Die Nachfolgeordnung Konstantin des Großen - Ein Bruch mit der Tetrarchie
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
16.04.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
291 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638685900
vor allem aufgrund seiner Rolle in Bezug auf die Religion. Sein "Bekenntnis"
zum Christentum spielt in allen Betrachtungen eine große Rolle. Ich möchte mich
in dieser Arbeit aber nicht mit der Bedeutung Constantins für das Christentum,
sondern mit seiner Abkehr von der kurz zuvor von Diocletian geschaffenen
Tetrarchie beschäftigen.
Diocletian, welcher am 20. November 284 in Nikomedeia zum Kaiser erhoben
worden war, ernannte bereits ein Jahr nach seinem Herrschaftsantritt aus der bedrohlichen
außenpolitischen Lage heraus einen Mitkaiser. Da diese Aufgabenteilung
sich sehr schnell als geschickt erweisen sollte wurde sie 293 um zwei, jeweils
einem der beiden Augusti unterstellten Caesares, erweitert. Somit war die Tetrarchie
begründet. Doch schon die Tetrarchien nach Diocletians Abdankung erwiesen
sich als instabil. Dauerhafte Machtkämpfe unter den Amtsträgern und Anwärtern
ließen das System bereits im Jahre 324 mit der Alleinherrschaft Constantins
des Großen enden. Somit währte Diocletians Tetrarchie nur knapp 30 Jahre.
Die Regierungszeit Diocletians und somit auch die Tetrarchie erfuhr in den letzten
rund 150 Jahren eine geringere Beachtung. Dies gilt für die Forscher in allen Ländern.
Im Gegensatz hierzu fand die Person Constantin des Großen, aber auch seine Taten
von jeher große Aufmerksamkeit.1 In den letzten Jahren wird auch der Tetrarchie
wieder mehr Aufmerksamkeit zuteil. Besonders zu erwähnen ist hier die Arbeit
von Wolfgang Kuhoff. Mit seinem 2001 erschienenen Buch "Diokletian und
die Epoche der Tetrarchie" hat er ein umfangreiches Werk zu dieser Thematik
vorgelegt.
Im folgenden möchte ich mich nun mit dem Phänomen der Tetrarchie beschäftigen.
War sie doch eine bewusste Abkehr Diocletians vom traditionellem dynastischen
Ordnung. Was zeichnete sie aus und was hatte Diocletian sich von ihr versprochen?
Warum hielt sie den politischen Realitäten nicht stand?
==
1 Kuhoff, 2001, S. 7
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