Erdöl, Gewalt & Korruption: Sind PMCs bald im Nigerdelta?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.07.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
7 (Printausgabe)
Dateigröße
246 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656243311
Doch von diesen 60 Milliarden US-Dollar sieht die Bevölkerung des Nigerdeltas, der Haupt-förderregion nigerianischen Erdöls, so gut wie nichts. Stattdessen wurde den Bewohnern durch die massive Umweltzerstörung, die durch die jahrzehntelange Erdölförderung entstan-den ist, ihre Lebensgrundlage entzogen. (vgl. Heiduk, Kramer 2005: 341). Auf der Rangliste des Human Development Index rangiert Nigeria auf Platz 159 von 177 Staaten (vgl. Saam 2008: 13). Nach amtlichen Angaben lebt mindestens die Hälfte der Bevölkerung Nigerias von weniger als einem Dollar pro Tag (vgl. ebd.), andere Schätzungen gehen von etwa zwei Drittel aus (vgl. Pomrehm 2006).
Im Jahresbericht 2005 von Amnesty International heißt es: "Die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte der Bewohner des Nigerdeltas [...] wurden weithin nicht respektiert, sodass es zunehmend zu Spannungen [...] kam" (Amnesty International 2005). Diese Span-nungen entladen sich einerseits in Anschlägen auf Pipelines und Förderanlagen, andererseits in Entführungen von Mitarbeitern von Ölfirmen. Laut Matthias Basedau vom Institut für Afrika-Kunde in Hamburg gibt es "eine Mixtur von Gründen für diesen Konflikt" (Trost 2006).
Im Folgenden werde ich die wichtigsten Gründe darlegen und aufzeigen, warum ein Einsatz von PMCs im Nigerdelta für die Ölkonzerne eine Option darstellt.
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