Obamas Charisma oder Charismatische Herrschaft Überlegungen nach Max Weber
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
27.04.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
7 (Printausgabe)
Dateigröße
255 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640606580
US-Präsidenten Barack Obama heraus. Er ist der erste Präsident der amerikanischen Geschichte,
der als "Popstar" von der jungen Generation bejubelt wird. Barack Obama besitzt eindeutig
Charisma. Er hat die besondere Gabe, sich gut darstellen zu können und zu seinem Publikum
ergreifend zu sprechen. Adolf Hitler hatte diese besondere Gabe auch. Er konnte seine
Herrschaft ganz auf dieser Gabe aufbauen. Baut Barack Obama seine Herrschaft auch auf seinem
Charisma auf oder ist er einfach nur ein charismatischer Mensch? Ist seine Herrschaft eine, in
Max Webers Sinn, charismatische Herrschaft? Oder anders gefragt: Welche Eigenschaften
müsste Barack Obamas Herrschaft aufweisen, um nach Max Weber eine charismatische zu sein?
Im Folgenden soll dies unter Zuhilfenahme der Definitionen aus Max Webers Werk "Wirtschaft
und Gesellschaft"[Weber 1976] überprüft werden. Am Ende des Essays gehe ich kurz auf die
wichtigsten Kontrollmechanismen ein, die eine charismatische Herrschaft verhindern können,
wobei ich bei dieser Darstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe, sondern einen
Denkanstoß präsentiere.
Die erste Grundlage, die eine charismatische Herrschaft in Max Webers Sinn haben sollte, ist
das Charisma des Herrschers. Charisma ist für Max Weber die Außeralltäglichkeit einer Person.
Um von einer charismatische Herrschaft sprechen zu können, müsse zusätzlich folgende
Prämisse erfüllt sein: Die Anhänger des Herrschers sollten seine außeralltägliche Eigenschaft als
außeralltäglich bewerten. Wie der Herrscher sich selber sieht, spielt keine Rolle.[Weber 1976]
Wie sich Barack Obama selber einschätzt, ist also erstens nicht relevant und zweitens nur
medienvermittelt zu erkennen, in Folge dessen also nicht ohne weiteres überprüfbar. Von seinen
Anhängern, also seinen Wähler, wird Barack Obama als ein Mann beschrieben, der Hoffnung
verkörpert und besonders ist. Sie schreiben ihm eine außeralltägliche Redekunst und moralische
Absichten zu. Die Voraussetzung für eine charismatische Herrschaft in Webers Sinn ist im Fall
Barack Obamas also gegeben. Der amtierende US-Präsident besitzt Charisma, welches seine
Wähler ihm anerkennen.
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