ich den Ansatz der Lebensweltorientierung als zentrales sonderpädagogisches Konzept vor und bringe den Working-On-What-Works-Ansatz in die Diskussion ein. Beide Ansätze lassen dem Kind gegenüber eine andere Haltung zu, die durch die bloße psychiatrische Diagnose vermutlich nicht einnehmbar wäre.
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