Der Hof als Ort: Pfalzen, Burgen, Räumlichkeiten, Wasserversorgung - Gelnhausen als Pfalz der Stauferzeit
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.04.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
32 (Printausgabe)
Dateigröße
1051 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638628600
dieser Zeit erlebte der Burgenbau einen regelrechten Boom. Noch wichtiger als dieser
Bauboom war für die Burgen, dass in dieser Zeit der Prozess der Herausbildung der idealen
Burg mehr oder weniger seinen Abschluss fand. An seinem Ende stand die "klassisch"
ausgewogene Burg, welche die an sie gestellten Aufgaben optimal erfüllte. Sie war flexibel
und konnte an verschiedene Bauplätze angepasst werden. Diese Anpassungsfähigkeit wurde
durch die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen und spezialisierten
Einzelbauten der Burg erreicht, ohne dass dabei das Gesamtbild eines Baukörpers verloren
ging.1 Genau dieses Nebeneinander dieser verschiedenen Einzelbauten mit jeweils eng
definierter Funktion grenzten die Burgen jener Zeit von ihren Vorgängerbauten ab. Zu einer
Typenbildung im engeren Sinne kommt es in dieser Zeit nicht mehr.2 Als prägende Bauteile
treten nun vor allem der Bergfried als unbewohnbarer Turm und der Wohnbau hervor.
Wehrhaftigkeit und Wohnfunktion gelten von nun an als unvereinbar und treten in ihrer
jeweils eigenen Bauform auf. Dabei sind Wohnbau und Bergfried nicht nur reine
Funktionsbauten, sondern zugleich wichtige Gestaltungsmittel der Gesamtanlage.3 Die
Architekturformen der Pfalzen und Burgen in der Zeit der Staufer sind recht ähnlich, haben
jedoch jeweils ihre eigenen Wurzeln.4
Zum Burgenbau gibt es eine Fülle von Literatur, eine Auswahl zu treffen ist deshalb nicht
einfach. Darstellungen zum Burgenbau einer bestimmten Zeitspanne sind hingegen seltener.
Zum Burgenbau der Stauferzeit hat Walter Hotz 1981 ein Buch publiziert. Dieses kann heute
aufgrund der Forschungslage allerdings nicht mehr in allen Bereichen als aktuell gelten.
Besonders die These der klassischen Burg als Stauferburg ist umstritten.5 Zum allgemeinen
Überblick über den Burgenbau ist Thomas Biller6 und zum Einblick in praktische sowie
alltägliche Angelegenheiten Joachim Zeune7 zu empfehlen.
==
1 Biller 2002, S. 73f
2 Biller 1993, S. 140
3 ebd. S. 134f
4 Biller 2002, S. 43
5 Biller 1993, S. 28
6 Biller 1993 und 2002
7 Zeune 1996
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