Eudaimonia. Die aristotelische Konzeption des vollkommenen Lebens Die aristotelische Konzeption des vollkommemen Lebens
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
13.09.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
26 (Printausgabe)
Dateigröße
295 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640703579
Dieses teleologische Verständnis menschlichen Seins und eines genuin menschlichen Guts ist der Philosophie der Neuzeit, mit einigen wenigen Ausnahmen, weitgehend abhandengekommen.
Die Philosophie getraut sich nicht mehr, das umfassende menschliche Glück zu definieren und lässt "in eudämonistischer Resignation die Individuen mit ihren Präferenzen alleine".2 Infolge des "unüberwindbaren Pluralismus der Lebensentwürfe" muss eine moderne Moraltheorie, will sie nicht Gefahr laufen, als subjektivistisch abgelehnt zu werden, "eine strikte Unabhängigkeit gegenüber jeder partikulären Sicht vom guten Leben wahren".3
Trotz dieser grundsätzlichen Divergenz zwischen antiker und neuzeitlicher Philosophie ist das Interesse an der aristotelischen Ethik ungeschmälert und die Nikomachische Ethik zählt zu den Grundtexten des abendländischen Geistes überhaupt.4 Das liegt möglicherweise daran, dass einzelne Kapitel der Nikomachischen Ethik bis heute nichts an Aktualität verloren haben, so zum Beispiel die Bestimmungen über die Gerechtigkeit oder über die Freundschaft.
Vielleicht ist es auch die Hoffnung, das schlechthin Gute doch noch zu finden, vielleicht auch die Ziellosigkeit der neuzeitlichen Philosophie, die uns immer wieder zurückführt zu Aristoteles und seinem Konzept des gelungenen Lebens. Die Schriften von Alasdair MacIntyre5 oder Philippa Foot6, auf die ich am Schluss der Arbeit kurz eingehen werde, lassen jedenfalls vermuten, dass die moderne Philosophie der antiken nicht notwendig überlegen und deshalb vorzuziehen ist.
[...]
1 Höffe (2005b), S.216.
2 Kersting (2005), S.199.
3 Hübenthal (2002), S.90.
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